Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
04:43
24.02.2017

Die reale Geschichte der UCK

In Kosova bezieht sich heute jeder reale politische Kraft scheinbar positiv auf die Geschichte der UCK. Angeblich habe jeder seinen Beitrag in der jüngsten Geschichte an der Entwicklung der UCK gehabt. Tatsache ist, dass die UCK keinen politisch monolithischen Block abgab. Sie wurde von unterschiedlichen politischen Kräften unterstützt und gefördert.
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Geschichte des Kosova

Die Albaner stammen von den Illyrern ab. Diese Vorbemerkung ist wichtig, denn Kosova ist ein kleines Gebiet mit viel Bevölkerung und noch mehr Geschichte. Ab 1989, im Zusammenhang mit der gewaltsamen Auf-hebung der Autonomie des Kosova, bestreitet der serbische Nationalismus die tatsächliche Herkunft der Albaner. Kosova wird als serbisches Jerusalem definiert, denn Albanern wird vorgeworfen erst nach der Schlacht auf dem Amselfeld 1389 in Kosova erschienen zu sein. Dadurch hätten sie serbisches Urland geraubt, bestimmte serbische Literaten und Historiker bezeichnen die Albaner als primitives Bergvolk. Das alles spielt eine tagespolitische Rolle in der Region, deshalb ist es wichtig auf einige Fakten hinzuweisen.
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Geschichte Albaniens

Antike: In der Antike war der westliche Balkan und damit auch das Territorium des heutigen Albanien von illyrischen Stämmen besiedelt, auf die die Albaner ihre Abstammung zurückführen. Seit dem 6. Jahrhundert vor Christus entstanden an der albanischen Küste griechische Kolonien. So sind zum Beispiel die Städte Lezha (griech. Lissos), Durrës (griech. zuerst Epidamnos, später Dyrrachion), Apollonia und Butrint (griech. Buthroton) Gründungen griechischer Siedler gewesen. Seit dem 5. Jahrhundert gelang es einigen illyrischen Stammesfürsten kurzlebige Reiche zu gründen, die nach dem Tod des jeweiligen Potentaten zumeist schnell wieder zerfielen. 231 - 229 herrschte Teuta als Königin der Illyrer. Sie stützte sich auf eine eigene Flotte, deren Raubzüge auch den Handel der römischen Republik gefährdeten. Die Römer wollten diese Gefahr ausschalten und begannen deshalb mit der Expansion nach Illyrien.

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Nationale Frage - Geschichte und Aktualität

Die Redaktion von Kosova Aktuell hat einen Artikel von Herrn Andreas Kloke aus dem Jahr 1999 entdeckt. Wir veröffentlichen gerne den Artikel von Andreas Kloke, weil er die aktuelle Debatte in Kosova; „für das Recht auf Unabhängigkeit“ in einen breiten historischen und theoretischen Kontext stellt. Herr Kloke ist ein deutscher gebildeter Marxist, der sich in vielen Publikationen für das Selbstbestimmungsrecht der Nationen ausgesprochen hat. Seine Argumente bezieht er aus dem klassischem Arsenal des Marxismus, ohne ihn dogmatisch zu verbrämen. Der Artikel von Herrn Kloke aus der Zeitschrift INPREKORR bereichert jede Organisation in Kosova, die gegen jeglichen Kolonialismus kämpft.
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Zur Geschichte der UCK

Gegenwärtig befindet sich die UNMIK in einem offenen Konflikt mit dem Parlament Kosovas. Die UNMIK lehnte einen Gesetzentwurf per Veto ab, der die UCK würdigte und den Invaliden der UCK bestimmte soziale Rechte garantiert. Zu der aktuell stattfindenden Debatte über Rolle Funktion und Geschichte der UCK stellen wir dem deutschen Lesepublikum historische Dokumente zur Verfügung. Die Auswahl der Dokumente erfolgt keineswegs willkürlich. Die von uns veröffentlichten Materialien sollen deutlich machen, welche unterschiedlichen politischen Kräfte in der UCK eine Rolle spielten. Allerdings bleibt festzuhalten, die UCK war ursprünglich eine Organisation deren wesentliche Gründer politisch LINKS standen bzw. sich in der Tradition des „Marxismus“ nach „enveristischer“ (Enver Hoxha) Lesart befanden.
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Zur Geschichte der LPV (Bewegung für Selbstbestimmung)

Die LPV mit dem bekannten ehemaligen Studentenführer Albin Kurti an der Spitze wird immer bekannter. Gegen die LPV geht die neue Kolonialmacht in Kosova permanent brutaler vor. Am 8. und 9. Juni wütete der Polizeiterror gegen Aktivisten der LPV in Prishtina. Viele Anhänger der LPV wurden vor dem Sitz der UNMIK in Prishtina geschlagen und festgenommen. Über 80 Personen wurden 10 Tage lang inhaftiert, darunter auch Albin Kurti. Zur Freilassung der Gefangenen erklärte die LPV: „ Sie wurden aus dem kleinen Gefängnis in das große Gefängnis ( Kosova) entlassen“. Unbeirrbar klagt die LPV das „ Recht auf nationale Selbstbestimmung“ ein. Die LPV ruft zu Massenprotesten gegen jede Form von Kolonialismus auf. Scharf lehnt die LPV die „ Statusverhandlungen“ über Kosovas Zukunft in Wien ab.
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Anmerkungen zur Geschichte der serbischen Rechten

Seit einigen Jahren gibt es bei bestimmten deutschen „Linken“ einige absurde Vorstellungen zu den Vorgängen auf dem Balkan. Am peinlichsten wird es, wenn der aktuelle Konflikt um Kosova mit „historischen Argumenten“ unterlegt wird. Viele betreiben eine Geschichtsbetrachtung die mit der Realität nichts gemein hat. Es wird geglaubt, „die Serben kämpften gegen Hitlers Faschisten, während alle anderen auf der Seite der Nazis standen“.
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