Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
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22.05.2019

Bild in Originalgröße anzeigenGestern fand in einem eleganten Hotel in Prishtina eine Veranstaltung der " Kosovarischen Initative für Demokratie" ( KDI)  statt. Thema der Veranstaltung war der neoliberale Privatisierungsprozess in Kosova. Der Einladung folgte kein Vertreter der kosovarischen Regierung. Vertreter der Initative KDI prangerten

Korruption und Instransparenz in diesem Prozess an. Der Fraktionsvorsitzende der " Bewegung für Selbstbestimmung" ( VV)) Visar Yimeri stellte den Prozess grundsätzlich in Frage. Nach Yimeri darf es keine Privatisierung der wichtigen gesellschaftlichen Betriebe des Landes geben. Yimeri verwies darauf, dass dieser Prozess bis dato 76.000 Arbeitsplätze kostete. Der Vertreter der Privatisierungsagentur AKP Herr Jashari meinte:: " Dieser Prozess ist alternativlos." Er verwies dabei auf die Erfolge der deutschen " Treuhand" in Ostdeutschland. Offensichtlich ist dem Herrn entgangen wie Ostdeutschland durch die freie Konkurrenz und die Machenschaften der Treuhand deindustrialisiert wurde. Der Vertreter der EULEX ein holländischer Bürokrat verwies auf die Website der EULEX mit 500 Seiten. Er meinte auf diesen 500 Seiten ist der Privatisierungsprozess ausreichend dargestellt. Ein anwesender Professor sagte dazu: " Auf ihrer Website stehen nur Belanglosigkeiten, der Rest ist Propaganda.." Mehrere Arbeiter aus Ferizaj stellten die Zerstörung ihrer Betriebe dar und schilderten, dass die entlassenen Arbeiter bis heute auf ihre Entschädigung warten. Andere Arbeiter meinten, es " existieren keinerlei Arbeiterrechte in den privatisierten Betrieben". Ein älterer Arbeiter diskutierte nicht mit dem Vertreter der AKP sondern meinte: "Wir brauchen richtige Gewerkschaften, keine Gewerkschaften auf dem Papier welche den Privatisierungsprozess unterstützen."