Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
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22.10.2019

deutsch-albanisch gjermanisht-shqip Die LPV ( Bewegung für Selbstbestimmung) führte am Freitag den 27. Oktober eine Aktion gegen die neokolonialistische UNMIK, vor deren Sitz in Prishtina durch. Kritisiert wurde vor allem die Legalisierung der Abstimmung über die neue serbische Verfassung, in den serbischen Enklaven durch die UN-Mission. Anbei dokumentieren wir in Auszügen das dabei verteilte Flugblatt der LPV in deutscher Sprache.


deutsch-albanisch gjermanisht-shqip Die LPV ( Bewegung für Selbstbestimmung) demonstrierte am heutigen Freitag vor dem Sitz der UNMIK in Prishtina. Attackiert wurde die UNMIK wegen ihrer Genehmigung für die Serben in Kosova, an der Abstimmung über die neue serbische Verfassung teilzunehmen. Bekanntlich verabschiedete das serbische Parlament einstimmig ein chauvinistisches Verfassungsdokument, indem Kosova als „ unveräußerlicher Bestandteil Serbiens“ benannt wird.

deutsch-albanisch gjermanisht-shqip  Am Samstag den 21. Oktober fand eine Veranstaltung der LPV  (Bewegung für Selbstbestimmung) in Gjilan statt. Die gut besuchte Veranstaltung begann um 15 Uhr im Saal des örtlichen Kinos. Der LPV Aktivist Hysen Durmishi, attackierte den Plan durch die Schaffung „ besonderer ethnischer Zonen“ Kosova im Interesse des serbischen Chauvinismus zu teilen. Durmishi sprach sich gegen rein serbische Kommunen mit besonderen Beziehungen zum serbischen Staat aus.

Als ehemaliger Bergarbeiter der Mine Stan Terg in Trepca weiß ich was es heißt ausgebeutet und mißhandelt zu werden. Aus diesem Grund bin ich auch der Meinung, dass die Arbeiter in aller Welt sich gegenseitig unterstützen und helfen sollten. In Kasachstan wehren sich gegenwärtig Bergarbeiter gegen private Spekulanten und gegen ihre miesen Arbeitsbedingungen. Die Arbeiter werden angegriffen ich lege ihnen einen Artikel zur Solidarität mit den Kollegen bei. Viel von dem was beschrieben wird kennen die Bergarbeiter aus Mitrovica zudem wird klar welche Folgen die kapitalistische Raubtierprivatisierung den Arbeitern im Kombinat Trepca offeriert.


Die KTA ( Kosova-Treuhand-Agentur) verkündete am 1. Oktober die neunzehnte Privatisierungsrunde im Land. Mit stolz geschwellter Brust wurde den einfachen Menschen in Kosova, der weitere Ausverkauf der nationalen und gesellschaftlichen Reichtümer angekündigt. Während der neunzehnten Schnellprivatisierung sollen 50 neue Unternehmen entstehen. Der erste Stichtag an dem die Bewerber „geprüft“ werden ist der 29. November 2006.

In Kosova ist ein Anschlag auf das Haus eines engen Mitarbeiters des Vize-Regierungschefs Lutfi Haziri verübt worden. Verletzt wurde niemand, wie die von den UNMIK gestellte Polizei mitteilte. "Aber das Gebäude wurde beschädigt." Es war der zweite Anschlag auf Mitarbeiter des stellvertretenden Ministerpräsidenten Lutfi Haziri innerhalb von weniger als drei Wochen.

Das Recht Kosovas auf nationale Selbstbestimmung wird von der internationalen Staatengemeinschaft und dem serbischen Chauvinismus negiert. Der Bevölkerung wird das demokratische Recht, mittels eines Referendums seinen Willen frei zu bekunden, verweigert. Aus Kosova soll ein EU-Protektorat ala Bosnien werden. Dabei ist geplant in enger Kooperation mit dem serbischen Staat, Kosova entlang sogenannter ethnischer Kriterien zu teilen.

deutsch-albanisch gjermanisht-shqip Am 26. September fand ein Treffen der LPV ( Bewegung für Selbstbestimmung), in ihrem Zentrum in Drenas statt. An dem Treffen nahmen von der LPV- Führung, Albin Kurti, Liburn Aliu und Aida Dërguti teil. In seiner Rede die sich scharf gegen die UNMIK und den serbischen Chauvinismus wandte, traf Albin Kurti den Nerv des Publikums. Nach Kurti will Serbien mittels der sogenannten „ Dezentralisierung“ Kosova ethnisch teilen.

Am 19. September hielt der Präsident Boliviens vor den „Vereinten Nationen“ eine fulminante und würdige Rede. Diese Rede sollte auch den einfachen Menschen in Kosova zu denken geben. Das gegebene neokoloniale UNMIK Regime in Kosova, propagiert und praktiziert die politische Praxis des Neoliberalismus. Dabei wird das Volk in Kosova immer ärmer. Dennoch wird so getan als ob die modernste Sache der Welt, die private Verschleuderung des nationalen Reichtums einer Nation ist. Gierig starren kapitalistische Konzerne auf den Rohstoffreichtum Kosovas. Die Privatisierung wird als modernes Wundermittel angepriesen.

deutsch-albanisch gjermanisht-shqip In Kosova kam es am späten Montagabend dem 25 September in Mitrovica kurz nach Öffnung der Brücke über den Fluss Ibar wieder zu Unruhen. Laut Augenzeugenberichten entwickelte sich an der Brücke, die den serbischen Norden vom albanischen Südteil trennt, eine Massenschlägerei, nachdem etwa 15 junge Albaner in den Nordteil gekommen waren. Es kam zu keinen schweren Verletzungen.

Die soziale Lage in Kosova ist katastrophal. Auch die medizinische Versorgung der Bevölkerung ist nur begrenzt möglich. Den Krankenhäusern mangelt es an den medizinisch- technischen Einrichtungen, um notwendige Operationen durchzuführen. Behandlungen und Operationen in deutschen Kliniken sind mit hohen Kosten und vielen bürokratischen Hürden verbunden.