Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
10:36
18.06.2019

Den Thesen der Montagsdemos und „Pseudolinker“ muss entgegengetreten werden! Die „Wahnwichtel“ der sogenannten „Montagsdemonstrationen“ sind auch abseits ihrer wöchentlich stattfindenden Propaganda-Events in sozialen Netzwerken aktiv und verbreiten zusammen mit Pseudolinken der Partei DIE LINKE krude Einstellungen zur Friedens- und Außenpolitik. Sie teilen

Texte und Videos von externen Internetseiten oder schreiben und verteilen selber geistig sehr armselige Zeilen. Die Inhalte erscheinen Menschen, die sich neu in die Friedensbewegung einbringen oder sich damit zum ersten Mal beschäftigen wollen, logisch und bilden sich deshalb zu einem Konstrukt, das in der Summe ein gewisses Verschwörungsweltbild ergibt. Dessen Eigenschaften sind hauptsächlich ein „Freund-Feind“-Denken, welches sich vor allem darin widerspiegelt, dass der Feind meines Feindes mein Freund sein muss. Putin, Assad, Milosevic oder andere Personen bzw. Mächte, die im Konflikt mit dem „Westen“ stehen, werden unabhängig von ihrer mörderischen Politik hochgejubelt und moralisch unterstützt. Die Verbreiter solcher Texte, Videos und Nachrichten sehen darin die alleinige Wahrheit und merken nicht, dass sie damit genau das Gegenteil von „Frieden“ fordern und auch erzielen. 

Den Gipfel bildete in den letzten Tagen das massive Teilen von antialbanisch-rassistischen Texten und Videos durch viele Teilnehmer der Montagsdemos. Zum Beispiel der Artikel „Die Schlafwandler werden zu Traumtänzern“ auf www.nachdenkseiten.de, wo es heißt: „Beim Jugoslawien-Krieg hatte man seitens der NATO noch den schändlichen Umweg über die Toten von Racak eingelegt, die man unbedingt durch den verhängnisvollen amerikanischen OSZE-Repräsentanten William Walker in Pristina den Serben in die Schuhe schieben wollte.“ Der Autor dieses Textes war wahrscheinlich noch nie in Kosova und hat mit den Opfern von Racak gesprochen. Denn mit seinen Thesen werden diese albanischen Opfer verhöhnt. Man braucht nicht intelligent zu sein, um zu wissen, dass man vor einer Beurteilung eines solchen Textes sich mit dem Thema beschäftigen sollte, worunter auch eine (solidarische) Auseinandersetzung mit den Angehörigen der ermordeten Albanern fällt. Genauso schrecklich und gefährlich ist die Teilung des Filmes „Es begann mit einer Lüge“, der die serbischen Verbrechen in übelster Weise verharmlost und noch mehr lügt, als es Scharping 1999 getan hat.
Diese Thesen tuen vor allem hinsichtlich des Jahrestages des Völkernmordes in Srebrenica am 11.7. richtig weh.
Allgemein gilt: Wer Massaker leugnet, ist auch in der Lage, einen Genozid zu leugnen. Wer einen Genozid leugnet, ist auch in der Lage, den Holocaust zu leugnen. Darum müssen wir entschieden den Thesen der Montagsdemo entgegentreten, die alles leugnen, was nicht in ihr Weltbild passt. Friedenspolitik ist nicht einfach und die Welt funktioniert auch nicht nach einer Verschwörung.
Assad ist nicht der „Gute“ und die Oppositionellen allgemein „die Bösen“. Milosevic war kein „Guter“ und die UCK war auch keine „Terrororganisation“. Es gibt auch keinen guten „Putin“ oder eine „gute“ Kiewer Regierung. Lasst uns endlich Schluss machen mit diesen Lächerlichkeiten!
Für die Durchsetzung von Menschenrechten und die Unterstützung von Unterdrückten!

 

Ricky Burzlaff