Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
18:51
20.05.2019

Vollbild anzeigen Gestern ratifizierte das Parlament Kosovas nach schweren Tumulten in und außerhalb des Parlaments, die Abmachungen mit Serbien. Die Ratifizierung teilt Kosova endgültig auf ethnischer Basis. Das Vertragswerk war von den USA und der EU gewünscht. Das Selbstbestimmungsrecht Kosovas wurde glatt ignoriert. Um letzteres durchzusetzen regierte vor dem Parlament der Polizeiknüppel. Es gab viele Verletzte und knapp 100 Aktivisten der „

Bewegung für Selbstbestimmung“ ( VETËVENDOSJE! ) wurden inhaftiert. Zuvor belagerten Aktivisten von VETËVENDOSJE!, die Zugänge zum Parlament. Die US- Amerikanische Botschafterinn die an der Parlamentssitzung teilnahm verurteilte den „ antidemokratischen Akt“ von VETËVENDOSJE .Mit keinem Wort ging die US Botschafterin darauf ein, was sie im Parlament Kosovas eigentlich zu suchen hatte. Ihre Stellungnahme belegt den kolonialen Status Kosovas. Normalerweise halten sich Botschafter in der Bewertung innerpolitischer Gruppen und Parteien in einem anderen Land zurück. Aber die Dame war nur zugegen, um Druck auf die Abgeordneten auszuüben. Dies wurde von einigen Abgeordneten auch eingestanden. Seit gestern gibt es eine wilde schon fast faschistische Hetze durch bestimmte Parteien gegen VETËVENDOSJE. Dabei wollte VETËVENDOSJE nur dem Druck von oben, den Druck von unten entgegensetzen. Massenproteste auch außerhalb des Parlaments sind ein elementarer demokratischer Akt. Die Unterdrückung dieser Proteste gegen den Vertrag mit Serbien war repressiv und reaktionär. Im Parlament kam es zu stundenlangen Tumulten, denn die parlamentarischen Handlanger Serbiens im Parlament wollten unbedingt die Order der EULEX der US- Botschaft und der Regierung befolgen. Erst gegen 15 Uhr fand die schandhafte Abstimmung statt. Zuvor drehte der Abgeordnete Liburn Aliu dem Parlamentspräsidenten das Mikrophon ab. Abgeordnete von VETËVENDOSJE zeigten Plakate auf denen die ethnische Teilung Kosovas dargestellt wurde. Zu den Ereignissen zitieren wir aus einer Presserklärung von Bojken Abazi

 

 

Bojken Abazi „Wir haben gewarnt“

 

Dokumentation Erklärung - gekürzt- von Bojken Abazi Koordinator des Sekretariats von VETËVENDOSJE!

VETËVENDOSJE! Hat schon lange davor gewarnt, dass es Demonstration gegen den Vertrag Thaci-Dacic geben würde . Wir wollten die Ratifizierung des Vertrages stoppen. Viele Bürger haben auf unseren Aufruf zur Demonstration positiv reagiert -------- Ab 9:00 Uhr morgens wurden die fünf Haupteingänge zum Parlament mit unseren Körpern blockiert. Diese Aktion war erfolgreich, bis es das brutale Eingreifen der Polizei gegen unsere Aktivisten gab. -------. Viele Mitglieder des Parlaments von Kosova erklärten mehrmals, dass Druck von "oben", ausgeübt wird um sie zu zwingen den Vertrag mit Serbien zu akzeptieren. -------- Heute haben wir ihnen allen einen Ausweg -gegen Druck von "oben" durch zivilen Widerstand von unten- angeboten. Wir entwickelten Druck in Richtung echte Demokratie. Unsere Aktion und Protest war demokratisch legitimierte Notwehr gegen die Vergewaltigung Kosovas. Wir verteidigten die Souveränität und territoriale Integrität Kosovas . Wir kämpfen für Demokratie und Gerechtigkeit. Allerdings beschlossen die meisten der Mitglieder des Parlaments nicht diesen Weg einzuschlagen. Die Herrschaften ratifizierten mehrheitlich den Vertrag mit Serbien. Damit machten sie sich zu gemein mit einer Regierung die nur Diebstahl, Korruption, Drohungen und Gewalt kennt. Unsere Demonstration kannte , keine Gewalt gegen die Menschen. Wir wollten nur die Zerstörung Kosovas stoppen. Nach den offiziellen Informationen, hat die Polizei 98 Demonstranten festgenommen. Darüber hinaus gibt es viele Verletzte. Es gibt Menschen mit gebrochenen Gliedmaßen.----- Der schlimmste Fall war als Polizisten auf einen am Boden liegenden Demonstranten eintraten. Die Person erlitt daraufhin einen Herzstillstand. Ich sage noch einmal , dass die Kosovo-Polizei nicht den Interessen des Landes und seiner Bürger diente.

Foto Bojken Abazi