Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
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25.04.2019

Die Republik Mazedonien hat Importbeschränkungen für kosovarische Waren verhängt. Als Ausgangspunkt des Handelsstreits gelten die Mengenbeschränkungen Mazedoniens für Weizen und Mehl aus Kosova und anderen Nachbarstaaten - „zum Schutz der eigenen Produktion.“ Die kosovarische Regierung führte dann einen Importstopp für alle Waren aus Mazedonien ein. Kurze

Zeit später verhängte Mazedonien eine Gebühr von 2 Euro für jeden kosovarischen Bürger, welcher die Grenze zu Mazedonien überquert. Für Autos gilt eine zusätzliche Gebühr von 5 Euro, für Busse und Lastwagen eine Gebühr von 10 Euro. Dies ist ein völlig inakzeptables Verhalten indem es auf nationalistische Art und Weise die Reisefreiheit einschränkt. Rund ein Drittel der Bevölkerung Mazedoniens sind Albaner. Natürlich erhalten sie Besuche von ihren Verwandten aus Kosova. Zudem befinden sich viele Albaner aus Kosova zur Behandlung in mazedonischen Kliniken. Die Handelsbilanz zwischen Kosova und Mazedonien ist für Mazedonien sehr positiv. Eigentlich gibt es für Mazedonien keinen relevanten Grund, am positiven Handel mit Kosova etwas zu ändern. Aber die innere Krise in Mazedonien mit steigender Inflation, steigender Arbeitslosigkeit und zunehmender Verarmung lässt die mazedonische Regierung auf die nationalistische antialbanische Karte setzen. Dies ist ein gefährliches Spiel mit dem Feuer. Umgekehrt stabilisiert Mazedonien die angeschlagene Regierung Thaci in Prishtina. Die kosovarische Regierung gibt sich patriotisch und lenkt damit von der katastrophalen Situation in Kosova ab.