Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
20:06
20.08.2019
Liebe Freunde, ich bin sonst keiner, der die Mailkonten seiner Freunde mit Spendenaufrufen, Bitten und Rundrufen füllt, aber hier möchte ich eine Ausnahme machen. Zum einen sehe ich keinen anderen Weg. Die Familie Ibrahimi hat längere Zeit ineinem Dorf in Unterfranken gelebt. Von dort ist sie aber schon 2007abgeschoben worden in den Kosovo.

2008 unternahm sie einen zweiten Versuch,wieder nach Deutschland zu kommen, wurde aber in Ungarn aufgegriffen und hat
dort in einem Lager das Ergebnis ihres Aslantrags abgewartet. Der ist nun negativ ausgegangen und die Familie muss zurück in den Kosovo. In Ungarn gibt es keine Hilfen für Rückkehrer. In Unterfranken hätte man vor zwei Jahren noch einen Spendenaufruf machen können: wir standen in Kontakt mitehemaligen Lehrern der Kinder und einer Sozialarbeiterin, die große Stücke auf Flloza, die Mutter der Familie Ibrahimi hielt. Nun sind aber zwei Jahre ins Land gegangen, und auch von dort ist kaum Unterstützung zu erwarten. Der Flüchtlingsrat macht einen Spendenaufruf, aber das macht er ja dauernd, undso ist auch hier nicht zu erwarten, dass das erforderliche Geld zusammenkommt, um der Familie einen neuen Start im Kosovo zu ermöglichen.Deshalb möchte ich Euch bitten: helft mir, indem Ihr der Familie Ibrahimi
helft.

Ich fühle mich dieser Familie in besonderem Maße verpflichtet, und dies ist für mich der zweite Grund der eine Ausnahme begründet. 2007 habe ich die Familie im Kosovo besucht, kurz nach ihrer Abschiebung, wir haben einen Film über diese Familie gemacht, die schlimme Sachen erlebt hat und deren Kinder sichtbar gezeichnet waren von diesen Erfahrungen. Die Familie lebte im
Elend, wir haben sie begleitet, als sie auf der Müllkippe Wertstoffe gesammelt haben, um da vielleicht einen Euro pro Tag zu verdienen. Seitdem stand ich immer in Kontakt mit der Familie, habe sie 2008 ein zweites Mal besucht und sie in der gleichen misslichen Lage vorgefunden. So konnte iches gut verstehen, dass sie im Kosovo keine Zukunft sah, und sich wieder auf
den Weg machte. Auch in Ungarn hielten wir Kontakt, organisierten eine Anwältin und stehen noch immer in Kontakt mit einer Psychologin, die die
Kinder der Familie unterstützt. Nun muss die Familie Ungarn verlassen, um nicht abgeschoben zu werden, und der Kosovo ist die einzig verbleibende Möglichkeit. Dort werden sie erst mal
nichts haben, keine Wohnung, keinen Zugang zu Unterstützung, Schule, Arbeit. Wir wollen nun sehen, der Familie wenigstens einen Start zu ermöglichen, und gemeinsam mit einem Freund im Kosovo erreichen, dass die Kinder zur Schule gehen können und dass die Familie irgendwo unterkommt, vielleicht auch einen Job findet, um sich über Wasser zu halten. Doch das kostet natürlich Geld,und nur, wenn viele ein bisschen beisteuern, kann daraus mehr werden als ein
Tropfen auf den heißen Stein. Deshalb meine Bitte um Unterstützung. Ich weiß, dass Zahlreiche unter Euch schon ihre eigenen „Sozialprojekte“ habenund andere selbst sehen müssen, dass sie über die Runden kommen. Ich danke
allen schon für ihre Unterstützung und den guten Willen.

Beste Grüße,

Stephan

Aber hier noch mal die Bankverbindung:

Bayerischer Flüchtlingsrat

Stichwort: „Familie Ibrahimi“

Bank für Sozialwirtschaft

Blz 700 205 00

Kto 88 32 602



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Dr. Stephan Dünnwald

Investigador/Researcher