Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
17:07
26.05.2017

Bild in Originalgröße anzeigen

 

 

Behgjet Pacolli ist der reichste Kosova – Albaner. Der Multimillionär dessen Hauptgeschäftssitz in

der Schweiz ist, ist in Kosova allgegenwärtig. Aber nicht nur dort. ist Pacolli allgegenwärtig. Herr Pacolli ist Ehrenbürger von Kasachstan und eng mit dem dortigen Machthaber befreundet. Die Schweizer Firma Mabetex, errichtete einst mehr als 50% der dortigen Hauptstadt Astra. Pacolli beutete dort nicht nur die örtlich rechtlosen Sklavenarbeiter aus. Nein Pacolli prellte auch hunderte wenn nicht tausende albanischen Arbeiter aus der Diaspora. Die Zeitung „ Welt“ schrieb dazu: „ . Der Maurer folgte dem Versprechen eines Mannes, der im Kosovo als erfolgreichster Sohn des Landes berühmt ist: Behgjet Pacolli. Angeheuert von Pacollis Schweizer Firma Mabetex, sollte Gazmend im diktatorisch regierten Kasachstan Prunkbauten für das dortige Regime errichten. Sieben Schweizer Franken die Stunde, für kosovarische Verhältnisse kein schlechter Lohn.

International ist Pacolli als "reichster Albaner der Welt" mehr berüchtigt als berühmt. Und Gazmend Ahmeti sollte bald erfahren, wieso: Er bekam keinen Lohn für seine Arbeit. Stattdessen musste er in Kasachstan von monatlich 100 Dollar Taschengeld leben. Erst nach einem Dreivierteljahr bekam er sein Gehalt. Den 200 anderen Kosovaren auf der Baustelle erging es so wie ihm. "Ich nehme an, die haben mit unseren Löhnen Zinsen verdient", mutmaßt Gazmend.

Diese kleine Episode ist typisch für Pacollis Geschäftsgebaren. Solche Tricks halfen ihm bei seinem Aufstieg, der ihn bis in das Amt des Vizepremiers führte. Zugleich ist dieser übergroße Ehrgeiz der Grund für sein späteres Scheitern. der wohlhabendste Sohn des armen Mini-Staates und brachte es bis zum Vizepremier. Nun muss er eine neue Erfahrung machen: Die Menschen wenden sich ab von seiner Art Business“. In der Tat, gegenwärtig hat Pacolli kein offizielles politisches Amt in Kosova mehr. Dennoch betreibt er im Zentrum Prishtinas das „Swiss Daimend Hotel“ mit Übernachtungskosten von bis zu mehr als 2.000 Euro. Hauptsächlich weilen dort irgendwelche Diplomaten oder Geschäftsleute. Die Rechnungen gehen zumeist an den kosovarischen Staat. Herr Pacolli – ein alter Freund von Boris Jelzin- kommt selbstverständlich im Straßenbau und den Baumaßnahmen für Regierungsgebäude nicht zu kurz. Die „ Welt“ schrieb relativ zutreffend ein politisches Porträt dieser Person. Wir fragen uns nur warum die Welt erst jetzt mit dieser Reportage herauskam. Zusätzlich haben wir den Eindruck, dass vieles von den Fakten aus Kosova- Aktuell entnommen wurde. Aber seis drum.

Link http://www.welt.de/politik/ausland/article139161990/Die-Entzauberung-des-reichsten-Kosovo-Albaners.html

Pacolli