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09.09.2010
 
Aktuell
Albin Kurti- Solidarität ist das Gebot der Stunde Drucken
Geschrieben von Max Brym   
Dienstag, 2. März 2010

Heute ist wieder ein Gerichtstermin in SACHEN Albin Kurti angesetzt. Ab 10 Uhr soll die Verhandlung des EULEX Bezirksgerichtes gegen Kurti, in Prishtina, Kosovo stattfinden. Der bekannte Aktivist der Bewegung für Selbstbestimmung ( LPV) wird jedoch, nach einem Bericht der Tageszeitung Koha Ditore, nicht „freiwillig vor dem

Gericht erscheinen“. Die sogenannte Polizei Kosovas erklärte hingegen: „Wir sind auf der Suche nach ihm“. Glauk Konjufca sagte für die LPV gegenüber der Presse, „natürlich wird Albin Kurti nicht vor Gericht erscheinen, die Gründe sind dieselben welche Kurti bereits angab“. Konjufca fügte hinzu: „ Er setzt seine Aktivitäten nicht nur in den Medien, sondern auch mit den Bürgern Kosovas fort, um sie für die Herausforderungen der Zukunft, die uns im Jahr 2010 bevorstehen zu organisieren.“ Bis dato gab es einige Fälle wonach die Polizei Kurti zwar gesehen, aber trotz Haftbefehl nicht aktiv wurde. Die Polizei meinte dazu am 1. März durch ihren Sprecher Arben Beka, „ wir haben noch Zeit, wir haben die Verhaftung noch nicht realisiert“. Man kann gespannt sein, ob die Polizei heute zuschlägt und Kurti gewaltsam vor das EULEX- Gericht schleppt. Kurti erkennt das Kolonialgericht nicht an. Dieses Gericht wirft im vor am 10 Februar 2007 zum „ Widerstand“ und zur „Behinderung von Amtspersonen im Dienst“ aufgerufen zu haben. An diesem Tag fand in Prishtina eine Massendemonstration organisiert von der LPV in Prishtina statt. Auf die friedlichen Demonstranten wurde geschossen, dabei wurden zwei Personen getötet und über 80 Personen schwer verletzt. Das rumänische Polizeibataillon welches mit Gummikugeln schoss wurde umgehend aus Kosova ausgeflogen. Aus dem Staub machte sich auch der damalige polizeiliche Einsatzleiter Steven Curtis. Die UNMIK hat sogar zwischenzeitlich von einem „ überzogenen Einsatz“ gesprochen und den Familien der Ermordeten jeweils 100.000 Euro Schadensersatz angeboten. Ein klares Schuldeingeständnis. Dennoch wird jetzt neuerlich Albin Kurti angeklagt. Diese Anklage hat rein politische Gründe. Die LPV ist dabei sich in eine politische Partei umzuwandeln, gleichzeitig gibt es eine massive soziale Unruhe in Kosova und viele Streiks. Die LPV unterstützt und befördert den Widerstand gegen die Privatisierung in Kosova. Sie steht auf der Seite der Armen und der Arbeiter. Der Prozess soll die LPV daran hindern das Widerstandspotential in sozialer und nationaler Hinsicht zu bündeln. Dennoch geht die Strategie der EULEX Kolonialisten nicht auf. Nach Mitteilungen des Sprechers des Komitees gegen den Kurti Prozes, Valon Murati, wurden bereits 120.000 Unterschriften gegen die Prozessinszenierung gesammelt. Mittlerweile gibt es solche Komitees auch in Mazedonien und Albanien. Der albanische Journallistenverband sprach sich gestern, in einer Protesterklärung gegen das Verfahren aus. Auf der anderen Seite gibt es eine schweigende kosovarische „Regierung“, sowie eine EULEX Sprecherin mit dem bezeichnendem Namen Herodes, welche Kurti auffordert „vor Gericht zu erscheinen“. Gleichzeitig zeigt sich eine All parteienkoalition in Kosova welche sich in Enthaltsamkeit übt. Keine etablierte Partei in Regierung oder Opposition spricht sich gegen den Prozess aus. Nur der ehemalige Aktivist der „ Praxis Gruppe in Jugoslawien“ von 1968, Shkelzen Maliqi, attackiert auf scheinbar intellektuelle Art, die LPV und Albin Kurti. Maliqi forderte die LPV auf eine normale Partei zu werden und ihre „ Utopien beiseite zu lassen“. Herr Maliqi nannte Albin Kurti einen Don Quichotte. Letzterer Vorwurf trifft in selbst. Der ehemalige Marxist Maliqi erkennt die EULEX an, sowie die Parteienlandschaft in Kosova. Damit mutiert Maliqi selbst zum Don Quichotte, denn die Mehrheit der Bevölkerung will sich nicht mehr mit den grausamen Verhältnissen in Kosova arrangieren. Die Parteien werden abgelehnt ,siehe die letzten „Kommunalwahlen“ mit einer Wahlbeteiligung von etwas über 40% Dies zu ignorieren wie es Herr Maliqi tut, zeugt von einer wirklichen Verkennung der Realität. Offensichtlich hat Herr Maliqi „seinen Marx“ vollständig aus dem Gedächtnis gestrichen, sonst käme er nicht zu solchen blinden Schlussfolgerungen. Die Mehrheit der Menschen in Kosova, stehen eindeutig hinter Albin Kurti. Die Anklagepunkte gegen Kurti könnten auf Gefängnis von 1 bis 10 Jahren hinauslaufen.Solidarität auch international ist das Gebot der Stunde.




 
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