Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
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20.10.2019

In Kosova wird die Teilung der Gesellschaft in arm und reich immer krasser. Im Dezember letzten Jahres hat die Regierung der Republik Kosova, ihre neuen Leitlinien, für den kommenden Haushalt vorgestellt. Tatsache ist, dass rund 30.000 Familien auf Sozialhilfe angewiesen sind. Jetzt fällt der

Regierung nichts besseres ein, als die minimale Sozialhilfe weiter zu kürzen. Bis dato betrug der Sozialhilfesatz für eine Familie 40 € pro Monat. Diese Minimalsatz soll jetzt um 5 Euro gesenkt werden. Grundsätzlich sind die meisten Menschen, in Kosova, von jeglicher gesellschaftlicher Teilhabe am Leben ausgeschlossen. Auf der anderen Seite der Medaille wird eine Gruppe von Politikern und Millionären immer reicher. Die Hauptursache für die Verarmung der Gesellschaft, ist der neoliberale kapitalistische Privatisierungsprozess . Durch den Privatisierungsprozess verloren bis dato 76.000 Menschen ihre Arbeitsplätze. Der Prozess soll nach den Plänen der Regierung ungehindert weitergehen. In Kosovo werden Hotels, Pools und ähnliche Anlagen speziell im Immobilienbereich entwickelt. Die Fertigung und die Produktion von Gütern in Kosova liegt darnieder. Westliche Investoren, bzw. türkische Investoren, sind tätig in einigen wenigen Bereichen der Rohstoffförderung, des Flughafens, sowie dem Abtransport von Waren aus Kosova. Die Verarbeitung und Veredelung von Produkten ist für private ausländische Investoren völlig uninteressant. Kosova ist ein Land des Konsums auf niedrigem Niveau und dem Abtransport von Rohstoffen, sowie als Durchgangsstraße für Produkte aus der Region. Kosova selbst hat eine extrem negative Handelsbilanz. Die kürzlich mit der Türkei abgeschlossenen Freihandelszone begünstigt den Import von billig Waren aus der Türkei. Die örtlichen Kleinproduzenten und speziell die Bauern werden dadurch weiter in den Ruin getrieben. Die Millionäre und Kollaborateure in Kosova bereichern sich auf unterschiedliche Art und Weise an dieser traurigen Realität. Es gibt keinerlei Plan der Regierung, die örtliche Produktion unter gesellschaftlichem Eigentum zu entwickeln und gleichzeitig die Kleinproduzenten und die Bauern zu fördern. Für sich selbst haben die Regierenden, mehr als 1 Million € reserviert, um im luxuriösen Rahmen die Gespräche mit Serbien in Brüssel zu führen. Es ist notwendig gesellschaftlichen Widerstand zu organisieren. Es gibt keinerlei Politik im Interesse der breiten Massen. Es gibt nur steigende Armut, die Liquidierung von Arbeitsrechten und die Inkaufnahme von Massenarbeitslosigkeit. In Kosova wird zunehmend Recht zu Unrecht und deshalb Widerstand zur Pflicht.

 

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MAX BRYM

Kosova Kolonie und neoliberales El Dorado

Kosova - Kosovo ist und bleibt ein gefährliches Pulverfass in Südosteuropa. Massenarmut und soziales Elend prägen das Leben der Menschen. Wie kann die soziale und nationale Frage in Kosova gelöst werden?

Format: 12 x 19 cm

Seitenanzahl: 164

ISBN: 978-3-85438-712-1

Erscheinungsdatum: 09.07.2013


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