Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
11:05
25.08.2019

„Wir wollen keinen Krieg wie Nikolic“ +++ Serbische Stimmen aus Kosova +++ Kostunica distanziert sich nicht von Nikolic

Die Drohung des serbischen Faschistenbosses Nikolic, Kosova im Falle der Unabhängigkeit mit Krieg zu überziehen, stößt bei vielen einfachen serbischen Menschen in Kosova auf Empörung. Der 24-jährige Milosh Denic aus Gracanice erklärte: „ Ich habe nichts mit Nikolic gemein. Ich will ein gutes Leben und Arbeit. Wenn meine sozialen Probleme gelöst werden, kann ich auch an der Unabhängigkeit Kosovas nichts negatives finden.

Niemand von uns will Krieg.“ Ein anderer 50-jähriger Serbe sagte der Zeitung Koha Ditore: „ Nur auf friedlichem Weg sind unsere Probleme zu lösen, wir brauchen mit unseren Nachbarn vor Ort Gespräche und Vereinbahrungen. Krieg und Gewalt führen zu nichts“. Ein 20-jähriger Serbe meinte,“dass Krieg nur zu neuem Leid führt“ und „wir müssen aus der gegenseitigen Bedrohung herauskommen.“ Diese serbischen Stimmen aus Kosova sind ehrlich und ermutigend. Das Land kann nur eine Zukunft haben, wenn die Menschen in Kosova ihr nationales Selbstbestimmungsrecht auf demokratischer Basis wahrnehmen können. Selbstverständlich müssen in einem souveränen Kosova, die Minderheiten frei von Diskriminierung, mit allen Rechten leben können. Das ist im Interesse aller Menschen in Kosova, aber auch im Interesse der normalen Menschen in Serbien. Der „Amselfeld- Mythos“ ( Kosovo-Legende) hindert die Menschen in Serbien aktiv gegen ihre eigene Diebesbande und die rapide Verschlechterung ihres Lebensstandards anzugehen. Aber das Problem ist nicht nur der Führer der SRS, in Serbien sondern auch der „gemäßigte“ chauvinistische Flügel um Premier Kostunica.

Kostunica distanziert sich nicht von Nikolic

Kostunica wollte die neuerliche Androhung von Ultranationalistenführer Tomislav Nikolic, wonach man den Kosovo im Extremfall mit Waffen verteidigen würde, nicht kommentieren. „Im Falle einer Unabhängigkeit der UNO-verwalteten Provinz werde Serbien feststellen, dass der Kosovo ein Bestandteil Serbiens sei. Dies ist keine leere Rhetorik, sondern eine verfassungsrechtliche Formulierung", präzisierte Kostunica. Auch habe Serbien bisher von den "Argumenten des Rechtes" und nicht der Gewalt Gebrauch gemacht und werde dies auch künftig tun, hob er hervor. (APA)“ Die Pressemeldung aus dem Wiener Standard zur Haltung Kostunicas, vom 31. Juli spricht Bände. Der serbische Chauvinismus existiert in vielen Facetten er schadet dem serbischen Volk,dem albanischen Volk und dem Frieden.