Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
19:23
06.12.2019

Vollbild anzeigenDie Schüler des Gymnasiums “Sami Frasheri” in Prishtina haben ihre Sommerferien ausgenutzt um Widerstand zu leisten. Rund hundert Schüler haben am Mittwoch protestiert. Die Magistratsabteilung für Bildung der Gemeinde Prishtina hat beschlossen, vom 1 September 2012 ab, das Gymnasium zu teilen. Dies war auch der Grund, der vor einigen Wochen eine

Gruppe von Schülern und Schülerinnen dazu geführt hat einen

 

Protestrat gegründet. Anfänglich hatten die Gymnasiasten eine Forderung gestellt. Es darf

keine Entscheidung über die Teilung des Gymnasiums ohne Beteiligung der Schüler

gefällt werden, lautete ihre Forderung.

 

Doch mit der Zeit in Diskussionen über die Lage der Bildung in Kosova, hat der

Protestrat der Gymnasiasten seine Forderungen erweitert. Ihre sozialen Forderungen sind

klar und deutlich:

 

1. Es gibt zirkulierenden Gerüchte, dass die Magistratsabteilung für Bildung in Prishtina,

die Highschool 'Sami Frashëri' teilen will. Die Schüler des Gymnasiums 'Sami Frashëri'

wurden darüber nicht informiert. Es darf keine Entscheidung über die Teilung des

Gymnasiums ohne Beteiligung der Schüler gefällt werden. Jede Entscheidung, muss

mit Beteiligung der Schüler erfolgen. 2. Wir verlangen die Qualität der Bildung zu

erhöhen - öffentliche Bildung ist ein universelles Recht. Die Qualität der öffentlichen

Sekundarstufe II sinkt von Tag zu Tag. Daran sind weder die Schüler noch

unsere Lehrer SCHULD. Schuldig ist das Ministerium für Bildung und die

Magistratsabteilung für Bildung in Prishtina. Wir fordern, dass die Regierung Kosovas

das Budget für Bildung, erheblich ausweitet, um die Qualität der öffentlichen Bildung

zu verbessern. Ohne hochwertige Bildung ist kein sozialer Fortschritt möglich. Wir

fordern soziale Unterstützung für Schüler und Schülerinnen. 3. Gegen Gebühren für

Schuluniformen – für Studierende an den öffentlichen Gymnasien in Prishtina. Wir

lehnen es ab pro Jahr den Betrag von über 40 Euro für die Schuluniform bezahlen.

Dieser Preis ist nicht akzeptabel, angesichts der Armut, in der unsere Gesellschaft ist.

Unsere Eltern haben ihr gesamtes Leben lang Steuern bezahlt. Schuluniformen sowie

die gesamte öffentliche Bildung sollten kostenlos sein. Alle müssen kostenlosen Zugang

zur Bildung erhalten.

4. Gegen das Engagement von privaten Sicherheitsfirmen auf dem Schulgelände. Die

privaten Firmen kosten die Schüler 3 bis 6 Euro pro Jahr, je nach Schule Es ist wahr, dass

es Gewalt in unseren Schulen gibt. Es stimmt, dass wir Sicherheit in unseren Schulen

brauchen. Aber in den öffentlichen Schulen sollten keine privaten Unternehmen, für

unsere Sicherheit sorgen.

 

Am Mittwoch haben sich die Schüler um 12 Uhr beim Gymnasium getroffen, um dann

bis zur Gemeinde Prishtina zu marschieren. Vor der Gemeinde haben die Schüler eine

Stunde lang protestiert und am Ende dieses ersten Protestes klar gemacht, dass sie weitere

Proteste organisieren werden, bis sie das Recht auf eine kostenlose öffentliche Bildung

erringen.

 

Der Schülerprotest die Nachricht des Tages

 

Der Protest der Gymnasiasten in Prishtina wurde in Kosova zur Nachricht des Tages. Die

Medien Berichteten lange über den Protest. In allen Berichten wurde erwähnt, dass die

Schüler in Kosova zum ersten mal mit solchen Forderungen protestieren.

 

Die Gemeinde zeigt mit dem Finger auf VETEVENDOSJE!

 

Die Gemeinde von Prishtina, in welcher der Herr Bürgermeister Isa Mustafa aus der

LDK regiert, hat nach dem Schülerprotest sofort mit dem Finger auf die Bewegung

für Selbstbestimmung – VETEVVENDOSJE! gezeigt. Laut Halim Halimi, aus der

Magistratsabteilung für Bildung in Prishtina seien diese Schüler vom Zentrum der

Levizja VETEVENDOSJE manipuliert.

Doch dass Zentrum der Levizja VETEVENDOSJE! in Prishtina in einer

Pressekundgebung erläutert, dass sie die Schülerproteste unterstützt haben und dass sie

dies auch in der Zukunft machen werden.

 

Bilder von dem Protest

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