Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
18:18
22.08.2019

Ich bin Albaner und ein radikaler Linker.  Die Schreiber bei BOTA SOT, oder anderen Zeitungen würden mich nach dieser Aussage sofort in der Luft zereisen, aber dafür bin ich nicht Prominent genug. In Kosova ist es Mode, dass fast alle politischen Größen sich als linke oder rechte Mitte definieren. Diese Mitte denkt nur an ihre eigene Brieftasche und sonst an gar

nichts. Der „ freie Markt“ wird zu einer Ikone verklärt. Die Privatisierung wird „ heilig“ gesprochen. Der Hinweis darauf wie viele Arbeitsplätze der Privatisierungsprozess bis dato kostete wird von den Regierungsleuten und der Pseudoposition aus LDK und AAK kalt ignoriert. Ich bin aber der Meinung, man muss für soziale Gleichheit in Kosova eintreten. Die Gesellschaft benötigt das Eigentum an den Reichtümern unseres Landes selbst. Wir benötigen eigene Ressourcen um planvoll, die Massenarmut zu bekämpfen. Die PTK, Trepca oder die KEK darf nicht privatisiert werden. Ferronikel in Drenas muss wieder gesellschaftliches Eigentum werden. Die Löhne in Kosova müssen steigen ,wir benötigen eine solide öffentliche Krankenversicherung. Jeder in Kosova muss das Recht auf kostenlose Bildung erhalten. Schluss mit der Privatisierung der Bildung, Bildung darf keine Frage des Geldbeutels sein. Die Gelder um die Armut zu beseitigen könnten uns unsere öffentlichen Ressourcen verschaffen. Kosova ist voll mit Chrom Nickel Kupfer Blei und Kohle. Diese Rohstoffe könnten der Gesellschaft viel an materiellen Dingen einbringen. Wenn wir unsere Ressourcen gemeinsam nützen würden, währe die Massenarmut schnell beseitigt. Stattdessen wird uns dieser Reichtum mittels der Privatisierung gestohlen. Bestimmte ausländische Firmen wollen hier perspektivisch nur Rohstoffe mit billigen Arbeitskräften aus dem Boden holen und dann abtransportieren. Die Verarbeitung steigen der Rohstoffe wird dann in den Metropolen des Kapitalismus vorgenommen.  Steuern sollen dabei nur in geringem,

 Maß anfallen. Die Profite können nach den Regularien der Privatisierungsagentur AKP „ frei transferiert“ werden. Es gilt dagegen zu kämpfen.  Diese Haltung von mir ist eine radikale linke Haltung. Radikal links zu sein heißt: „Alle Verhältnisse radikal umzustürzen in denen der Mensch ein unterdrücktes, erniedrigtes, beleidigtes und verlassenes Wesen ist“. Was gibt es dagegen einzuwenden?  Nichts. Es sei denn es wird Milosevic ein Kompliment ins Grab hinterher geschmissen. Dies geschieht  mit der Bemerkung: „ Er war Sozialist“. Das Gegenteil ist wahr. Milosevic benützte gelegentlich eine linke Maskerade in Wahrheit war er ein rechter  Chauvinist. Kosova benötigt heute eine wirkliche radikale Linke. Ergo links tritt für soziale Gleichheit und Freiheit ein , ein Rechter oder ein so genannter bürgerlicher Demokrat für das Gegenteil.  

 

A.R. Kosova

Übersetzung von Max Brym

 Beiträge

a