Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
19:24
20.05.2019

 Das Recht auf Selbstbestimmung ist ein internationales Recht. In der Arbeiterbewegung vertraten historisch Lenin und Leo Trotzki, dieses Recht entschieden. Lenin gab Finnland und den baltischen Staaten das Recht auf Loslösung. Allerdings versuchte Lenin speziell die Finnen mittels einer Debatte von diesem Schritt abzuhalten. Nachdem er die Delegation nicht

überzeugen konnte, im sowjetischen Arbeiterstaat zu verbleiben, akzeptierte er das Recht der Finnen auf Loslösung. Besonders erwähnenswert ist, die Person Leo Trotzki. Trotzki schrieb zwischen 1912 und 1913 sein Buch – Die Balkankriege-. In diesem Werk geht Trotzki konkret auf die Unterdrückung der Albaner in Kosova und Mazedonien ein. An vielen Beispielen zeichnet er konkret die Massaker an den Albanern, speziell durch die serbischen Nationalisten nach. Trotzki war ein konsequenter Revolutionär, leider setzte sich später in Russland Stalin durch. Heute ist der pro-kapitalistische Herr Putin in Russland an der Macht. Der bekannte albanische Antifaschist Vehab Shita erklärte im Jahr 2010 gegenüber Kosova Aktuell: „Max Brym- Wer protestierte damals gegen die Unterdrückung der Albaner im bürgerlich feudalem Jugoslawien ?

Vehap Shita- Nur die sozialistische Arbeiterbewegung. Die Komintern ( Kommunistische Internationale) verabschiedete auf ihrem 5 und 6 Weltkongress Resolutionen zugunsten aller Völker auf dem Balkan. Die „Kommunistische Partei Jugoslawiens“ forderte 1928 auf ihrem illegalem Parteitag in Dresden, das Recht auf Selbstbestimmung für die Albaner. Erst später als Tito an die Spitze der Partei geriet veränderte sich diese Haltung.“

Die Position das nationale Selbstbestimmungsrecht zu verteidigen ist die Aufgabe von Marxisten geblieben. Aus diesem Grund veröffentlichen wir Auszüge aus der Rede von Max Brym über Lenin in München. Wir publizieren den Abschnitt über die Kontroverse zwischen R. Luxemburg und Lenin in der nationalen Frage.

 

Dokumentation Rede von Max Brym

 

„Lenin und Rosa Luxemburg 

Lenin bezeichnete einst Rosa Luxemburg als „ Adler der Revolution“. Damit meinte Lenin folgendes: Ein Adler landet gelegentlich auf einem Misthaufen, dennoch ist es bei dem Adler nur ein versehentlicher Ausrutscher. Der Adler der Revolution schwingt sich umgehend nachdem er auf dem Misthaufen gelandet ist wieder in großartige Höhen. Damit lobte und kritisierte Lenin die großartige Revolutionärin Rosa Luxemburg. In der Ablehnung des Revisionismus waren sich Lenin und Rosa Luxemburg zutiefst einig. Beide hatten jedoch Differenzen in der so genannten nationalen Frage und wie Lenin es ausdrückte,“ in der Überschätzung der Spontanität“ durch Rosa Luxemburg. Ich will mich hier nur auf ihre Differenzen in der nationalen Frage konzentrieren. Lenin vertrat elementar das „Recht auf nationale Selbstbestimmung“. Dabei ging es Lenin, um die Unterscheidung zwischen dem Nationalismus einer

unterdrückenden Nation und den Nationalismus einerunterdrückten Nation. Dem Nationalismus einer unterdrückten Nation gestand Lenin bestimmte progressive Aspekte zu. Im damaligen zaristischen Russland dominierte der Russische -Chauvinismeben der sozialen Unterdrückung gab es massive nationale Unterdrückung , in dem wie es Lenin nannte“ Völker Gefängnis“ Russland. Deshalb legte Lenin, großen Wert auf dem Punkt vier des Parteiprogramms der Bolschewiki, indem das „Recht auf Selbstbestimmung“ bis hin zur „staatlichen Loslösung“ verankert war. Lenin ging davon aus, dass ohne dieses Recht, es den russischen Arbeitern unmöglich sei, die unterdrückten Nationalitäten für die sozialistische Revolution zu gewinnen. Lenin war nicht für Kleinstaaterei sondern für den Zusammenschluss der Nationen auf demokratischer und sozialistischer Basis. Genau aus diesem Grund war Lenin in der nationalen Frage“ Demokrat“. Aus diesem Grund war Lenin Anhänger des Rechts auf Selbstbestimmung oder um es genauer auszudrücken, bis hin zum Recht, auf staatliche Loslösung. Des öfterenVerglichen Lenin dieses demokratische Recht mit einer Recht auf Ehescheidung. Dem einen oder anderen mag das Recht auf Ehescheidung nicht gefallen, dennoch ist dieses Recht zu respektieren. Um es an einer heutigen aktuellen Frage deutlich zu machen: Die serbischen und die albanischen Arbeiter können nur wieder zueinander finden wenn die serbischen Arbeiter das Recht von Kosova auf Selbstbestimmung akzeptieren. Dies ist vergleichbar mit der Haltung die Karl Marx zur „irischen Frage“ . Marx ging davon aus, dass die englische Arbeiterbewegung nur die Chance hat sich von ihrer Bourgeoisie zu lösen, wenn sie das Recht der Iren auf nationale Selbstbestimmung bis hin zur sofortigen Loslösung akzeptieren. Lenin führte immer wieder gegen Rosa Luxemburg, das norwegische Beispiel ins Feld. Bekanntlich trennte sich im Jahr 1905 Norwegen von Schweden ab. Die schwedische Bourgeoisie appellierte an die schwedische Arbeiterklasse, ihr im Kampf gegen die norwegische Unabhängigkeitsbewegung beizustehen. Die schwedische Arbeiterbewegung verweigerte sich jedoch diesem Ansinnen. Genau aus diesem Grund gibt es bis heute keinen nationalen Konflikt zwischen schwedischen und norwegischen Arbeitern. Der Kampf gegen die nationale Unterdrückung ist daher ein elementarer Faktor des Internationalismus. Natürlich ist es in einem imperialistischen Land wie Deutschland, völlig reaktionär nationale Parolen aufzustellen. Die Menschen mit deutschem Pass werden nur sozial unterdrückt , keinesfalls national. Von daher ist die marxistische Unterscheidung zwischen dem Nationalismus von unterdrückenden Nationen und den Nationalismus unterdrückter Nationen von elementarer Wichtigkeit. In der besprochenen Frage hatte Lenin, gegen Rosa Luxemburg bis heute absolut recht.“

 

Kompletter Text unter http://enver007dotcom.wordpress.com/2014/02/04/lenin-ein-leben-fur-die-revolution-referat-von-max-brym-in-munchen/