Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
18:09
24.09.2017
Eine Studie des Wiener Instituts für Internationale Wirtschaftsvergleiche (WIIW) zeigt, dass der Ahtisaari-Plan und die „Überwachte Unabhängigkeit Kosovas“ im Interesse Serbiens liegt. Studienautor Vladimir Gligorov erklärte dies, nicht ohne Grund, am Mittwoch bei der Präsentation der Untersuchung in Wien. Denn wie die Studie des Wiener Instituts (WIIW) zeigt würde die •Überwachte Unabhängigkeit – große wirtschaftliche Vorteile für Serbien bringen.

Am Freitag den 9.11.07 schrieb der Journalist Jürgen Elsässer, wieder einen seiner Artikel zu Kosova, in der Tageszeitung Junge Welt. Der Artikel zu den „Statusverhandlungen“ hat den Titel: „Vor dem Knall“. Neuerlich ignoriert Jürgen Elsässer das Recht der Bevölkerung Kosovas, mittels eines Referendums, von ihrem Selbstbestimmungsrecht gebrauch zu machen. Diese Haltung versteht Elsässer selbstverständlich als linke Haltung.

In der deutschen Geschichtsschreibung ist der antifaschistische Widerstand in Albanien, weitgehend ein unbekannter dunkler Fleck. Der deutsche Historiker Erwin Lewin, aus Berlin, ist seit Jahren bemüht diese Lücke in der Geschichtsschreibung zu schließen. Herr Lewin hat zu dieser Frage ein ausgezeichnetes Buch unter dem Titel- „Antifaschistischer Widerstand in Albanien (1942–1943/44)- Neue Quellen zu Akteuren und Zielen-“ verfasst. Wir empfehlen all unseren Lesern und Leserinnen das Werk herausgegeben von der „Rosa Luxemburg Stiftung“ zu bestellen.

Wochenkommentar- Der Parteienhader wütet fürchterlich in Kosova. Clans und sogenannte politische Elefanten, versprechen den Bürgern und Bürgerinnen das blaue vom Himmel herunter. Das substanzlose Spiel aus Betrug und Versprechungen ist in vielen Staaten gegeben. Allerdings hat das bürgerliche Parlament in Deutschland oder Frankreich zwar nicht die Macht ( die Macht ist eine Frage der Verfügungsgewalt über Kapital und Geld), aber dennoch einige Kompetenzen.

Die Tageszeitung Koha Ditore berichtet heute in ihrem Leitartikel über die neuesten Ergüsse der sogenannten „Kosovo Troika“. Ein hoher Diplomat erklärte gegenüber der Zeitung: „ Wir benützen zunehmend das Wort Unabhängigkeit nicht mehr“. Dies entspricht komplett der Linie des deutschen EU- Verhandlungsbeauftragten für Kosova, Wolfgang Ischinger. Der Vorschlag der „Troika“ lautet ziemlich klar, Implementierung des Ahtisaari-Planes abzüglich des Wortes Unabhängigkeit. Selbstverständlich war und ist der Ahtisaari-Plan, mit oder ohne die Floskel Unabhängigkeit,

Gjermanisht shqip  Der deutsche Diplomat Ischinger hat während seines Besuches in Belgrad, zu Kosova, eine internationale Konferenz im Sinne von Dayton vorgeschlagen. Diese Positionierung wird in der deutschen Presse nicht nur von konservativen Autoren unterstützt, sondern auch von dem pseudolinken Freund des serbischen Chauvinismus, Jürgen Elsässer. Bekanntlich führte die Konferenz von Dayton im Jahr 1995 zur Teilung Bosniens. Die Beschlüsse von Dayton haben Bosnien entlang ethnischer Linien geteilt und das Land einer autonomen internationalen Verwaltung unterstellt.

Am vergangenen Freitag sprach die albanische „Elefantengruppe“ ( Verhandlungsgruppe) in New York mit Vertretern der serbischen Regierung. Diese sogenannten Verhandlungen sind ein absurder bizarrer Witz. Wie kann ein Gefangener mit dem Gefängniswärter, der ihn in Haft halten will, „verhandeln“ ? Gespräche machen nur dann Sinn, wenn sie von gleichberechtigten und souveränen Subjekten geführt werden.