Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
17:25
18.07.2019
Belgrad (dpa) - Die gewalttätigen Ausschreitungen gegen zahlreiche Botschaften und ausländische Unternehmen in Serbien haben weltweit Kritik hervorgerufen. Demgegenüber spielte die Regierung in Belgrad die Ausschreitungen als "Zwischenfälle" und "isolierte Akte" herunter. © dpa Der Weltsicherheitsrat verurteilte die Verwüstungen an zahlreichen Botschaften "in schärfster Form". Bei den gewaltsamen Übergriffen in Belgrad am Donnerstagabend nach einer

Demonstration von rund 200.000 Menschen gegen die Unabhängigkeit des Kosovos war ein Mensch ums Leben gekommen, 130 wurden verletzt, wie die Polizei am Freitag berichtete. Ungeachtet der Ausschreitungen warb EU-Chefdiplomat Javier Solana für eine weitere Annäherung Serbiens an die Europäische Union. In der Stadt Kosovska Mitrovica im Norden des Kosovos kamen am Freitag erneut mehrere tausend Serben zu Protesten gegen die Unabhängigkeit des Kosovos zusammen. Zuvor hatte die von der NATO geführte Friedenstruppe KFOR die nahe gelegene Grenze zu Serbien gesperrt. Die Demonstration ging am Nachmittag ohne Zwischenfälle zu Ende.

Die Bundesregierung verurteilte die Angriffe auf die Botschaften in Belgrad. "Die Bestürmung einer Botschaft ist ein Vorgang, den Gastländer verhindern müssen", sagte Außenminister Frank-Walter Steinmeier am Freitag in Berlin. Die Bilder aus Belgrad seien "unerträglich". Nach erheblichem Sachschaden in der deutschen Botschaft und der Verletzung eines deutschen Sicherheitsbeamten wurde die serbische Geschäftsträgerin ins Auswärtige Amt bestellt, um gegen die Vorfälle zu protestieren.

Der Weltsicherheitsrat verurteilte die Verwüstungen an zahlreichen Botschaften "in schärfster Form". Bei den gewaltsamen Übergriffen in Belgrad am Donnerstagabend nach einer Demonstration von rund 200.000 Menschen gegen die Unabhängigkeit des Kosovos war ein Mensch ums Leben gekommen, 130 wurden verletzt, wie die Polizei am Freitag berichtete. Ungeachtet der Ausschreitungen warb EU-Chefdiplomat Javier Solana für eine weitere Annäherung Serbiens an die Europäische Union.