Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
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22.08.2017

Dragutin Dragisa Lapcevic (1867-1939) war ein heute fast vergessener wirklicher Sozialist, Politiker, Journalist und serbischer Historiker. Es war auch der erste Vorsitzende der internationalistischen serbischen Sozialdemokratischen Partei und Mitglied des Parlaments. Ein besonderes Anliegen war ihm die Befreiung des albanischen Volkes vom serbisch kolonialistischen Joch. Am 6. Februar 1914 sprach Lapcevic,die albanische Frage in einer Parlamentsrede in Belgrad an. Er sagte: „

Die Albaner wollen und müssen frei existieren dürfen. Wir sind entschiedene Gegner der gegenwärtigen serbisch chauvinistischen Politik. Die offizielle Politik der Regierung hat in Kosova unerträgliche Bedingungen geschaffen. Diese Regierung provoziert laufend Konflikte zwischen unseren beiden Völkern. Dadurch werden auch wir unglücklich gemacht. Die grausamen Akte der reaktionären serbischen Politik in Kosova gefährden auch die Freiheit, den Frieden und die Ruhe für das serbische Volk. Eines muss klar gestellt werden, auf dem Balkan will die albanische Nation ihr Leben in freier Selbstbestimmung gestalten Die serbische Regierung darf Albanien und das albanische Volk nicht demütigen und unterjochen. Im Jahre 1806 in Belgrad hörten unsere Nation Rufe in Albanisch. Viele Albaner beteiligten sich damals an den revolutionären Protesten an unserer Seite. Viele tapfere Revolutionäre sind intelligente Menschen albanischer Herkunft. Statt dies zu respektieren schickten unsere Chauvinisten im letzten Krieg ( 1 und 2 Balkankrieg) mordende Truppen bis an die Adria. Das Ziel war die albanischen Menschen zu unterjochen und zu versklaven. Stattdessen muss den Menschen die Möglichkeit gegeben werden ihre Unabhängigkeit zu verwirklichen. Es geht darum das Selbstbestimmungsrecht zu akzeptieren. Nur dies kann eine starke Bindung zwischen unseren Nationen herstellen. Die serbische Politik muss entscheidend verändert werden.“ Im weiteren Verlauf der Rede von Lapcevic wies er zurecht darauf hin, dass die Annexionspolitik Serbiens im Jahr 1912 „ zu gerechtfertigtem Widerstand der Albaner speziell in Kosova und Mazedonien führte. Es fällt auf, dass die damalige Sozialdemokratische Partei Serbiens Kosova nicht als Bestandteil Serbiens betrachtete. Dies sollte bundesdeutschen Pseudolinken zu denken geben. Gleichfalls kann diagnostiziert werden welche Aktualität Lapcevic bis heute hat. Die gegenwärtige serbische Politik erkennt Kosova nicht an. Der serbische Nationalismus dient auch jetzt dazu soziale kapitalistische Grausamkeiten in Serbien durchzudrücken.

 

Quellen http://gazetainfopress.com/historia_arkeologji/cfare-tha-per-shqiptaret-deputeti-serb-dragisa-lapcevic-6-shkurt-1914

 

https://en.wikipedia.org/wiki/Dragi%C5%A1a_Lap%C4%8Devi%C4%87

Bild Dragutin Dragisa Lapcevic