Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
14:55
21.09.2019

Vom 24. bis zum 28. März organisiert eine Gruppe von linken Bewegungen eine Veranstaltungsreihe zum Thema „Stoppt den Deutschen Kriegskurs!“, bei der auch Vertreter der antikosovarischen sogenannten „kommunistischen Jugend Jugoslawien“ (SKOJ) als Hauptgäste sprechen werden. Ricky Burzlaff von DIE LINKE Leipzig sagt dazu: „Der Titel der Veranstaltungsreihe klingt vielversprechend. Die Bundesrepublik Deutschland beteiligt sich

immer mehr an Auslandseinsätzen und steuert immer mehr Waffen in Krisen- und Kriegsregionen bei. Deshalb ist es richtig und wichtig, diesem militaristischen und imperialistischen Kurs entgegenzutreten, auch mit Informationsveranstaltungen. Neben dem 1. und 2. Weltkrieg wird ein Schwerpunkt dieser Veranstaltungen der deutsche Angriffskrieg gegen Jugoslawien sein. Es versteht sich, als Linker die NATO-Bombardierungen auf zivile Einrichtungen im ehemaligen Jugoslawien zu verurteilen. Krieg löst kein Problem auf der Welt! Jedoch muss ebenso die Leugnung von serbischen Massakern an Albanern (geschehen durch große Teile der sogenannten Friedensbewegung) scharf kritisiert und verurteilt werden. In der Einladung der obigen Veranstaltungsreihe heißt es u.a.: „Warum starben mehr Menschen durch den Schutz der NATO-Bomben, als angeblich durch die „bösen“ Serben?“. Damit werden die tausenden Opfer serbisch-faschistischer Gewalt verhöhnt. Es ist ein Unding, dass die Veranstalter (unten namentlich genannt) die Opfer der NATO-Angriffe gegen die des Milosevic-Regimes ausspielen. Sie träumen noch heute von einem großserbischen Jugoslawien, dass seine Minderheiten terrorisieren kann. Hinzu kommt, dass man die „Union der Kommunistischen Jugend Jugoslawiens“ (SKOJ) eingeladen hat, die aktiv gegen die Unabhängigkeit von Kosova kämpft und damit nationalistischen Kräften Serbiens und Anhängern des Schlächters Milosevic aus dem Munde spricht. In einer Erklärung von 1999 sagten sie: „Die jugoslawische Armee verteidigt erfolgreich das Territorium unseres Landes. Das Ziel der westlichen Imperialisten ist sehr klar. Sie wollen Besatzungstruppen nach Kosovo und Metochien, das ein integraler Bestandteil Serbiens und der Bundesrepublik Jugoslawien ist, bringen, um in dieser Region NATO-Basen zu installieren. Ihr zweites Ziel ist die Zerstückelung der Bundesrepublik Jugoslawien durch Unterstützung der separatistischen, pro-westlichen Kräfte in Montenegro. Das dritte Ziel –und eigentlich das Hauptziel – der imperialistischen Banditen ist die Einsetzung einer pro-westlichen Marionettenregierung in Belgrad. Die Luftschläge gegen unser Land stellen eine direkte militärische Unterstützung der pro-imperialistischen, terroristischen Organisation der UCK dar, die unmittelbar der Etablierung der "Neuen Welt Ordnung" dient. Die Liga der Jugoslawischen Kommunistischen Jugend (SKOJ) beteiligt sich aktiv an der Verteidigung der Bundesrepublik Jugoslawien und am Kampf gegen den Imperialismus, der unser Land angreift.“ Obwohl sie hinsichtlich der imperialistischen Gefahr aus dem „Westen“ Recht hatten, begreifen die SKOJ sowie der Großteil der deutschen Friedensbewegung nicht, dass die überwältigende Mehrheit aus Kosova die Unabhängigkeit will und dass diese auch aufgrund jahrelangem Terrors und Mordens verständlich ist. Heute müssen wir Linke begreifen, dass die Unabhängigkeit von Kosova für die Menschen dort unten wichtig ist. Gleichzeitig ist es aber auch richtig, die imperialistische Politik, auch die NATO-Angriffe, auf das Schärfste zu verurteilen. Ich fordere deshalb die Veranstalter der Veranstaltungsreihe auf, …

  1. … die Unabhängigkeit von Kosova anzuerkennen.

  2. … die SKOJ auszuladen.

  3. … die real stattgefundenen Verbrechen der Serben gegen Albaner endlich zu registrieren.“

Veranstalter: Freie Deutsche Jugend, Jugendaktionsausschuss - Notstand der Republik, Jugendsekretariat des Arbeiterbund für den Wiederaufbau der KPD, La Resistance Ingolstadt, SDS Regensburg, SJD - Die Falken, linksjugend [solid] Ingolstadt u.a.