Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
20:26
24.03.2019

Kosova befindet sich in einer tiefen Krise. Die Regierung Mustafa wurde innerhalb von 40 Tagen mit vielen Massendemonstrationen konfrontiert. Die Proteste richteten sich gegen die “Lista SRPSKA” und die Menschen sprachen sich gegen die Privatisierung des Rohstoffgiganten Trepça aus.  Aber in Kosova gibt es auch ein anderes neues Phänomen, der Exodus. Nach dem Krieg sind jedes Jahr

mehr als 10.000 Bewohner Kosovas in Richtung West-Europa geflohen, um ein besseres Leben zu finden. Das heißt, vom Jahr 2000 bis 2013 sind wenigstens 130. 000 Menschen von Kosova nach Western geflohen. Das neue im Jahr 2014 und 2015 ist, dass diese Zahlen enorm gestiegen sind. Nach den Untersuchungen von  vielen NGO s und anderer Organisationen wissen wir, dass nur vom Oktober 2014 bis zum Februar 2015 fast 50.000 Flüchtlinge aus  Kosova geflüchtet sind. Die Reise geht nach Serbien (Bujanovc-Subotic), danach flüchten sie illegal nach Ungarn. Ab Budapest  geht die Reise meinst in die Richtung Frankreich, oder Deutschland. Gleichzeitig erklärt die Botschafterin Deutschlands (Angelika Viets) in Prishtina und der französische Botschafter (Delphine BORIONE), dass sie keine illegalen Emigranten in ihren Ländern brauchen und das es kein Asyl für sie gibt. Das Merkwürdige ist aber, dass man ruhig von Serbien aus die Grenze nach Ungarn, überqueren kann- ohne das man verhaftet wird. Die Grenze nach Ungarn wird direkt mit den serbischen Polizisten gegen 200 bis 300 Euro überwunden. . Das alles kann wie ein Zufall aussehen aber leider ist es nicht so. In einer Debatte in RTK (Radio Telivizioni i Kosoves) sagt der Fraktionsvorsitzende derLëvizja VETËVENDOSJE!, Visar Ymeri, “dass viele Länder eigentlich Interesse haben an diesem Exodus”. Er sagte, dass “sie viele Emigranten als günstige Arbeitskraft brauchen, weil leider ihre Völker viel älter sind” . VisarYmeri erklärte: “Bestimmte EU- Länder benötigen gebildete Arbeitskraft. Deutschland, Frankreich etc. brauchen Arbeitskräfte , die schon gebildet sind wie Ärzte, Bäcker, Handwerker, Auto-Mechaniker usw., damit sie kein Geld in ihre Bildung investieren müssen.” Das ist auch der Grund, wieso die EU keinerlei Druck gegen i Serbien und Ungarn ausübt , um die illegalenEmigranten zu stoppen. Mittels einer einfachen Rechnung kann man sehen, dass vom Jahr 2014 bis am Februar 2015 etwa 100.000 Albaner aus Kosova geflüchtet sind. Wenman die Geschichte des Balkans gut kennt,  kann man diese Lage mit dem Jahr 1991 in Albanien vergleichen. Nach 1991 flüchteten 800.000 Albaner in andere Länder. Und all das passierte und passiert weil die neoliberale Privatisierung keine Hoffnung gibt . Es entstehen keine neuen Arbeitsplätze , soziale Leistungen und soziale Rechte verschwinden. Zum Schluss will ich kurz den Vorsitzenden der Opposition ( VV) in Kosova, AlbinKurti, zitieren der in einem Artikel schrieb:” In Kosova ist das ganze Volk im Bus. Nur es sind zwei verschiedene Linien, die existieren. Die erste Linie ist, die die nach Ungarn geht und die zweite Linie fährt in das Zentrum von Pristhina zum Boulevard “ Nëna Terezë” vor der Regierung. Wir müssen alle zusammen, die zweite Linie wählen und Massendemonstrationen organisieren!”

Foto Astrit Dehari 

 

Shkruan: Astrit Dehari