Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
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17.10.2019
Der Ahtisaari Plan bezüglich Kosova wurde mittlerweile der UN vorgelegt. Das Begleitschreiben des Finnen Ahtisaari, enthält die Formulierung „überwachte Unabhängigkeit“. Die sogenannten politischen Elefanten Kosovas versichern permanent, dass der Plan und diese Definition des Statuses den Wünschen des Volkes in Kosova entspricht. Nichts ist jedoch weniger wahr als diese Behauptung. Der Plan teilt Kosova entlang ethnischer Kriterien und ermöglicht dem serbischen Staat direkt ( mittels der Sonderbeziehungen zu den serbischen Gemeinden) nach Kosova hineinzuregieren.

 Zudem wird es nach dem Plan mindestens 44 serbische Botschaften in Gestalt der als serbisch definierten Kirchen und Klöster geben. Diese Botschaften des serbischen Staates sind über das gestammte Land verteilt und beanspruchen 9% des Territoriums. Die Kirchen und Klöster sind jedoch das gemeinsame Eigentum aller Menschen in Kosova. Sie als rein serbisch zu definieren, stellt eine grobe Geschichtsfälschung dar, es findet ein organisierter Raub an wertvollen Kulturgütern statt. Insgesamt werden rund 30% des Territoriums von Kosova auf völkischer Grundlage in dezentralisierte rein serbisch ethnische Gebilde umgewandelt. Was dies mit den Wünschen des Volkes zu tun hat bleibt das Geheimnis der sogenannten Elefantengruppe. Die Wünsche des Volkes könnten am sichersten mittels eines Referendums ermittelt werden, auch die Wünsche der Serben in Kosova deren wirkliche Präferenzen zum Teil unbekannt sind, denn für sie spricht bis dato nur der serbische Staat.


„Überwachte Unabhängigkeit“


Wer die Überwachung als Wunsch des Volkes deklariert ist als Politiker absolut disqualifiziert. Der Überwachungsstaat wird von allen demokratischen Bewegungen auf dem Globus als elementare Gefahr für Freiheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit abgelehnt. In Kosova hingegen existiert der seltsame Fakt, dass sich Politiker offen und positiv im Namen der Demokratie und Unabhängigkeit auf den Überwachungsstatus beziehen. Ignoriert wird die Tatsache, dass sich Freiheit und Souveränität nicht mit dem Status der Überwachung vertragen. Überwacht wird ein Mensch wenn man ihm nicht zutraut sein Leben selbstbestimmt zu regeln, oder wenn er als latente Gefahr für entgegengesetzte Interessen verstanden wird. Der Kern des Ahtisaari-Planes ignoriert vollständig die elementaren demokratischen Prinzipien, er ist ein imperiales Diktat gegen Souveränität und Freiheit. Nach dem Plan kann in Kosova nichts ohne die Zustimmung der neu installierten fremden Macht entschieden werden. Der kommende hohe Repräsentant hat in allen politischen, sozialen und kulturellen Fragen das letzte Wort. Die Formulierung „ überwachte Unabhängigkeit“ drückt zudem die tiefe koloniale Arroganz gegenüber den „ Eingeborenen“ aus.