Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
12:48
24.06.2019
Im Jahr 1994 wurde der Sozialdemokrat Martti Oiva Ahtisaari zum Präsidenten Finnlands gewählt. Dieses Amt hatte Herr Ahtisaari, bis ins Jahr 2000 inne. Gegenwärtig bekleidet Ahtisaari, den Posten des UN-Chefunterhändlers, anläßlich der „Kosovo Statusverhandlungen“. Ständig spricht der finnländische Politiker von einem „ Kompromiß“ für die Region“. Selbstverständlich schließt der „ Kompromiß“ die Unabhängigkeit Kosovas aus.

Wolfgang Petritsch war Chefverhandler der Gespräche von Rambouillet – die 1999 zur NATO-Intervention am Balkan führten – und Hoher Repräsentant der internationalen Gemeinschaft in Bosnien-Herzegowina von 1999 bis 20002. Heute arbeitet er als österreichischer UN-Botschafter in Genf. Georg Hoffmann-Ostenhof vom Nachrichtenmagazin „Profil“ bezeichnete den gebürtigen Kärntner einmal als den „seit Bruno Kreisky profiliertesten Außenpolitiker made in Austria“.

Mehrere Pensionisten protestierten am Sonntag den 3. August vor dem Rathaus in Gjakova, gegen ihre minimalen Renten. Der Rentner Kujtim Kulledra, erklärte gegenüber der Presse: „ Nach vierzig Jahren Arbeit als Ingenieur erhalte ich 40 Euro Rente im Monat.“ Dieser Rentenhöchstbetrag verurteilt die Pensionisten zu einem Leben in nackter Armut.

Am 1. September gab es in Mitrovica einen falschen Bombenalarm. Ein anonymer Anrufer kündigte die Explosion einer Bombe im kommunalen Gerichtsgebäude an. Nach Angaben von Lary Miller, ( internationaler Polizeisprecher) konnte jedoch die Polizei nach mehrstündiger Durchsuchung des Gerichtsgebäudes keinen Sprengsatz entdecken. Die Bombendrohung wird als weiteres Indiz für die zunehmenden Spannungen in der Stadt Mitrovica gewertet, Das Gericht gilt offiziell als Einrichtung, in der Albaner und Serben zusammen arbeiten.


Alle wichtigen Positionen in Kosova sind ab heute mit Deutschen besetzt. General Roland Kather übernimmt das Kommando über die 18.000 Mann starken Truppe Kfor. Zu den rund 2300 deutschen Soldatinnen und Soldaten im Süden Kosovas sind in den letzten Wochen noch einige hundert Reservekräfte gekommen, die im Norden des Kosovas stationiert sind.

Die Ärzte in Kosova haben 553 Fälle von der Meningitis registriert, seit die Epidemie am 1. Juli festgestellt wurde . Das „ Gesundheitsinstitut“ in Prishtina erklärte am 30 August, dass 123 neue Fälle von Meningitis Erkrankungen in der letzten Woche erkannt wurden. Damit erhöhte sich die Zahl der Betroffenen auf insgesamt 553 Personen. Von der Krankheit sind hauptsächlich Kinder und ältere Menschen betroffen.

Die Führer der Serben-Gemeinschaft der geteilten Stadt Mitrovica in Nordkosova haben die UNO-Mission (UNMIK) in der Provinz aufgefordert, die Brücke über den Fluss Iber, die den albanisch bewohnten Südteil vom serbischen Nordteil der Stadt trennt, bis zum Abschluss der Verhandlungen über den künftigen Status des „Kosovo“ nicht für den Verkehr zu öffnen.

Der Menschenrechtsverein KMDLNJ erklärte nach den polizeilichen Übergriffen und Verhaftungen vom 23. August gegen Aktivisten der LPV: „In Kosova werden Menschen aus politischen Gründen verfolgt und verhaftet.“ Bekanntlich schlug die Polizei SHPK am 23. August brutal auf Aktivisten der LPV ein. Sie hatten gegen den Besuch des UN-Chefvermittlers Ahtisaari in Prishtina protestiert.

Mehrere Personen sind am Samstagabend in Mitrovica, der geteilten Stadt in Nordkosova, durch eine Granatenexplosion verletzt worden. Nach Angaben serbischer staatlicher Medien ist die Bombe vor einem Cafe im Nordteil der Stadt Mitrovica unweit des Flusses Ibar explodiert. Angeblich soll die Bombe von einem minderjährigen Mann aus dem Südteil der Stadt geworfen worden sein.

Am 1.September wird der deutsche Diplomat Joachim Rücker Chef der UN-Mission im Kosovo (Unmik). Er ist nach Michael Steiner der zweite deutsche und sechster Unmik-Chef in sieben Jahren. Die Inthronisierung von Joachim Rücker wird in der internationalen Diplomatie als wichtige Entscheidung in der „finalen Phase der „ Statusgespräche“ gewertet. Eine Woche vor seinem Amtsantritt gab Joachim Rücker am 24. August der „Deutschen Welle“ ein Interview. Das Gespräch verdient es mit kritischen Anmerkungen versehen zu werden.

 

Der „Chefvermittler“ für die sogenannten „Statusverhandlungen“ der Finne Ahtisaari, weilt derzeit in Kosova. Bei den Gesprächen mit kosovarischen Politikern drohte der UN-Beauftragte: „ Sie müssen innerhalb von drei Tagen ihre Haltung ändern, ihre Kompromißbereitschaft geht nicht weit genug.“ Der UN Beauftragte will noch mehr ethnisch rein serbische Enklaven, unter dem direkten Kommando von Belgrad durchsetzen. Bisher stehen die Gemeinden Zubin, Potoku, Leposaviqi, Zveçani, Shtërpca, Novo Bërda unter völliger serbischer Kontrolle.