Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
15:28
25.09.2017

In der NZZ vom 17.01. war zu lesen:  Der russische Vizeministerpräsident Dmitri Rogosin hat am Montag dem serbischen Regierungschef Aleksandar Vucic ein Flugabwehrsystem vom Typ S-300 übergeben.“ Der serbische Staatshaushalt wird was die Ausgaben für das Militär angeht beträchtlich erweitert. Es ist von 500 Millionen Euro für die Rüstung die Rede. Gleichzeitig rüstet Kroatien auf. Die Tonlage zwischen Zagreb und Belgrad verschärft sich. Den

meisten  Zündstoff bietet jedoch Kosova. Am orthodoxen Weihnachtsfest betonte die serbisch orthodoxe Kirche den „unverzichtbaren Anspruch auf Kosova“. Gleichzeitig wurde in Mitrovica durch serbisch parallele Strukturen eine Mauer gebaut. Danach versuchte Serbien einen Zug mit der Aufschrift „ Kosovo ist Serbien“ nach Mitrovica fahren zu lassen. An der Grenze zu Serbien zogen kosovarische Speziealpolizisten auf. Der ehemalige Mitarbeiter von Milosevic, der jetzige serbische Premier Vucic drohte daraufhin mit Krieg. Eine serbische oppositionelle Demokratin verließ nach dieser Aussage eine öffentliche Fernsehdebatte mit dem serbischen Premier.  Auch der serbische Haftbefehl gegen Ramush Haradinaj welcher in Frankreich verhaftet wurde passt in die serbische Eskalationsstrategie. Es besteht reale Kriegsgefahr. Dabei planen die serbischen Nationalisten im Bündnis mit dem russischen Imperialismus ein ostuikrainisches Szenario in Kosova. In der Nähe von Nis existiert eine russische Militärbasis getarnt als Katastrophenbekämpfungsstation. Über einen offiziellen russischen Militärstützpunkt in Serbien wird gegenwärtig verhandelt. In Nord Kosova bewaffnet Serbien parallele serbische Tschetnikstrukturen. Gleichzeitig sickern russische Militärexperten nach Kosova ein. Serbien bereitet sich auf die endgültige Teilung Kosovas militärisch vor. „ Präsident“ Thaci beklagt zwar die Entwicklung bei den momentanen Gesprächen mit Serbien in Brüssel aber er unternimmt nichts. Im Gegenteil in Kosova wird die linksdemokratisch-patriotische Bewegung für Selbstbestimmung VV mit faschistoiden Mitteln unterdrückt. VV setzt sich für die nationale und soziale Gleichheit aller Menschen in Kosova ein und fordert Gleichzeitig den Abbruch aller Gespräche mit Belgrad, solange Belgrad Kosova nicht anerkennt. Auch die Rechtsentwicklung in Prishtina durch die Regierung Mustafa gleicht dem Muster in Kiew. Wie groß die Kriegsgefahr ist zeigt, ein Blick in die serbische Presse. Von Tag zu Tag wird der Ton gegenüber Kosova verschärft. In der serbischen Presse wird der albanische Botschafter in Prishtina zitiert, dieser soll gesagt haben: „ Wenn Serbien angreift werden wir als Albaner handeln.“ Ergo Kriegsgefahr zwischen Tirana und Belgrad. Immer schärfer wird das Auftreten der serbischen Nationalisten in Bosnien. Sie fordern faktisch den Anschluss an Serbien. Die  serbische Aufrüstung und das Kriegsgeschrei  findet in einer weltpolitischen Umbruchsituation statt. Die EU ist alles andere als ein geeinter kapitalistischer Kontinent. Innerhalb der EU nehmen die Differenzen zu und der neue Präsident des US Imperialismus Trump, hat mit Sicherheit kein besonderes Interesse an Kosova. Auch Berlin wird sich wegen Kosova nicht mit anderen Staaten der EU zerstreiten. Serbien versucht dies auszunützen.  Zur serbischen Kriegsvorbereitung einige Fakten Der serbische Staat erwarb einige nagelneue russische Militärhubschrauber vom Typ “MiG. Die Hubschrauber sind mit Kampfraketen ausgestattet. Gleichzeitig wurden nach Angaben der serbischen Zeitung Blic neue Bodenraketensysteme erworben. Im März wird Serbien ein Geschenk des russischen Präsidenten Putin erhalten. An Serbien werden kostenlos   sechs Flugzeuge  des Typs "MiG-29" geliefert. Es geht dem Schreiber dieser Zeilen nicht darum Panik zu schüren. Aber es gibt reale russisch serbische Annexionsabsichten. Vor allem die Menschen in Serbien müssen sich „ihrer Regierung“ entgegenstellen.

Bilder zur Aufrüstung Serbiens