Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
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24.06.2019
Vor acht Jahren fielen Fehmi und Xhevë Lladrovci im Kampf gegen die serbischen Truppen in Kosova. Jedes Jahr wird dem Ehepaar Lladrovci in unzähligen Erinnerungsveranstaltungen gedacht. Fehmi Ladrovci gab als erster UCK-Kommandant dem britischen Fernsehsender BBC im März 1998 ein Interview, in dem Gespräch stellte Fehmi Ladrovci klar, dass sich der Kampf nicht gegen die serbische Bevölkerung, sondern gegen den serbischen Nationalismus richtet. Fehmi und seine Frau Xhevë Ladrovci starben am 22. September 1998 im Kampf.

deutsch-albanisch gjermanisht-shqip Auf dem Weg zu einem Dorf in der Nähe von Peje, wurde am 19 September ein vierzehnjähriges albanisches Mädchen von einem Fahrzeug des spanischen Kontingentes der KFOR angefahren. Kurz danach verstarb das Mädchen. Zu dem „ Unfall“ erklärte Polizeisprecher Zeqir Kelmendi: „ Wir haben mit einer Untersuchung begonnen“.

Der angeblich „antiislamische“ Vortrag des Papstes anläßlich seines Besuches in Bayern führte in vielen islamischen Ländern zu wilden Protesten. Die Redaktion von Kosova-Aktuell hat keinerlei Interesse sich an der Auseinandersetzung zu beteiligen. Wir stellen jedoch erfreut fest, dass in Kosova kein Religionskampf ausgebrochen ist. In der Tat, „die Religion des Albaners ist das Albanertum“ wie die „Liga von Prizren“ zurecht festhielt. Damit wurde 1878 kein stumpfsinniger Nationalismus begründet, sondern nur der Tatsache Rechnung getragen, dass die religöse Spaltung der Albaner von verschiedenen Mächten für ihre Interessen mißbraucht werden könnte.

deutsch-albanisch gjermanisht-shqip Die Leitung der LPK ( Volksbewegung Kosovas) gab am 15 September folgende Erklärung gegenüber der Öffentlichkeit ab: "Der Beschluss des serbischen Parlaments die Zugehörigkeit Kosovas zu Serbien in die Verfassung zu schreiben ist ein Aggressionsakt gegen Kosova.

Die Rede von Papst Bendikt XVI. an der Universität Regensburg hat in vielen muslimischen Ländern heftige Reaktionen ausgelöst. Sie wurde jedenfalls breit und fast durchgängig negativ rezipiert. In der Türkei wurde die Forderung nach Abbruch der diplomatischen Beziehungen zum Vatikan erhoben. Die Menschen in Kosova sollten sich jedoch nicht von religiösen Fanatikern in den Konflikt hineinziehen lassen.

Vor einigen Wochen ging die Kriegsdrohung des serbischen Faschisten Nikolic ( Chef der Serbischen Radikalen Partei) gegen Kosova durch die Weltpresse. Nikolic drohte eine „Unabhängigkeit Kosovas mit „militärischen Mitteln“ zu beantworten. Der serbische Ministerpräsident Kostunica hat sich bis heute nicht von Nikolic distanziert. Im Gegenteil der Chauvinist Kostunica hat das selbe Programm wie der Führer der faschistischen SRS.

Ständig wird für Kosova als ökonomisches Wundermittel die vollständige Privatisierung der Ökonomie angepriesen. Angeblich könne nur der „ freie Markt“ den Menschen eine Perspektive bieten. Die Prinzipien des sogenannten Neoliberalismus oder der ordinäre Kapitalismus sollen in Kosova umgesetzt werden. Auf diesen Seiten wurde des öfteren betont, dass die „ Heilslehre“ des Neoliberalismus den Menschen in Kosova, wie in der ganzen Welt, nichts außer weiterer sozialer Verelendung bringen wird.

Die LPV ( Bewegung für Selbstbestimmung) lehnt die „Verhandlungen“ in Wien, über den Status Kosovas ab. Ihre zentrale Parole ist, „ Keine Verhandlungen-Selbstbestimmung“. Gefordert wird ein Referendum indem die Bevölkerung selbst über ihre staatliche Zukunft entscheiden kann. Gegenüber der UNMIK hat die LPV eine ablehnende Haltung. Dabei stützt sich die LPV auf die breiten Massen in Kosova.

Die albanische Tageszeitung Koha Ditore gab ihrem Leitartikel vom 9. September die Zwischenüberschrift: „ Die Verhandlungen in Wien brachten keine Resultate“. Damit wurde der Nagel nur bedingt auf den Kopf getroffen. Die serbische Delegation trat hart und aggressiv auf . Der Wiener Standard bemerkte dazu: „In der zentralen Frage des künftigen völkerrechtlichen Status des Kosovo beharrt Pristina auf der Unabhängigkeit; Belgrad lehnt dies ab und will eine weit reichende Autonomie innerhalb Serbiens gewähren.

Die „ Verhandlungen“ in Wien zu den -technischen Fragen- der „Dezentralisierung Kosovas“ endeten am 7. September ergebnislos. Der serbischen Delegation gingen die Vorschläge des österreichischen Adeligen Albert Rohan, nicht weit genug. Belgrad wünscht eine direkte UNTERSTELLUNG der ethnisch rein serbischen Gemeinden in Kosova unter die serbische Staatlichkeit.

LPK- Kosova wird in Wien geteilt- Fatmir Sejdiu soll Vorsitzender der LDK werden.  Am 1. September befasste sich das Leitungsgremium der LPK ( Volksbewegung Kosovas) mit der aktuellen politischen Situation.Der Vorsitzende der LPK, erklärte zu den “Verhandlungen in Wien”: “ Die Situation Kosovas hat sich dadurch nicht verbessert, die Leiter der albanischen Delegation verkünden zwar mit dem Mund erfolgreich zu sein, aber das entspricht nicht den Tatsachen.”