Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
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10.08.2020
Jüdische Spuren finden sich auf albanischem Boden seit dem 7. Jahrhundert. So sind 2003 zwei israelische Professoren, Ehyd Netzer und Gideon Foerster, nach Forschungen in Saranda (Südalbanien) zu der Auffassung gelangt, dass die dortige Basilika früher als Synagoge gedient haben muss. Darüber hinaus gibt es in der Region vereinzelt noch frühere Spuren, und zwar von romaniotischen Juden (= Juden, die sich nach der Vertreibung aus Judäa durch die Römer im byzantinischen Reich angesiedelt hatten): aus dem 2. Jahrhundert (etwa die Synagogen in Stobi, heute: Mazedonien) und aus dem 4. Jahrhundert (Grabsteine in Montenegro; «jüdische Gräber» in Shkopet bei Mati/Albanien).

Nachdem der "UN- Vermittler" Ahtissari endgültig sein Diktat gegen die Unabhängigkeit Kosovas festzurrte, wird in der deutschsprachigen Presse weiter wild über „ Gefahren“ und „ Risiken“ des Planes spekuliert.. Gegenwärtig droht Russland damit im Zusammenspiel mit dem serbischen Chauvinismus gegen die sogenannte „ beaufsichtigte Souveränität“ Kosovas, vor der UN sein Veto einzulegen. Der deutsche Journalist Erich Rathfelder schreibt dazu in der TAZ am 9. März :

gjermanisht-shqip Die Leitung der Vereinigung „ Studenten für ein Referendum“ hat folgende Erklärung publiziert. -Für was wurde in Kosova gekämpft ? Für was gaben 2000 UCK Kämpfer ihr Leben und ihr Blut ? Für was wurden 20.000 unschuldige Menschen ermordet ? Für was wurden 4000 Menschen verschleppt und gelten als vermisst ? Für was wurden ganze Familien in Kosova ausgerottet ? Für was wurden in Kosova Kinder vor den Augen ihrer Mütter massakriert ?

Vorbemerkung der Redaktion: Gerne publizieren wir zur Frage des Schicksals von Jüdinnen und Juden in Kosova, im zweiten Weltkrieg, einen Artikel von Albert Ramaj. Herr Ramaj ist Mitarbeiter der „Albanischen Instituts“ in der Schweiz. Besonders intensiv beschäftigt sich Herr Rama,j seit Jahren mit der Geschichte der Juden in Albanien und Kosova.-

Im Kosovo hat es schon vor mehr als 550 Jahren Juden gegeben, so sind für das Jahr 1448 sechs jüdische Familien in Novobrdo bei Prishtina bezeugt. Im Jahre 1737 sollen allein in Gjakova etwa 600 Juden, in Prishtina ca. 350 Juden gelebt haben, hier ist auch eine jüdische Gemeinde erwähnt.

Die Demonstration der LPV am vergangenen Samstag in Prishtina war ein überwältigender Beweis dafür, wie stark der Wille nach Freiheit und Selbstbestimmung ist. Trotz der massiven Kampagne der örtlichen Medien, sowie der Politiker des „Verhandlungsteams“ nahmen nach Angaben der Veranstalter 30.000 Personen an der Manifestation teil. Einig sind sich sämtliche Beobachter, dass die Demonstration der bis dato größte Mobilisierungserfolg der LPV „ Bewegung für Selbstbestimmung“ gewesen ist..

Pamje nga protestaOhne jegliche Zwischenfälle verlief die Demonstration der „ Bewegung für Selbstbestimmung“ LPV am Samstag in Prishtina. Die Polizei hielt sich weitgehend, im Gegensatz zum 10. Februar zurück. Offensichtlich beeindruckte sie die Zahl der Protestierenden und die Angst davor, das Pulverfass Kosova zur Explosion zu bringen. Die Demonstranten nahmen Stellung gegen die Polizeimorde vom 10. Februar, scharf wurde die „Regierung“ angegriffen und der imperiale Plan des UN- Vermittlers Ahtissari zurückgewiesen. Der Redner der LPV Glauk Konjufca, kritisierte nochmals deutlich den negativen Ahtissari Plan. Er unterstellte der kosovarischen „ Verhandlungsmannschaft nicht die Wahrheit über den Plan zu erzählen". Insgesamt war die Demonstration kämpferisch und friedlich.

