Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
19:41
28.03.2017

In der Hauptstadt Kosovas demonstrierten Bauern und Bäuerinnen, für die Verteidigung der Milchproduktion in Kosova . Von den politischen Parteien unterstützte nur die „Bewegung für Selbstbestimmung“ ( VETËVENDOSJE!) diesen Protest. Die kosovarische Landwirtschaft und die Bevölkerung Kosovas, sind mit einem massiven Milchimporten konfrontiert. Oftmals sind diese Produkte

ohne jegliche Qualität und gefährden die Lebensmittelsicherheit. Die importierte Milch wird beispielsweise in Serbien hoch subventioniert, um den Markt in Kosova weiter zu dominieren. Dadurch wird die örtliche Landwirtschaft und Milchproduktion massiv geschädigt. Untersuchungen von Spezialisten belegen, dass die importierten Milchprodukte oft keinerlei Qualitätsstandards aufweisen. In der Regel ist die importierte Milch was ihrer Qualität angeht gesundheitsschädlich. Gleichzeitig werden durch die massiven Milchimporte örtlichen Bauern in den Ruin getrieben. Die Regierung des Landes unternimmt nichts gegen diesen Zustand. Die kosovarische Landwirtschaft liegt am Boden, sie steht ohne jegliche Subventionen dem Milchimport gegenüber. Daneben gibt es noch das Problem, dass die Abnahmepreise der Handelsunternehmen gegenüber dem Bauern extrem niedrig sind. Im Geschäft bezahlte Konsument jedoch relativ viel für die Milch aus Kosova. Es existiert eine extrem hohe Preisschere zwischen Abnahmepreis gegenüber dem Bauern und den Preisen welche die Konsumenten in den Läden zu bezahlen haben. Ergo Handelskapitalisten drücken die Preise gegenüber dem Bauern und verlangen hohe Preise in den Geschäften. Diese Situation nutzen die Exporteure speziell aus Serbien und Mazedonien aus. Sie beliefern Kosova mit scheinbar billiger Milch. Das ganze ist ein Teufelskreis. Geschädigt werden die Bauern und die Konsumenten. Zudem nutzen die Importzahlen die Handelskapitalisten aus, um die Erzeugerpreise gegenüber den Bauern weiter abzusenken. Eine verantwortliche Politik würde den Import gesundheitsschädlicher Milch verbieten und gleichzeitig die kosovarischen Bauern finanziell fördern und subventionieren. All dies geschieht nicht. Die Landwirtschaft wird immer weiter durch den massiven Import- unter anderem von Milch- in den Ruin getrieben. Es geht darum die Kämpfe der Arbeiter und der bäuerlichen Produzenten, gegen die neoliberale kapitalistische Politik zu verbinden. Demzufolge muss perspektivisch der Import von hochsubventionierter Milch speziell aus Serbien und Mazedonien gestoppt werden. Zudem müssen Maßnahmen gegen das Handelskapital getroffen werden. Auch eine Entschuldung der Bauern gegenüber den Privatbanken gehört auf die politische Agenda. In Kosova gibt es keine genossenschaftlichen Banken für die Landwirtschaft. In aller Regel sind die Bauern mit der Politik der österreichischen „Commerzbank“ der deutschen „Pro Credit Kreditbank“ und der türkischen „TEP“ konfrontiert. Diese Banken nehmen für landwirtschaftliche Kredite des öfteren einen Effektivzins von bis zu 19 %.

Foto Protest in Prishtina 

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