Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
18:13
11.12.2017

Es scheint wieder in Mode gekommen zu sein, Mauern zu bauen. Donald Trump will eine hunderte kilometerlange Mauer zu Mexiko bauen. Die EU grenzt sich radikal gegen Flüchtlinge ab. Es gibt das Abkommen mit der Türkei welches  im wesentlichen Deutschland indizierte. Das Mittelmeer ist zu einem Meer des Todes geworden. In Kosova haben jetzt die serbischen Chauvinisten eine Mauer in Mitrovica gebaut. Mitrovica war einst eine multiethnische

Arbeiterstadt. Im Februar 2000 wurden tausende Albaner aus Nord Mitrovica vertrieben.  Die Vertreibung der Albaner aus dem Norden ging unter den Augen der UNMIK, vor sich Am 3/4. Februar 2000 wurden11 Albaner im Norden Kosovas getötet. 1564 albanische Familien wurden gewaltsam vertrieben unter den Augen der KFOR. Die KFOR(französische Truppen) unterstützten dabei die "Evakuierung" der Albaner aus dem Norden Mitrovicas.Heute leben um die 13 000 Serben im Norden der Stadt Mitrovica - wobei 11 000 Albaner aus dem Norden der Stadt vertrieben vertrieben wurden. Jetzt baute die serbische parallele Struktur eine Mauer am Fluss Ibar. Das tat sie ohne die Institutionen Kosovas zu informieren. Der Mauerbau soll die ethnische Teilung Kosovas zementieren. Der serbische Bürgermeister, Goran Rakiq, aus Nord Mitrovica stellt den Mauerbau als legitimen Akt dar. Die zwei Meter hohe Mauer wurde direkt an der Brücke des Flusses Ibar errichtet. Die Provokation ist eine Frucht des Abkommens Zajdnica. In diesem Abkommen wurde eine spezielle „ Vereinigung serbischer Kommunen“ in Kosova mit weit reichenden legislativen und exekutiven, sowie finanziellen Vollmachten legalisiert. Der Bau der Mauer wurde in Prishtina durch den Clan der Millionäre hilflos kommentiert. Ministerpräsident Isa Mustafa sagte: „ Wir werden legal und in Übereinstimmung mit der EU handeln.“ Ergo es wird nichts passieren. Die ethnische Teilung Kosovas wird weiter voranschreiten. Die Mauer welche Nord Mitrovica konkret am Zugang zur „König Petar Straße“ teilt, symbolisiert  deutlich, dass aus Kosova faktisch Bosnien geworden ist. Die noch in Nord Kosova lebenden Albaner wurden eingemauert. Der serbische Plan Kosova wie Bosnien ethnisch zu teilen schreitet voran. Die albanischen Millionäre in den Regierungsparteien Kosovas ( in der Koalition ist auch die Partei Lista Serbska) haben in Wirklichkeit nichts gegen einen ethnischen Konflikt. Der ethnische Konflikt soll die Geschäfte der serbischen und albanischen Mafia decken. Die Mauer zeigt was aus Kosova geworden ist. Das Land ist ethnisch geteilt und von allen Seiten her von neoliberalen Banditen beherrscht.

Bilder aus Mitrovica 

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