Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
12:06
22.09.2017
Helle Empörung herrscht in den Schaltzentralen der UNMIK über die Farbbeutel, die gegen ihre Einrichtungen am 28. Mai in Prishtina flogen. Sichtlich irritiert ist man über die Tatsache, dass offensichtlich viele Menschen in Kosova, die UNMIK nur noch ARMIK ( Feind) nennen. Das erstarken der LPV ( Bewegung für Selbstbestimmung) wird fassungslos registriert. Die koloniale UNMIK Struktur im Bund mit privilegierten einheimischen Clans versucht über wüsteste Hetze gegen die LPV aus ihrem Dilemma herauszukommen. Die Farbbeutel und Steine die in Prishtina, Parlament und den Sitz der UNMIK trafen, werden zu „terroristischen Exzessen“ erklärt.

deutsch-albanisch gjermanisht-shqip In der Zeitung „Koha Ditore“ schrieb der Journalist Agron Bajrami am 16. November: „Der Chef der UNMIK Joachim Rücker ist alarmiert und dies hat Gründe.“ In der Tat, nachdem der UNMIK Sonderbeauftragte der Finne Ahtisaari, für Kosova jede Entscheidung über den Status Kosovas auf einen Termin nach den serbischen Parlamentswahlen am 21. Januar 2007 verschob, wachsen die Spannungen und Irritationen in Kosova. Vor einigen Tagen deutete Premierminister Agim Ceku an, dass das Parlament in Prishtina „ die Unabhängigkeit Kosovas verkünden könnte“.

Der deutsche Verteidigungsminister Jung dementierte Angaben wonach es auch in Kosova Leichenschändungen durch deutsche Soldaten gegeben hätte. Dem steht die Aussage eines Militärpsychologen im Rang eines Oberst der Bundeswehr gegenüber. Zu dieser Frage dokumentieren wir zwei Artikel aus der Netzzeitung. Zu dem Thema ereichte uns zudem ein Text von Frau Cornelia Maier, Frau Maier schreibt:

Der Nationalist Kostunica legte dem serbischen Parlament einen neuen Verfassungsentwurf vor. Die Berliner TAZ schreibt am 30.09.06 zur neuesten Entwicklung in Serbien:“Ein neuer Verfassungsentwurf für Serbien hat das Land in eine neue politische Krise gestürzt. Drei Minister und die Vizeministerpräsidentin der Partei "G 17 Plus" des serbischen Premiers Vojislav Kostunica reichten gestern ihren Rücktritt ein.

In der kosovarischen Stadt Ferizaj gibt es einen Kult um Enver Hoxha. Letztes Jahr wurde ein Platz in der Stadt nach dem ehemaligen Generalsekretär der „Partei der Arbeit Albaniens“ benannt. Jedes Jahr finden in Ferizaj Veranstaltungen zum Gedenken an Enver Hoxha statt. Sogar islamisch gläubige Menschen rufen zu Gebeten für den 1985 verstorbenen Atheisten Enver Hoxha auf.

Am 17.November 2001 durften die Bewohner von Kosova ein Parlament wählen. Bevor hier Wahlergebnisse analysiert werden und der Wahlinhalt bewertet wird, soll auf die Rahmenbedingungen des stattgefundenen Prozesses eingegangen werden. Gut 80% der Kosovaren sind ohne jegliche bezahlte Arbeit. Sie leben von den “Hilfsprogrammen” internationaler Organisationen in Form von Lebensmittelpaketen und eventueller Taschengeldvergabe. Ein Teil der Jugend geht daher den “Beschäftigungsmöglichkeiten” nach, die organisierte kriminelle Strukturen bieten, ein anderer Teil betreibt neben der rastlosen Suche nach einer sinnvollen Beschäftigung den ununterbrochenen politischen Disput. Nirgendwo wird in Europa tagtäglich so viel über Ökonomie und Politik gestritten wie in den Cafés und Straßen Kosovas.

Im August 2005 feierte Norwegen seinen einhundertsten Unabhängigkeitstag. Bis zum Jahr 1905 gehörte Norwegen zu Schweden. Die Forderung nach dem nationalen Selbstbestimmungsrecht wurde damals friedlich umgesetzt, da weder die einfachen Menschen in Schweden, noch eine imperiale Macht die Unabhängigkeit Norwegens bekämpften. Das Recht auf staatliche Lostrennung ist ein bürgerlich demokratisches Recht. Die Akzeptanz dieses Rechtes gereicht bis heute der schwedischen Arbeiterbewegung zur Ehre, denn sie verweigerte sich dem Chauvinismus der damaligen schwedischen Bourgeoisie.