Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
08:26
27.05.2017
Rumänische UN-Polizeikräfte sind für den Tod von zwei Demonstranten bei der Kundgebung der „ Bewegung für Selbstbestimmung“ ( LPV) am 10. Februar in Prishtina schuldig gesprochen worden.Dies verkündete der internationale Staatsanwalt Robert Dean am Dienstag auf einer Pressekonferenz in Prishtina. Herr Robert Dean erklärte: „Das Ermittlungsteam sei nach einer sorgfältigen Untersuchung der auf die Demonstranten abgefeuerten Gummikugeln zu diesem Schluss gelangt. „. Die Spezialkugeln werden nur von Angehörigen des rumänischen UN-Polizeikontingentes im Kosovo verwendet.“

Gestern protestierten serbische Regierungsvertreter offiziell gegen Äußerungen des deutschen Botschafters in Beograd. Der deutsche Botschafter Andreas Zobel hatte die serbische Regierung davor gewarnt sich in der „ Kosovo-Frage“ weiter stur zu stellen. Dass auch Herr Zobel mit Freiheit und Selbstbestimmung für Kosova wenig am Hut hat, kam in den deutschsprachigen Medien jedoch kaum vor. Herr Zobel will für mindestens 20 Jahre eine EU-Mission in Kosova unterhalten.

In Kosova gibt es die Freiheit, durch kriminelle Aktivitäten reich zu werden. Diese Freiheit gewährt die UNMIK mit Vorliebe ihren örtlichen politischen Apologeten, die sich selbst „Elefantengruppe“ nennt.

In Kosova gibt es die Freiheit,

mit Frauen und Mädchen zu handeln. Nach einem Bericht von „Amnesty International“ vom April 2004 stellt das Hauptkontingent der Kunden ( 80%) das UNMIK Personal.


Der Ahtisaari Plan bezüglich Kosova wurde mittlerweile der UN vorgelegt. Das Begleitschreiben des Finnen Ahtisaari, enthält die Formulierung „überwachte Unabhängigkeit“. Die sogenannten politischen Elefanten Kosovas versichern permanent, dass der Plan und diese Definition des Statuses den Wünschen des Volkes in Kosova entspricht. Nichts ist jedoch weniger wahr als diese Behauptung. Der Plan teilt Kosova entlang ethnischer Kriterien und ermöglicht dem serbischen Staat direkt ( mittels der Sonderbeziehungen zu den serbischen Gemeinden) nach Kosova hineinzuregieren.

Es sind fast zwei Monate vergangen, dass die UNMIK sowie die Interimsbehörden in Kosova lückenlose und rasche Ermittlungen zu den Ereignissen vom 10. Februar 2007 in Prishtina versprachen. Zur Erinnerung: am 10. Februar intervenierte die UNMIK-Polizei in Prishtina gegen einem Protestzug der Bewegung „Vetevendosje“. Bei dem Einsatz starben zwei Demonstranten und weitere 80 Personen erlitten schwere Verletzungen.

Gegenwärtig liegt die Arbeitslosigkeit in Kosova nach halbwegs realistischen Schätzungen bei über 70%. Nach Angaben der Gewerkschaft BSPK stieg die Zahl in den letzten Jahren kontinuierlich an. Der Privatisierungsprozess unter der Leitung des vierten Büros der UNMIK, eliminierte in Kosova faktisch die Arbeiterklasse, als Klasse. In den Cafeterias Prishtinas werden darüber zum Teil makabere Witze gerissen. Ein arbeitsloser Bauingenieur meinte hierzu:

Die Kosova- Frage steht wieder im Fokus der internationalen Diplomatie. Der „Kosovo Vorschlag“ des UN-Vermittlers Ahtissari ist eindeutig gegen die Souveränität Kosovas gerichtet. Dennoch ertönt aus Beograd chauvinistisches Gebell, insbesondere Russland unterstützt dieses Gekläffe. Im Westen mehren sich die Stimmen den Belgrader Chauvinisten noch weiter entgegenzukommen.