Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
22:47
24.02.2017

Gedanken zum Tag der Scheinunabhängigkeit Kosovas

Am 17. Februar 2008 verkündete Kosova seine Unabhängigkeit. Es gibt allerdings nicht den geringsten Anlass diesen Tag zu feiern. In der Realität ist Kosova anhand ethnischer Kriterien geteilt. Nach wie vor erkennt der serbische Staat, die Unabhängigkeit des Landes nicht an. Kosova ist nach wie vor von innen und außen bedroht. Die Bedrohung im Inneren kommt von serbisch- parallelen Strukturen und gleichzeitig von einer albanischen politischen

Kaste welche nur an ihre Brieftaschen, an Pfründe und Privilegien denkt. Das Recht auf freie Meinungsäußerung, sowie politisch oppositionelle Bewegung gerät zunehmend zu einer leeren Floskel. In Kosova werden Menschen welche für die Unabhängigkeit und die soziale Gleichheit eintreten, unterdrückt, gefoltert, vor Gericht gezerrt und wie im Fall Astrit Dehari geschehen aus politischen Gründen ermordet. Kosova ist ein Experimentierfeld neoliberaler Deregulierungsmaßnahmen. Es existiert keinerlei Krankenversicherung, keine Arbeitslosenversicherung, die Masse der Menschen leben in bitterster Armut. Keine politische Entscheidung wird in Kosova gefällt, ohne die Zustimmung großer imperialer Mächte zu haben. Regierungen werden nicht einfach gewählt, sondern von Botschaften bestimmt. Die EU Mission EULEX selbst ist Bestandteil der organisierten politischen Kriminalität in Kosova. Für die Internationalen in Kosova ist nur das Paradigma der Stabilität und der Privatisierung wichtig. Der in Kosova stattfindende grausame Privatisierungsprozess kostete bis dato knapp 80.000 Arbeitsplätze. Der Reichtum des Landes beispielsweise an Rohstoffen, wird nicht genutzt, um den Lebensstandard zu erhöhen, sowie eine verarbeitende Industrie zu entwickeln. Kosova soll auf Dauer des Status einer Kolonie in ökonomischer und politischer Hinsicht behalten. Deshalb wurde in Kosova die teuerste Autobahn in ganz Europa, durch das Konsortium Bechtel & Enka gebaut, um perspektivisch diesen Reichtum zu Gunsten der verarbeitenden Industrien in Europa abzutransportieren. In Kosova versucht eine Mafia Bande welche unterschiedliche Parteien benutzt, sich in eine legale Handelsbourgeoisie zu verwandeln . Doch zunehmend stößt die neoliberale Doktrin der Europäischen Union und die korrupte politische Kaste in Kosova auf Widerstand. Diesen Widerstand, versucht die herrschende politische Kaste mit faschistoiden Methoden zu unterdrücken. Kosova ist alles andere als unabhängig und frei. Das Recht auf Selbstbestimmung in sozialer und nationaler Hinsicht wird den Menschen nach wie vor verweigert. Die Realität des Landes zeigt nichts als Unglück und Perspektivlosigkeit. Die Menschen versuchen entweder zu flüchten, oder die Verhältnisse im Land entscheidend zu verändern. Diese Veränderung kann nur von links her geschehen.Kosova benötigt keine Nationalhymne ohne Text und keine Fahne mit der sich niemand identifizieren kann, sondern Freiheit, soziale Gleichheit, reale Unabhängigkeit und Selbstbestimmung. Demzufolge gibt es nichts zu feiern aber jede Menge

Gründe um zu kämpfen.

Foto Max Brym 

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