Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
18:22
20.05.2019

Vollbild anzeigenMittlerweile sind drei Nummern der linken und progressiven Wochenzeitung Përballja in Kosova erschienen. Herausgegeben wird die Zeitung von der > Bewegung für Selbstbestimmung > ( VV). Der Redaktion gehören an: Aida Derguti, Arber Zaimi, Dardan Molliqaj und Glauk Konjufza. Die Zeitung benennt vor allem die schreiende soziale Ungerechtigkeit in Kosova, sie wendet

sich gegen die Privatisierungswelle im Land benennt aber auch internationale Fragen. In der mir vorliegenden Nummer 3 der Zeitung wrird neben Berichten und Kommentaren auch das Stilmittel der Reportage angewandt. Auf Seite 8 und 9 der Zeitung wird mit Fotografien unterlegt das Leben der armen Menschen und der Lebensstil in den internationalen Niederlassungen verglichen. Auf Seite 2 findet sich ein Bericht über die Privatisierung der PTK ( Post und Telekommunikation). Der Autor schreibt:  “Gegenwuertig gibt es zwei Bieter für die Privatisierung. Dies ist das deutsch – englische Konsortium > Axon <- und die libanesische Firma > M1< “. Dem Artikel kann man entnehmen, dass die PTK im Schnitt pro Jahr 60 Millionen an den Staatshaushalt an Gewinnen abführt. Dieses Geld würde nach der Privatisierung in die Hände des privaten Eigentümers fallen. Auf Seite 4 befindet sich ein Artikel ueber die nichtgehaltenen Versprechungen von Ministerpräsident Hashim Thaci. Selbstverständlich wird in der Zeitung auch gegen die so genannten Verhandlungen mit dem serbischen Staat polemisiert.Im internationalen Teil wird in einem sehr exakt regiertem Artikel, die rechte ungarische Regierung kritisiert. Dann die Entwicklung beim englischen Fussballclub Sunderland analysiert. Die Zeitung  Përballja schildert die Auseinandersetzung um den neuen Trainer Paolo Di Canjo. Dieser Trainer trat in seiner Zeit bei Lazio Rom als offener Faschist auf. Përballja solidarisiert sich mit den antifaschistischen Gegnern von Paolo Di Canjo.

 

Fazit

Die neue Wochenzeitung Përballja verkauft sich gut. Die Zeitung ist ein gelungenes linkes Produkt. Die Zeitung belegt, dass die > Bewegung für Selbstbestimmung > weiter nach links geht. Diese Linksentwicklung ist nicht zu verwechseln mit einer braven sozialdemokratischen Orientierung, oder gar einer Hinwendung zum Stalinismus. Nein das Gegenteil ist der Fall, die Zeitung versucht das Recht auf Selbstbestimmung mit der sozialen Gleichheit zu verbinden.

Nr 1 im Netz unter http://www.vetevendosje.org/repository/docs/perballja_1.pdf