Interview mit Visar Ymeri einem bekanntem Aktivisten der LPV „ Bewegung für Selbstbestimmung“ aus Prishtina. gjermanisht-shqip

 

Frage- Wie bewertet die LPV die Ereignisse vom 10. Februar in Prishtina? Schildern Sie Bitte konkret wie es zu der schrecklichen Gewalt mit den beiden Todesopfern kam ?

Die Demonstration vom 10. Februar begann als friedliche Demonstration, wie sie von der LPV auch geplant war. Das Szenarium der Bewegung hatte, wie auch bei den Demonstrationen vor dem 10. Februar, nicht die Absicht Menschen zu verletzten, ebensowenig wollten wir in staatliche Institutionen, wie wir von der Staatsmacht beschuldigt wurden eindringen.

Diese Woche: Demonstration am 3. März -Verurteilung der Autobombe--Rücktritte und Ermittlungen- Lügenkampagne und Anschuldigungen- Ausstellung- Debatten in Prishtina und Klina-Kugeln, die töten

Demonstration am 3. März

Am Samstag, den 3. März um 14:00 Uhr, wird die Bewegung VETËVENDOSJE! eine gewaltlose Demonstration gegen die andauernden Verhandlungen über die Zukunft Kosovas, sowie gegen jene Verantwortliche für die Ermordung Arben Xheladini-s und Mon Balaj-s bei unserer letzten Demonstration, organisieren. Wir haben vor, dieselbe Route zu beschreiten, die wir am 28. November bereits beschritten haben.

deutsch-albanisch gjermanisht-shqip Der Journalist Jean-Arnault Dérens, kommt in der Schweizer Wochenzeitung „WOZ“ am 22. Februar zu einer relativ klaren Einschätzung des „Kosovo- Diktates des Finnen Ahtissari. Nüchtern stellt Dérens fest: „Die Privilegien, die Ahtisaari den serbischen Gemeinschaften vorschlägt, gehen gar über jene hinaus, die der autonomen Republika Srpska in Bosnien-Herzegowina zugestanden wurden. So wird eine «Republika Srpska von Kosovo» geschaffen, ohne dass sie beim Namen genannt wird.“

Heraus zur Massendemonstration am 3. März in Prishtina
anglisht gjermanisht In ihrem Newsletter NR. 30 ruft die LPV zu einer neuerlichen Massendemonstration in Prishtina, am Samstag den 3. März ab 14 Uhr auf. Die Demonstration richtet sich gegen die sogenannten „Verhandlungen“ über Kosovas Zukunft. Die LPV geht davon aus, dass der Ahtissari Plan ein Diktat gegen das Selbstbestimmungsrecht Kosovas ist. Außerdem soll die Demonstration dazu dienen, den aktuellen internationalen Polizeiterror, der am 10 Februar das Leben von Arben Xheladini und Mon Balaj kostete, anzuprangern.

-Viele betrachteten die Kosovaren als keine gleichwertigen Menschen-Erfahrungen aus 13 Monaten zwischen Balkan und Hindukusch 2003-2006

Vorbemerkung der Redaktion:
Nachfolgend dokumentieren wir Auszüge aus dem Kriegstagebuch eines Oberstleutnants der Bundeswehr, über seine Zeit in Kosova.. Es zeichnet ein realistisches Bild des Einsatzes der Bundeswehr. Aus dem Tagebuch geht klar hervor, dass entgegen der bekanten Propagandafloskeln, die Bundeswehr keine „ Humantruppe“ mit kompetenten Lösungskonzepten ist.