Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
19:25
22.05.2019

Bild in Originalgröße anzeigen Gestern begann in Kosova die heiße Phase des Kommunalwahlkampfes. Jede Partei präsentierte ihr Programm und ihre Spitzenkandidaten. Besonders heiß scheint der Wahlkampf in Prishtina zu werden. Der neuerlich antretende Bürgermeister von Prishtina, Isa Mustafa, von der

LDK wird sich Umfragen zufolge ein Kopf an Kopf rennen mit dem Kandidaten von VV ( Bewegung für Selbstbestimmung) Sphend Ahmeti, liefern. Auf der Auftagtkundgebung von VV vor der Nationalbibliothek attackierte Ahmeti die Zustände in Prishtina scharf. Sphend Ahmeti führte aus, „ dass es von der Kapazität her, 300 Liter Wasser für jeden Bürger pro Tag gibt“. Dennoch gibt es für viele Bürger oft stundenlang kein Wasser. In aller Regel wird das Wasser an Hotels, Bauunternehmen, Tankstellen und Autowaschanlagen verschenkt. Diese Kreise scheuen auch nicht davor zurück, Wasser direkt zu stehlen. Ahmeti forderte Wasser für jeden Einwohner Prishtinas, „denn die Kapazität dafür ist vorhanden“. Ahmeti prangertee auch die Verschleuderung von Millionen Euro für die Gestaltung der Innenstadt von Prishtina an, „während für notwendige Infrastrukturmasnahmen in der Stadt kein Geld vorhanden ist“. VV will die wilde unkontrollierte private Bautätigkeit in Prishtina beenden. Gefordert werden Standards für Neubauten und ein öffentliches Wohnungsbauprogramm. In Prishtina gibt es fast keine öffentlichen Kindergärten und Kinderhorte. Statt privater Kindereinrichtungen fordert VV kostenlose öffentliche Kindergärten. Ebenso propagiert VV ein kostenloses Gesundheitswesen, sowie die Errichtung kostenloser Gesundheitszenen in Prishtina. VV fordert die Rücknahme der Privatisierung der öffentlichen Buslinien. VV legte einen Verkehrplan vor, mit regelmäßigen und ausreichenden Buslinien in öffentlicher Hand . Kritisiert wird auch die Ausbeutung der Busfahren in den privaten Buslinien. Ein Busfahrer erhält maximal 140 Euro pro Monat. Der Verkehrsplan von VV will die Preise für den öffentlichen Busverkehr senken und für bestimmte Gruppen- wie Rentner, Invaliden, Schüler und Arme- den öffentlichen Verkehrssektor kostenlos gestalten. Grundsätzlich will VV das Verkehrschaos in Prishtina beseitigen. Finanziert werden soll das Programm durch ein Ende der Verschwendungssucht in der politischen Elite der Stadt. Transparenz statt Korruption und Diebstahl. Zusätzlich soll eine progressive Besteuerung auf die Einkommen und Vermögen in der Stadt einsetzen. In Prishtina wird fast keine Gewerbesteuer von gut verdienenden Unternehmen entrichtet. Arme sollen entlastet und Reiche durch kommunale Steuern zur Kasse gebeten werden.