Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
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21.09.2019

Wir dokumentieren einen Brief der Gewerkschaft Unia aus der Schweiz gegen gegen unbegründet lange Wartezeiten und Schikanen an Grenzübergängen. Diese Schickanen werden hauptsächlich gegen Albaner aus Kosova angewendet. Dokumentation Brief- Corinne Schärer Mitglied Geschäftsleitung Leiterin Abt. Vertrags- und Interessengruppenpolitik Membre du Comité Directeur Responsable dép. politique conventionnelle et groupes

 

d'intérêt This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. www.unia.ch,

Sehr geehrte Exzellenzen

Herr Botschafter

Frau Botschafterin

Im Dezember 2008 wurde die Abschaffung der Visumspflicht für Drittstaatsangehörige (in der

Schweiz leben über 700'000 Nicht-EU-Bürger/innen), die dank, unter anderem, des aktiven

Engagements der Gewerkschaft Unia erreicht wurde. Einen wichtigen Teilerfolg hatte die

Gewerkschaft bereits im Sommer 2006 mit der Abschaffung der Transitvisumspflicht erreichen

können.

Dies brachte eine wichtige und seit langem erwartete Erleichterung der Lebenssituation der

Drittstaatsangehörigen mit sich: Sie konnten nun ohne die bisher üblichen, und völlig überflüssigen,

Visa-Schikanen den gesamten Schengenraum bereisen.

Die Gewerkschaft Unia ist mit über 200'000 Mitgliedern, darunter über 100'000 MigrantInnen, auch

die grösste Migrantenorganisation der Schweiz. Über 20'000 Mitglieder stammen aus

Südosteuropa, davon ist die Mehrheit albanischsprachig.

In den Sommerferien besuchen viele MigrantInnen ihre Heimatländer. Mehrere Hunderttausend

Arbeitnehmende mit ihren Familien, die in Westeuropa leben - einige Zehntausende in der

Schweiz - reisen in dieser Zeit nach Südosteuropa. Für diese Reisen in die Heimat benützen viele

Arbeitnehmende und ihre Familien, viele aus Kosovo und Mazedonien, Reisebusse. Sie berichten,

dass sie alle ausnahmslos während der Durchreise (Ein- und Ausreise) an den Grenzübergängen

der Nachfolgerstaaten des ehemaligen Jugoslawiens, von Slowenien bis zu Mazedonien, von der

Grenzwache angehalten, kokontrolliert und verbal belästigt werden, womit u. a. die Weiterreise Unbegründet lange Wartezeiten und Schikanen an Grenzübergängen

 

verzögert wird. Hingegen werden die Reisebusse mit BürgerInnen der EU-Staaten nicht einmal

angehalten.

Die Verzögerung bei der Rückreise in n die Schweiz schafft den Arbeitnehmenden, die aufgrund

dieser Verzögerungen sehr häufig mit Verspätung ihre Arbeit aufnehmen können, Probleme mit

ihren Arbeitgebern und für die SchülerInnen Probleme mit den Schulbehörden.

Die Beschwerden von Seiten unserer Mitglieder aus Südosteuropa über die unbegründeten langen

Wartezeiten und den Schikanen an den jeweiligen Grenzübergängen halten an. Um dieses

unrechtmässige und unnötige Übel schneller lösen zu können, müssen Reisende und

Reiseveranstalter oft zusätzliches Geld aufbringen.

Diese Menschen, die wertvolle Arbeit sowohl für ihr Gastgeberland wie auch für ihr Herkunftsland

leisten, verdienen keineswegs eine solche unfaire Behandlung.

Wir bitten Sie daher bei den zuständigen Behörden ihres Staates zu intervenieren, damit diese

diskriminierende Situation beseitigt werden kann.

Mit freundlichen Grüssen

Corinne Schärer

Mitglied der Geschäftsleitung Unia Osman Osmani Gewerkschaftssekretär Migration