Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
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21.09.2019

 Der ungarische Staat bereitet sich darauf vor unmittelbar 1.000 Albaner aus Kosova abzuschieben. Dies bestätigte ein Sprecher des ungarischen Innenministeriums in einem Interview mit dem kosovarischen Sender KTV. Die ersten abzuschiebenden tausend Asylbewerber und Emigranten sitzen bis dato in menschenunwürdigen Lagern fest und verfügen über keinerlei Bewegungsfreiheit. Mehr als 250 Albaner ihnen sind im Gefängnis in Abschiebehaft. Der ungarische Sprecher des Innenministeriums drohte in dem Gespräch sämtlichen Kosova Albanern „ schnelle Verhaftung und Abschiebungen“ an. Insgesamt wird offiziell 4.000 Albanern jegliches Bleiberecht oder Asylverfahren verweigert. Ungarn hat seine Grenzkontrollen extrem verschärft. In der ungarischen Presse findet eine wilde Hetze gegen die „ illegalen Albaner“ statt. Die extrem rechte Regierung Urban, welche die Presse des Landes kontrolliert, setzt verstärkt auf antialbanischen Rassismus, Hetze gegen Roma und häufige antisemitische Ausfälle. Die ungarische Regierung gibt an, dass sich knapp 5.000 Albaner illegal in Ungarn aufhalten. Die Linie der ungarischen Reaktionäre ist es „ alle Albaner dingfest zu machen und abzuschieben“. Kürzlich erklärte sich die Europaministerin Kosovas Vlora Citaku, mit den Maßnahmen Ungarns auf einer Konferenz einverstanden. Die Europaministerin forderte mit keinem Wort ein Bleiberecht für die Kosovaren in Ungarn ein. Damit macht sich die kosovarische Regierung zum Komplizen der ungarischen Rassisten. Auf der anderen Seite hat die kosovarische Regierung keinerlei Programm um Armut, Not und Arbeitslosigkeit in Kosova zu beseitigen.

Quelle http://www.koha.net/?page=1,13,152215