Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
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21.09.2017

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Schweiz Österreich und Deutschland bieten wir einen besonderen Service an. Im Anhang dokumentieren wir die Einleitung des Romans „Schuld ohne Schuld“. Wer jetzt Mitglied von Kosova- Aktuell wird bekommt im Herbst den Roman kostenlos zugeschickt.

Max Brym hat Kurzgeschichten zum Leben in Kosova geschrieben. In absehbarer Zeit werden diese Geschichten in einem Verlag erscheinen. , Viele Tabus werden in dem Roman bezüglich Ehre, Verhalten und Sexualität gebrochen. Das Leben in Kosova wird in seiner grausamen sozialen Realität geschildert. Selbstverständlich wird der Verlag den Roman noch redigieren. Die Leser und Leserinnen von Kosova-Aktuell bekommen vorläufig nur die Rohfassung und Auszüge des Romanes zu lesen.

Schuld ohne Schuld- Ein Leben in Kosova- Einleitung

Schuld ohne Schuld- Ein Leben in Kosova- Vorwort von Max Brym

Das Schicksal von Albana Z aus Kosova .wird der verehrten Leserin und dem Leser in Romanform dargestellt, . Die Kurzgeschichte aus Kosova ist nicht frei erfunden. Tausende Frauen leben so wie Albana Z. lebte und lebt. Alle in dem Roman auftauchenden Personen haben keine wahre Identität. Die Namen wurden nur geändert und in die Romanform gepresst. Dennoch kennt der Autor alle handelnden Personen. Die angeführten ökonomischen Fakten und die Aussagen zur sozialen Lage können in der Fachliteratur sowie in Statistiken als wahr nachgeprüft werden. Ich habe mich bemüht viele Tabus in der kosovarischen Gesellschaft bezüglich Ehre, Verhalten und Sexualität zu brechen. Das Leben in Kosova wird in seiner grausamen sozialen und politischen Realität geschildert. Besonderen Wert lege ich auf die besondere Unterdrückung der Frauen, in Kosova. Frauen sind besonders von Arbeitslosigkeit, häuslicher Gewalt und sexueller Erniedrigung betroffen. Ohne die Frau, als der einen Hälfte des Himmels, wird es keine entscheidende Veränderung der Verhältnisse geben. Meine Heldin Albana Z. steht für diese besondere Unterdrückung und Erniedrigung, Sie steht aber auch für Rebellion und für das Recht auf ihre eigene sexuelle Identität und soziale Befreiung..


Schuld ohne Schuld Ein Leben in Kosova

von Max Brym

Albana liegt auf ihrer Couch und denkt nach. Sie ist jetzt 40 Jahre alt und lebt in einer Dreizimmerwohnung in Prishtina. Sie ist der Typ Frau den viele Männer gemeinhin als hübsch definieren. Sie ist hochgewachsen, schlank und blond. Groß geworden ist sie in einem Dorf in der Nähe von Gjakova. Oft denkt sie an ihre Jugendzeit zurück. Albana liebte die Natur, die Fauna und Flora welche ihr Dorf umgab. Sie spielte gerne mit Tieren und war in dieser Zeit meist tot- unglücklich wenn ihre Katze oder ihr Hase einging. Die Mutter war immer gut zu ihr und zu ihren Geschwistern. In der Schule viel Albana auf, da sie schnell den Lehrstoff verarbeitete. Sie las damals Abenteueroman, aber auch viele populäre Geschichtsbücher. Besonders liebte sie nach Abschluss der Pubertät, die übersetzten Romane des Franzosen Balzac . In den neunziger Jahren begann sie im Untergrundschulsystem Germanistik zu studieren. Oft hatte sie Probleme mit ihrem Vater Adem und ihrem Bruder Agron. Sie weigerte sich standhaft, die ihr zugedachten Männer zu heiraten. Hin und wieder ging sie damals nach Gjakova, um selbst nach Männern zu suchen. Ihr Bruder verfolgte sie öfter, aber nie kam er ihr auf die Schliche. Albana wollte immer selbst entscheiden, wen sie liebte was sie lernte und was sie dachte. Ihre Mutter sagte oft:, du bist so anders wie ich aber leb dein Leben. Mit dem Vater diskutierte sie nicht, sie rebellierte. Ihren Bruder Agron begann sie schon als junges Mädchen zu hassen, denn immer wollte er bestimmen was sie zu tun und zu lassen hatte. Sein Wahn ging so weit sie zu fragen ob sie onaniere. Natürlich onanierte sie als junges Mädchen genauso wie die Jungs. Für die Männer war immer alles erlaubt und für die Mädchen scheinbar gar nichts. Gefährlich war es damals nur wenn serbische Tschetniks auf der Straße waren. Bereits vor 1999 wurden viele albanische Mädchen vergewaltigt. In den neunziger Jahren war sie deshalb meist froh, wenn sie ein albanischer Mann begleitete oder gar ihr Bruder Agron. Sehr zufrieden war sie immer in der Nähe ihrer geliebten Mutter. Der Mutter machte das Geschwätz der Nachbarn über die selbständige Albana nichts aus. Dann aber kam dieser verdammte Tag im April 1999.Sechs Tschetniks stürmten ins Haus nahmen die zehnjährige Arigonna vergewaltigten sie, um sie anschließend zu töten. Dann wurde Albana vor den Augen ihrer Mutter vergewaltigt. Szenen, die jede Nacht in Albanas Träumen wiederkehren. Werde ich jemals wieder normal sein können denkt Albana. Ja ich muss ich habe einen zwölfjährigen Sohn, ich tue schlechtes um ihn zu ernähren. Ich verkaufe mich an Männer und habe einen Freund den ich liebe. Ich belüge mein Kind und meinen Freund. Irgendwie muss ich da raus dachte Albana sie zündete sich noch eine Zigarette an. {abo}