Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
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11.12.2018
Der Fluss Tisa- zwischen Serbien und Ungarn- wurde Mitte Oktober einer Gruppe von Emigranten aus Kosova zum Verhängnis. Die Zahl der Opfer welche im Fluss ertranken erreichte GESTERN ,die Zahl von 11 Personen. Auf einem Nebenarm des Flusses unweit von Szeged (Südungarn) wollte eine 18-köpfige Gruppe von Kosova-Albanern ,die

serbisch-ungarische Grenze in einem Boot illegal überqueren. Nachdem das Boot gekentert war, konnte sich nur ein 28-jähriger Mann, Agron Rama, mit seinen zwei kleinen Kindern (ein und drei Jahre alt) ans Ufer retten. Die Budapester Zeitung schreibt:: "Laut Statistik sind 40 bis 45% der illegalen Immigranten, die über die serbisch-ungarische Grenze nach Ungarn fliehen wollen, Kosovaren. In diesem Jahr hat die Polizei des Komitats Csongrád bereits mehr als 1.500 illegale Einwanderer festgenommen. Im Gegensatz zu der Gruppe, die auf der Theiß verunglückte, versucht das Gros der Flüchtlinge über die so genannte grüne Grenze nach Ungarn und damit in die EU zu gelangen. Auf der serbischen Seite der Grenze arbeiten dabei viele Anwohner mit den Schleppern zusammen. Für Geld stellen sie beispielsweise ihre Wochenendhäuser im Grenzgebiet zur Verfügung, wo die Flüchtlinge auf den richtigen Zeitpunkt für die Flucht warten. Als Folge des Kosovokriegs im Jahr 1999 ist der Kosovo eine besonders rückständige Region in Europa. 45 Prozent der Kosovaren leben in bitterer Armut. Die Arbeitslosigkeit beträgt knapp 50 Prozent.“ In der Tat, Kosova hat unter den momentanen Bedingungen nur soziale Not und Aussichtslosigkeit zu bieten. Besonders verzweifelte Menschen suchen einen individuellen Ausweg. Dies ist die Basis für kriminelle Schlepperbanden“. Gegen diese will Premier Thaci nun auf Geheiß der EU vorgehen. Die Banden sind allerdings nicht die Ursache der Probleme in Kosova. Sie widerspiegeln nur die Lage und die Lage verschafft solchen Banden den Handlungsspielraum. Kein konkretes Wort verlor Thaci über die Frage wie das soziale Desaster in Kosova beseitigt werden könnte. Kein Wort gegen die Politik der geschlossenen Grenzen durch die EU. Thaci bot nur den betroffenen Familien der Tragödie eine einmalige Zahlung von 10.000 Euro an.