Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
15:43
25.04.2019
Die Redaktion von Kosova Aktuell setzt sich für das Selbstbestimmungsrecht Kosovas ein. Dabei hegen wir keinerlei chauvinistische Gefühle gegen einfache serbische Menschen. Im Gegenteil, nur die Unabhängigkeit Kosovas schafft die Voraussetzung dafür, dass die Arbeiter und die Jugend in Kosova neuerlich soziale Kämpfe initiieren und der nationale Gegensatz verschwindet. Die Rekonstruktion der Arbeiterbewegung ist in allen Teilen des Balkans eine absolute Notwendigkeit. Aus diesem Grund dokumentieren wir einen Bericht der „ASI“ aus Belgrad. Diese Gewerkschaftsorganisation steht auf dem Boden des „Anarcho-Syndikalismus“ und hat mit dem serbischen bürgerlichem Nationalismus nichts gemein.

Das Leitungsmitglied der „Internationalen Krisengruppe (ICG) James Lyon erklärte anläßlich eines Forums in Washington am 25 Juni: „ Belgrad hat Kosova praktisch geteilt“. Lyon machte in seinen Ausführungen deutlich wie die serbische Regierung „entschlossen“, die von der serbischen Minderheit bewohnten Gebiete verwaltet. Dabei werden die serbischen Gemeinden mit „materieller Hilfe“ ausgestattet.

Die Redaktion von Kosova-Aktuell hat sich entschlossen Dokumente der LPV einem breiteren Publikum auch in Deutschland zugänglich zu machen. Regelmäßig berichten wir über Aktivitäten der LPV in Kosova. Die LPV (Bewegung für Selbstbestimmung) bekämpft jede Art von nationaler Unterdrückung und sozialer Ungerechtigkeit. Gegenwärtig ist die LPV einer harten Repressionswelle durch die UNMIK ausgesetzt. Die LPV lehnt die UNMIK Kolonialherrschaft ebenso ab, wie den serbischen Nationalismus. Sie besteht auf dem „Recht auf NATIONALE SELBSTBESTIMMUNG“.

Albanien gilt als das einzige Land in Europa indem es nach der nazistischen Besatzung mehr Juden gab als vorher. Zu den Hintergründen dieser einmaligen Entwicklung publizieren wir einen Artikel von Herrn Albert Ramaj. Der Artikel von Albert Ramaj, der auch die etwas andere Entwicklung in Kosova nicht verschweigt, erschien mit ähnlichem Inhalt bereits Ende Mai in albanischer Sprache in der Tageszeitung Koha Ditore.

 

 

Der Herr über Kosovas Wirtschaft ist die „Kosova-Treuhandagentur“ unter Leitung des deutschen Diplomaten Joachim Rücker. Einst wurden die albanischen Arbeiter durch das serbische chauvinistische Regime von ihren Arbeitsplätzen verjagt. Die Wirtschaft Kosovas wurde in den Dienst der sich entwickelnden nationalen serbischen Bourgeoisie unter Milosevic gestellt. Seit der Existenz der UNMIK Kolonialherrschaft in Kosova ist die Ökonomie des Landes in das Visier großer imperialer Mächte und Konzerne geraten.

Der österreichische Schriftsteller Peter Handke sollte in Düsseldorf den „Heinrich-Heine Preis“ erhalten. Die Posse hat sich mittlerweile erledigt. Herr Handke verzichtete von sich aus auf die Preisverleihung. Der selbsternannte „Anwalt Serbiens“ Peter Handke war ein erklärter Anhänger der Politik des serbischen Chauvinisten Milosevic. Gegen die Preisverleihung an Handke wannten sich auch einige serbische Schriftsteller. Ihre Artikel verdienen es auch dem deutschsprachigem Massenpublikum zugänglich gemacht zu werden. Sie unterscheiden sich wohltuend von der Haltung serbischer Faschisten und von der Haltung bundesdeutscher „linksliberaler Literaturästheten“

Herr Petersen „versteht“ laut Presseberichten die Demonstranten und Demonstrantinnen, die gegen die UNMIK-Kolonialmacht auftreten „nicht“. Damit bietet der UNMIK Protektoratsleiter in Kosova nichts historisch neues. Die Geschichte der Kolonialmächte zeigt, dass sie für Proteste gegen ihr Diktat keinerlei Verständnis aufbrachten. Der englische Imperialismus, der russische Zarismus, der französische Kolonialismus und sogar der deutsche Faschismus betrachteten ihre Ignoranz und Barbarei gegen die von ihnen unterdrückten Völker als „zivilisatorische Mission“. Auf unterschiedliche Art und Weise wandten sie stets Gewalt- gegen Protest und Widerstand an.

Die LPV führt am Donnerstag den 8. Juni eine große Demonstration gegen die kolonialistische Herrschaft der UNMIK in Prishtina durch. Immer mehr bundesdeutsche und internationale Medien werden auf die LPV mit dem charismatischen Albin Kurti an der Spitze aufmerksam. Grundsätzlich fordert die LPV (Bewegung für Selbstbestimmung) das Recht für die Bevölkerung Kosovas über ihre staatliche Zukunft mittels eines Referendums selbst zu entscheiden. Bei der Organisation handelt es sich um eine bürgerlich-demokratische Massenbewegung, die jede Form imperialer Fremdbestimmung über Kosova ablehnt.

Max Brym, Mitherausgeber der Website www.kosova-aktuell.de sowie WASG- und SAV-Mitglied, wird von der serbischen Regierungsvertreterin Mira Beham mit einer Klagewelle überzogen. Stein des Anstosses ist ein Artikel, in dem Frau Beham als „Chauvinistin“ bezeichnet wurde.

DasRecht Kosovas auf Unabhängigkeit und Selbstbestimmung beruht auf derDemokratie und der Achtung der Menschenrechte und darauf, dass es eineZumutung wäre, wenn nach allen den vorangegangenen schwerstenVerbrechen, die unter Milosevic verübt wurden, Kosova in Serbienverblieben müsste. Daraus resultiert, dass es sich bei derUnterstützung der künftigen Unabhängigkeit nicht um eine rechtslastige,sondern um demokratische Forderung handelt, auch wenn Elsässer und Co.das anders sehen möchten.

Die Aussagen von Emrush Xemaijli, die Kastriot Zeka auf Deutsch übersetzt auf der Homepage eingestellt hat, betreffs der Unabhängigkeit von Kosova und Montenegro kann ich unterschreiben.

Bestimmte deutsche „Linke“ negieren seit Jahren das Selbstbestimmungsrecht Kosovas. Ihre Argumentationskette trieb sie zur selben Haltung, wie sie der Chauvinist und Pseudosozialist Milisevic an den Tag legte. Statt sich mit der realen Unterdrückung der Menschen in Kosova zu beschäftigen, sahen sie in Milosevic den „ Kämpfer gegen den Imperialismus“. Die von den serbischen Milizen in Kosova verübten Morde ignorierten sie einfach. Die Ablehnung des „Selbstbestimmungsrechtes“ Kosovas führt sie heute an die Seite bestimmter imperialer Mächte, die dem Volk in Kosova ein Referendum über seine staatliche Zukunft verweigern.