Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
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24.03.2019
Newsletter der LPV ( Bewegung für Selbstbestimmung) NR-53-DIESE WOCHE: - Klischees dekonstruieren: Kosova ist de facto unabhängig - Biografie von Mon Balaj -Klischees dekonstruieren: Kosova ist de facto unabhängig- Diese Behauptung wurde von Ibrahim Rugova in die Welt gesetzt. Ziel war es, dies zum zentralen Diskurs jeglicher albanischer Politik in Kosova zu transformieren. Die de facto Unabhängigkeit in Kosvoa, ist eine Illusion. Ein unabhängiger Staat wird nicht von einem anderen Staat oder von überstaatlichen Missionen geleitet.

Er wird von Institutionen geleitet, die auf dem politischen Willen des Volkes, welchem sie dienen, basieren; die vom Volk gewählt wurden um daran zu arbeiten diesen Willen zu realisieren und im Interesse des Volkes handeln. Kosova wird von der UNMIK geleitet. Die juristische Grundlage auf der die Institutionen der provisorischen Selbstverwaltung (PISG) gegründet wurden, ist die UNMIK Regulation 2001/9, der Verfassungsrahmen, und nicht die Verfassung des Landes, die das juristisch höchste Organ im Land sowie den öffentlichen Vertrag zwischen Regierung und Volk darstellt. Der Verfassungsrahmen ist kein Vertrag zwischen Regierung und Volk, da das Volk sich nicht dafür entschieden hat. Es ist ein Vertrag zwischen PISG und der UNMIK. Die UNMIK stellt die Regierung dar, während die PISG das Volk ersetzt. Die Ratsversammlung Kosovas debattiert und bewilligt später Gesetzte für Kosova. Diese Gesetzte müssen zwangsläufig die UNMIK durchlaufen, wo sie ihre Annehmbarkeit vor der wahren Regierung beweisen müssen. Nur wenn sie diesen Test bestehen, werden sie zu Regelungen transformiert und gewinnen somit ihre juristische Allmacht. Die Regierung Kosovas sollte ein Zweig der vollziehenden Regierung sein. Dennoch, kontrolliert sie keinen einzigen Aspekt des Lebens der Bürger Kosovas, obwohl sie etliche Minister mit bekannten Namen miteinbezieht. Die Regierung Kosovas kontrolliert nicht das Budget Kosovas. Das Budget zusammen mit der Fiskalpolitik , müssen von dem Finanzwirtschaftsrat anerkannt werden um im Alltag zu gelten. Der Finanzwirtschaftsrat wird von der 4. Säule der UNMIK regiert. Schon wieder UNMIK! Die Polizei ist in den Händen der UNMIK, obwohl die Regierung eine Innenministerium hat. Das Justizwesen ist ebenfalls in den Händen der UNMIK, trotz der Gründung eines Justizministeriums. Die Privatisierung ist unter Kontrolle der KTA und nicht der Regierung. Die Mienen, die KEK werden ebenso von der KTA und nicht vom Energie-und Minenministerium kontrolliert. Die Resolution 1244 vom Sicherheitsrat der Vereinten Nationen ist sehr schädlich, unter anderem, in diesem Aspekt: Dem Volk Kosovas wird die Illusion von Freiheit und Unabhängigkeit suggeriert (da es die Souveränität Serbiens über Kosova suspendiert, folglich die serbischen Streitkräfte abziehen, und somit die klassische Unterdrückung aufhört). Während dessen lässt man Serbien jedoch die Tür zur Wiederaneignung Kosovas offen (durch die Bewahrung der nominalen Souveränität bleibt Serbien mächtig in Kosova). Dies hat auf der einen Seite dazu geführt, dass sich das Volk Kosovas beruhigt, indem man eine Freiheit lebt die keine ist, während es auf der anderen Seite Serbien wachsam und aktiv macht, in ihrem Kampf zur Wiedererweckung hegemonischer und territorialer Pläne für Kosova. Deshalb war der politische und diplomatische Anspruch Serbiens so schnell und so erfolgreich, während der Schlaf und die Erholung der Albaner so lange war, da Serbien innerhalb dieser sieben Jahre die Chance gesehen hat, Kosova in der Zukunft wieder einzunehmen, während einige Leute in Kosova dachten, sie hätten Kosova eingenommen. Das ist die Quelle dieser de facto Unabhängigkeit Kosovas, und dies ist der Schaden, den diese Art Denken verursacht.


