Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
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21.03.2019

Vollbild anzeigenVorgestern wurde gegen den Bürgermeister von Skenderaj, Sami Lushtaku und vier weitere Personen Anklage erhoben. Wegen „Kriegsverbrechen“ klagt die EULEX folgende Personen an: Sahit Jashari, Jahir Demaku, Zeqir Demaku, Sylejman Selimi und Hysni Thaçi letzterer ist ein enger Verwandter des Ministerpräsidenten . Die „Bewegung für Selbstbestimmung“ VV erklärte dazu: „ Die EULEX Mission ist undemokratisch, diese Mission ist

niemandem gegenüber rechenschaftspflichtig. Die EULEX Beamten sind gesetzlich immun.“ VV kritisierte die Verhaftungen. Auch die Redaktion von Kosova-Aktuell lehnt das EULEX Verfahren gegen die genannten Personen ab. Wir tuen dies ohne jegliche Sympathie für Lushtaku und Konsorten. Die Festnahme der genannten ist ein imperialer Akt durch eine Institution welche Kosova nicht anerkennt, die im Kolonialstil handelt. Hinter der Aktion verbirgt sich der Versuch den Kampf der UCK zu diskreditieren, sowie den serbischen Terror in Kosova reinzuwaschen. Zudem ist es ein deutlicher Fingerzeig an Hashim Thaci,-Kosova- weiter und tiefer ethnisch zu teilen. Die Anschuldigungen, sowie die jüngsten Verhaftungen von ehemaligen UCK-Mitgliedern wird nicht der letzte imperiale Akt der EULEX bleiben. Es gibt in Kosova keine unabhängige Justiz sondern nur eine koloniale Mission. Die EULEX toleriert sämtliche Verbrechen in Sachen Korruption und Privatisierung durch die Regierenden in Kosova. Auf der anderen Seite gibt es nur Anklagen gegen ehemalige UCK Mitglieder. Dadurch wird die serbische Regierung gestärkt und die Geschichte durch die EULEX umgeschrieben. Im Norden Kosovas werden die kriminellen serbischen Strukturen integriert. Es gibt keine Prozesse gegen serbische Faschisten. Dies obwohl in den Jahren 1998 und 1999 etwa 12.000 Albaner getötet wurden. Tausende von Frauen und Mädchen wurden durch serbische Tschetniks vergewaltigt. Knapp 120.000 Wohnungen wurden damals verbrannt All dies interessiert die Kolonialmächte nicht. Die EULEX arbeitet nach der Devise: Stabilität und freie Fahrt für Serbien.

Foto Sami Lushtaku