Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
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06.07.2020

 Scharf und deutlich wies Gregor Gysi, in der gestrigen Bundestagsdebatte, die Kanzlerin wegen ihrer Haltung zur Ukraine zurecht. Der Oppositionsführer stellte klar, dass die Kanzlerin mit offenen Faschisten in der Ukraine zusammenarbeitet. Zudem warf ihr Gysi vor, „mit dem Feuer zu spielen“. In der Tat, die Außenpolitik Deutschlands benützt, die innere Krise in der Ukraine, um ihre

eigenständigen Interessen durchzusetzen. Dabei wird immer deutlicher, dass ausgesprochene Faschisten in der neoliberalen EU keine Ausnahmeerscheinungen sondern Bündnispartner sind. Die Partei „ Swoboda“ war und ist die Bruderpartei der deutschen neonazistischen NPD. Die Oligarchin Olga Tymoschenko ging als Gasprinzessin in die ukrainische Geschichte ein. Sie erwarb mittels des Gases aus Russland mehrere Milliarden Euro, als Privatvermögen. Diese „Freiheitskämpferin“ wird nun in der BRD gesund gepflegt und auf ihre kommende Aufgabe vorbereitet. Der von der „Konrad-Adenauer-Stiftung“ gesponserte Klitschko scheint seine Berufung nicht gefunden zu haben. Der ehemalige Boxweltmeister ist ein sehr schlechter Redner und politisch einfach ungeschickt. Im wesentlichen geht es der EU, den USA, und Russland darum die Ukraine politisch und ökonomisch zu dominiert. Dieses Dominanzstreben wird von allen Seiten auf Kosten der armen Bevölkerung ausgetragen. Statt die Löhne und Renten zu erhöhen und die Sozialleistungen auszubauen wünschen alle imperialen Konfliktmächte nur Privatisierungen, Korruption und Sozialabbau . Unterstützenswert sind nur die zugegebenermaßen schwachen linken und gewerkschaftlichen Kräfte in der Ukraine. Jede Anbiederung an den einen oder anderen Imperialisten kann das Leben aller Menschen egal welcher Nationalität in der Ukraine nur erschweren. Letzterer Standpunkt ist in der deutschen Linken nicht sehr weit verbreitet. Eine Fraktion gefällt sich plötzlich darin den russischen Nationalisten Putin zu unterstützen. Genauso wie sie einst den Schlächter Milosevic in Serbien unterstützten. Dabei geht es dieser Strömung der Linken nicht um konkrete Analysen, sondern nur um abstraktes -kenntnisloses Geschwätz. Diese Leute verfahren nach dem Motto: „Der Feind meines Feindes ist mein Freund“. Dass sich diese deutsche Linke nur der Lächerlichkeit preisgibt liegt auf der Hand. Nicht viel besser war die Haltung von Gregor Gysi im Parlament. Er betonte die „Zugehörigkeit Kosovos zu Serbien“. Damit fordert der Fraktionsvorsitzende der Partei die Linke im Bundestag, nichts anderes als einen neuen Krieg. Die absolute Mehrheit der Bevölkerung, in Kosovo ist für Selbstbestimmung und Souveränität. Das Gerede vom „ Völkerrecht“ durch Gregor Gysi ist nichts als banaler Unsinn. Nach der rechtlichen Definition, des Völkerrechts müsse Algerien nach wie vor zu Frankreich gehören. Denn bis zum Jahr 1962 behaupteten die französischen Nationalisten, dass Algerien ein „unveräußerlicher“ Bestandteil der Republik Frankreich sei“. Zu dem klagte der Illusionist Gysi eine „fortschrittliche Rolle der deutschen Diplomatie und der EU“ ein. Dies ist genauso klug als von einem Tiger zu erwarten nur noch vegetarisch zu leben. Oder anders ausgedrückt, ein Brandstifter soll plötzlich als Feuerwehrmann agieren. Dieses Gerede bringt weder die Menschen in der Ukraine nach vorne, noch die Menschen auf der Krim, noch den Kampf gegen die deutsche imperiale Außenpolitik.

 

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