Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
17:16
18.07.2019
Die Weltwirtschaft erlebt einen immer dramatischeren Absturz. Besonders betroffen davon sind neben den kapitalistischen Metropolen die ärmeren Länder. Auch in Kosova sind die Auswirkungen bereits deutlich zu spüren. Offensichtlich wurden die Einnahmen der „ Privatisierungsagentur“ in Höhe von 400 Millionen auf dem internationalem Finanzmarkt verzockt. Es gibt auch die Befürchtung, dass Teile des Pensionsfonds Kosovas auf dem Weltmarktverschwunden sind. Zudem nehmen die heiß umworbenen internationalen Großinvestoren, die Wirtschaftskrise zum Anlass, um die Preise für Großprojekte wie die KEK und Trepca weiter zu drücken. Die Regierung Thaci hat darauf keinerlei Antwort. Statt die gesellschaftlich wichtigen Betriebe in der Hand des Volkes zu belassen fördert sie bedingungslos weitere Privatisierungen. Das Lob des freien Marktes ist nichts als unverschämte Verantwortungslosigkeit. Das Volk muss auf der anderen Seite seine Interessen in die eigenen Hände nehmen. Soziale Rechte und soziale Gerechtigkeit müssen erkämpft werden. Wer angesichts der Weltwirtschaftskrise weiter ein bedingungsloses Lob des Kapitalismus singt hat mit den Interessen des Volkes nichts gemein. Anbei ein Artikel von Reinhold Schramm zum Thema Krise. Wir beabsichtigen in der nächsten Zeit eine dringliche Diskussion auf Kosova- Aktuell über die wirtschaftlichen Perspektiven Kosovas zu eröffnen.



Dokumentation aus http://www.scharf-links.de/



Klassengesellschaft und Imperialismus: "Weltbank" erwartet dramatischen Absturz und wirtschaftliche Katastrophe.

 

Von Reinhold Schramm

Die reichen Klassengesellschaften und imperialistischen Metropolen bemühen sich um ihre fortgesetzte Sanierung auf Kosten der in Abhängigkeit und Unterentwicklung gehaltenen Regionen der Welt!
Die "Weltbank" berichtet, der Welthandel wird so stark einbrechen wie seit 80 Jahren nicht mehr und besonders die in sozialer, ökologischer und ökonomischer Armut gehaltenen Regionen und Staaten werden leiden.
Erstmals seit dem zweiten Weltkrieg werde das Wachstum der Weltwirtschaft zurückgehen und die globale kapitalistische Industrieproduktion könnte Mitte des Jahres 2009 um 15 Prozent schrumpfen. Der wahre Verlierer der imperialistischen Weltwirtschaftskrise steht schon fest und deshalb müssten die reichsten Klassengesellschaften unverzüglich handeln.

Laut 'Weltbank' werden die Wirtschaften in Ostasien am stärksten schrumpfen, wo es in den vergangenen Jahren ein stetiges Wachstum gab. Die 'Entwicklungsländer' würden am stärksten von der Krise getroffen. Die 'Weltbank' schätzt die finanziellen Ausfälle der 'Dritten Welt' im laufenden Jahr 2009 auf 270 bis 700 Milliarden. Bei diesen Größenordnungen seien die internationalen Finanzinstitutionen überfordert, warnte die 'Weltbank'.
Die ärmsten 'Entwicklungsländer' hätten keine Ressourcen, die sozialen Folgen der Krise abzufangen und ein Ansteigen der Armut zu verhindern. Der 'Weltbank-Präsident' Robert Zoellick sagte: "Wir müssen in Echtzeit auf eine zunehmende Krise reagieren, die die Menschen in den Entwicklungsländern trifft". - Und: "Die globale Krise verlangt globale Anstrengungen." Seine Warnung: "Wir brauchen Investitionen in Sicherheitsnetze, in die Infrastruktur sowie in kleine und mittlere Betriebe, damit Arbeitsplätze geschaffen und soziale und politische Unruhen verhindert werden."
Die 'Weltbank' rief zu einer Zusammenarbeit der Industriestaaten, Finanzinstitutionen und privaten Wirtschaft auf. Bei einem Krisentreffen der 'Finanzminister' und 'Zentralbankchefs' der 'G-20-Staaten' am nächsten Samstag will die 'Weltbank' ihre Krisen-Zahlen präsentieren.

Quelle: "AP, dpa, t-online.de" am 09. März 2009.
Internet: http://wirtschaft.t-online.de/c/18/04/00/50/18040050.html

Empfehlung:
IWF: "Finanzkrise erfasst die Entwicklungsländer" am 04.03.2009, bei "t-online.de": http://wirtschaft.t-online.de/c/17/90/95/94/17909594.html.
und
"Ungleichheit und Armut ist Regierungsauftrag und erwünscht!"
Internet: http://www.scharf-links.de/57.0.html?&tx_ttnews%5Btt_news%5D=2694&tx

_ttnews%5BbackPid%5D=7&cHash=99d0f21107