Biografie von Mon Balaj


Am 10. August werden es 6 Monate seit dem Arben Xheladini und Mon Balaj von der rumänischen Spezialpolizei in Prishtina getötet wurden. Weder die, die getötet haben, noch die, die den Befehl ausgegeben haben, wurden vor Gericht gebracht. In Erinnerung an diese zwei jungen Männer, die ihr Leben in einer Demonstration für das Recht auf Selbstbestimmung gaben, veröffentlichten wir letzte Woche die Biografie von Arben Xheladini und diese Woche publizieren wir die Biografie von Mon Balaj. Mon Balaj wurde am 25. März 1980 in eine patriotische Familie geboren. Diese Familie hat ihre Söhne seit 1912, als die feindlichen Balkanstaaten begannen, die Böden Albaniens zu überqueren, für die Freiheit geopfert. Kadri und Abdullah waren zwei Männer aus dieser Familie, die sich den Truppen anschlossen um ihre Heimat und Freiheit zu verteidigen. Im Krieg gegen die bulgarische Invasion, welche bis nach Anamorava reichte, fielen sie mit Ehre auf dem Freiheitsaltar. Zu dieser Zeit ließ Kadri seine Frau, die später einen Sohn Namens Adem gebären sollte, schwanger und alleine zurück. Er hinterließ also einen Erben, der später eine große Familie in die Welt setzte, die stets ein Nest für Patriotismus sein sollte. Die Samen des Patriotismus wurden vom Großvater, Kadri, angepflanzt und blühten, wuchsen und wurde von dieser Familie gepflegt. Trotz des fortwährenden Druckes von Seiten des jugoslawischen Unterdrückers, beendete diese Familie zu keiner Zeit ihre patriotischen Unternehmungen. Der Onkel von Mon, Nexhmi, wurde zu 11 Jahren Gefängnis verurteilt, da er Demonstrationen organisierte. Ihr Zuhause wurde nicht nur zum Nest von Revolutionären dieser Zeit, es wurde auch Zielscheibe für Hausuntersuchungen und Verhaftungen. Sein anderer Onkel, Nebih, wurde in den 80-ern und 90- ern mehrmals verhaftet, isoliert und verfolgt. Als die Polizei ihn entdeckte, verpflichtete er sich aus Kosova zu fliehen um später als Soldat, in den Flammen des Krieges zurück zu kehren. Im März 1998 stellte er sich in den Reihen der UÇK in Drenicë auf. Sein Bruder, Fahri, der schon früh von der Schule vertrieben wurde, da er an den Demonstrationen von 1989 teilnahm und organisierte, wurde später ein aktives Mitglied dieser Bewegung. Er wurde, zusammen mit Agron Rrahmani, Teil der LKÇK. Später wurde er Soldat bei der UÇK und kämpfte an der Seite von Zahir Pajaziti. Obendrein wurde Mon s Liebe zu seiner Heimat von seiner Mutter, Hasime, und seinem Vater, Kadri, beeinflusst. Erzählungen historischer Ereignisse, die Geschichte seines Urgroßvaters, der heldenhafte Fall seines Onkels, Sami Rama Mitglied der LPRK, litt 1989 unter den Folterungen des Serbischen Geheimdienstes. Die Onkels Sejdi und Ali, beide von Beginn an Soldaten der Befreiungsarmee UÇK, all das beeinflusste den aufständischen Charakter von Mon. Mon beendete die Grund- sowie die Wirtschaftsschule in Besiana. Er war leidenschaftlicher Fußballspieler und spielte im Klub Besiana in Besian. Ruhig und freundlich unter seinen Freunden, bestimmt und sicher wenn es dies erforderte. Die Demonstrationen 97 und 98 fanden ihn bereit, er war dort. Der Krieg brauchte Unterstützung auch auf den Strassen Prishtinas. Die Jahre nach dem Krieg brachten ihn erneut auf die Strassen um gegen die Inhaftierung vieler UÇK-Kämpfer zu protestieren. Die Verhaftungen der Freiheitskämpfer, verdeutlichten seinen Eindruck von dem aktuellen Regime der UNMIK, während der Lauf der sogenannten Kompromisse diesen Eindruck verstärkten. Er war auch in Merdar anwesend, um die Einreise Kushtonica s mit seinem Körper zu verhindern. Wo auch immer sich eine Stimme erhob, war er dort. Auch am 10. Februar war er anwesend. Der vom Urgroßvater begonnene Weg musste weitergegangen werden. Er wollte den Plan Ahtisaaris vernichten, da dieser der Freiheit die Luft nimmt und unsere Zukunft gefährdet. Er sollte ein neues Kapitel in der Geschichte aufblättern. Er fiel zusammen mit Arben. Sie wurden zu Leuchtfeuern auf dem Weg in Richtung Freiheit, zusammen mit vielen anderen Leuchtfeuern in der ehrenhaften Geschichte unseres Volkes. Er war dort, wo viele Söhne und Töchter dieses Volkes in der Geschichte waren. Nun wird er ewig dort sein, wo tausende von nationalen Märtyrern sind. In unseren Herzen. Ehre dem Gefallenen!


Abraham Lincoln

„Doch in einem tiefen Sinn können wir diese Erde nicht segnen, und wir können sie nicht heiligen. Doch die tapferen Männer, Lebende und Tote, die hier kämpften, haben sie geweiht, weit mehr als unsere schwachen Kräfte es vermögen, so wie wir es auch nicht vermögen, ihren Ruhm zu schmälern. Die Welt wird niemals vergessen, was jene Männer hier vollbrachten. Uns, den Lebenden, ziemt es vielmehr, uns dem unvollendetem Werk zu weihen, das jene, die hier kämpften, so edelmütig voranbrachten. An uns ist es, uns der großen Aufgabe zu widmen, die noch vor uns liegt; mögen wir von diesen ehrwürdigen Toten lernen, uns mit noch grösserer Hingabe der Sache zu verschreiben, für die sie alles gegeben haben; mögen wir den hehren Vorsatz fassen, dass diese Toten nicht umsonst gestorben sein sollen; möge die Nation mit Gottes Hilfe eine Wiedergeburt der Freiheit erleben, auf dass die Herrschaft des Volkes durch das Volk und für das Volk nicht untergehe auf dieser Erde.“


Anmerkung: Der Text wurde zuerst unter http://www.vetevendosje.org/

veröffentlicht.