Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
14:48
02.08.2021
Feiern beim demonstrieren-Demonstrieren um zu feiern. Festo duke demonstruar. Demonstro për të festuar. Am 28. November 1912 rief Ismail Qemali in Vlora die Gründung des albanischen Staates aus. Der 28. November ist zusammen mit dem 29. November albanischer Nationalfeiertag. Die gegenwärtige reaktionäre albanische Regierung negiert allerdings zunehmend den „Tag der Befreiung vom Faschismus“ im November 1944. Dennoch werden in Albanien viele Feiern auch zum 29. November stattfinden. Für den 28. November ruft die LPV  (Bewegung für Selbstbestimmung) in Prishtina zu Protesten auf.

Der gegenwärtige Oberbefehlshaber der KFOR in Kosova Generalleutnant Roland Kather ,wurde in der „ -aktuell- Zeitung für die Bundeswehr“ ausführlich zu seiner Einschätzung der Lage befragt. In dem Interview vom 22.11 sagte Generalleutnant Kather : „ Ich habe selten so viel bittere Armut gesehen, wie in diesem Land“ Dieser Diagnose kann man nur zustimmen. Gleichzeitig ist die richtige Beobachtung des Generalleutnants ein vernichtendes Zeugnis für die UNMIK. In der Tat, die Orientierung von Protektoratsleiter Joachim Rücker, den Reichtum des Landes vollständig zu privatisieren, stürzt die Menschen in Kosova in immer tieferes ELEND.

Kosova hat die wichtigsten Braunkohlevorkommen am südlichen Balkan. Die Stromversorgung in Kosova ist unter der Leitung der UNMIK katastrophal. Dennoch gieren kapitalistische Unternehmen nach dem Rohstoffreichtum des Landes. Mittels der Privatisierung der Stromversorgung, soll Kosova der Stromlieferant in der Region werden. Keinesfalls wird jedoch diese Energiebasis zur Entwicklung Kosovas verwandt werden, kapitalistische Unternehmen trachten danach mittels der Aneignung von Energie in privater Hand Maximalprofite zu erzielen.

Der bekannte albanische Schriftsteller Rexhep Qosja, gab dem Fernsehsender Top Chanel am heutigen Tag ein Interview. Behandelt wurden Fragen nach der Unabhängigkeit Kosovas und der Perspektive für alle Albaner. Dabei erklärte Rexhep Qosja: „Nach der Erlangung der Unabhängigkeit Kosovas, wird der Weg für die Einheit der albanischen Nation geöffnet.“ Dies ist nach Qosja ein „“historischer Prozess“. Der Weg zur Einheit zwischen Kosova und Albanien ist für Rexhep Qosja ein „guter Weg“." Der Weg zur Einheit zwischen Kosova und Albanien,  wird Einfluß auf die Entwicklung in Kosova haben und Kosova Einfluss auf die Entwicklung in Albanien. Diese Realität wird beiden Seiten in ihrer Entwicklung helfen“.

Policia ndërhyn me dhunë në Lëvizjen VETËVENDOSJE!

Heute gegen 10 Uhr 40 stürmten bewaffnete Polizisten das Büro der LPV ( Bewegung für Selbstbestimmung) in Prishtina. Das äußerst brutale Vorgehen der Kolonialpolizisten von der SHPK, war verbunden mit der vorläufigen Festnahme des Leiters der LPV, Albin Kurti. Mit ihm wurde Frashër Krasniqi verhaftet. Der brutale Polizeieinsatz wurde geleitet von Isak Ejupi, dem Kommandanten der Polizeistation im Süden Prishtinas.

Ein Herr Wolf Oschlies selbsternannter Balkanexperte publizierte im „Eurasischen Magazin“ - Juli 2006- ab Seite 14 einen unsäglich verleumderischen Artikel gegen die LPV im allgemeinen und gegen Albin Kurti im besonderen. Herr Oschlies stellt ohne jeglichen Beleg zu liefern Albin Kurti in die rechtsradikale Ecke. Herr Oschlies schreibt unter der Überschrift-“Mit wohlbekannten Methoden auf dem Weg nach Groß-Albanien“- über Albin Kurti und die LPV ( Bewegung für Selbstbestimmung):

deutsch-albanisch gjermanisht-shqip Die LPV ( Bewegung für Selbstbestimmung) blockierte am Freitag den 3. November, den Zugang zum Rathaus in der Stadt Prizren. Einige Aktivisten der LPV wollten dem deutschen UNMIK-Kolonialchef Joachim Rücker den Zugang in das Gebäude verwehren. Nach Überzeugung der LPV wollte Joachim Rücker, die Gemeindeleitung weiter auf dem schändlichen Weg der Dezentralisierung treiben.

deutsch-albanisch gjermanisht-shqip Immer deutlicher wird von verschiedenen politischen Kräften, die „einseitige Ausrufung“ der Unabhängigkeit Kosovas eingefordert. Gefordert wird, dass dies durch das Parlament Kosovas geschehen sollte. „ Ministerpräsident“ Agim Çeku erklärte dazu in Prishtina: „ Die Ausrufung der Unabhängigkeit Kosovas stellt keine Drohung gegen den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen dar“. Nach der Erklärung von Çeku liegt ihm sehr viel an einer Resolution der UN, welche die Unabhängigkeit Kosovas beinhalten sollte.

Die Gesellschaft der Kämpfer des antifaschistischen Befreiungskampfes führte am Donnerstag den 9. November in der Stadt Gjakovë eine Gedenkveranstaltung durch. Gedacht wurde der Befreiung der Stadt vom Nazifaschismus vor 62-Jahren, durch die Kämpfer der 7 Partisanenbrigade. Über die in Kosova gegründete Partisanenbrigade und die Befreiung Gjakovës sprach Frau Vahide Hoxha. Vahide Hoxha erklärte: „ Es ist eine moralische und patriotische Pflicht, den Kämpfern gegen den Faschismus zu gedenken und auch heute Lehren aus ihrem heroischem Kampf zu ziehen.“

deutsch-albanisch gjermanisht-shqip Seit 24-TAGEN streiken die Beschäftigten an der Universitätsklinik in Prishtina. Sie fordern höhere Löhne, akzeptable Arbeitszeiten und Investitionen in die medizinisch-technische Ausstattung der Kliniken. Gegenwärtig kommt kaum ein Beschäftigter im Gesundheitswesen auf ein Einkommen von 200 Euro im Monat. Viele arbeiten zwischen 60 und 80 Stunden in der Woche und das bei Lebenshaltungskosten welche in vielem mit der Preislage in Deutschland vergleichbar sind.

Literaturempfehlung der Redaktion von Kosova Aktuell. Die Redaktion teilt nicht alle Ansichten die in dem Buch zur Lage der Albaner in Makedonien, von Thede Kahl, Izer Maksuti und Albert Ramaj geäußert werden. Dies ist in einem Sammelband mit Artikeln von unterschiedlichen Autoren unvermeidlich Dennoch liefert das Buch wichtige Fakten zu dem Thema und ist besonders dem deutschsprachigem Leserpublikum sehr zu empfehlen.