Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
18:30
20.05.2019

Für mich ist Prizren der schönste Stadt in Kosova. Ich glaube nicht dass es dies nur eine Frage des persönlichen Geschmacks ist, sondern ich gehe davon aus, dass dieser Eindruck nicht nur ein persönlicher ist. Dennoch belegt gerade die Realität in Prizren, den traurigen Zustand des Landes . Vor einem Jahr wurde der Bürgermeister der Stadt Ramadan Muja, zu zwei Jahren Gefängnis auf Bewährung

verurteilt. Dagegen legte er selbstverständlich Widerspruch ein und ist nach wie vor Bürgermeister der Stadt. Das Verfahren sieht sich in die Länge und seine Partei, die PDK hält ihm die Treue. Ursprünglich wurde der Bürgermeister wegen schwarzer Geschäfte, Immobiliendeals, darunter Verschleuderung von öffentlichen Grundstücken verurteilt. Offensichtlich hat in der historischen Stadt nur die Korruption und der Amtsmissbrauch seinen politischen Platz. Anträge der Stadtratsfraktion von VV ( Bewegung für Selbstbestimmung) werden regelmäßig im Stadtparlament abgeschmettert. In der Amtszeit des Bürgermeisters wurden Bauvorhaben getätigt, die den historischen Kern der Altstadt beschädigten. Fast im Zentrum wurden Grundstücke zu Schleuderpreisen an dubiose Firmen, wahrscheinlich gegen Schmiergeldzahlungen verhökert. Viele Häuser, die den Menschen einst Obdach gewährten wurden abgerissen und durch Parkplätze, die kommerziell genutzt werden, ersetzt. In Prizren wurde aber nicht nur der Bürgermeister verurteilt, sondern auch fünf leitende Beamte der Stadt. Allesamt befinden sich noch in Amt und Würden. Entlassen wurde nur eine Person, deren Unschuld mittlerweile erwiesen ist. Im neueste Haushaltsbericht der Stadt ist erstaunliches zu lesen. Jeder Direktor der Gemeinde , hat knapp 1000 Euro pro Monat für Mittagessen ausgegeben. Die Gemeinde verbrauchte im Jahr 2012 675 Euro pro Tag für Benzin und Kraftstoff, für die Fahrzeuge der kommunalen Spitzenbeamten. Die nackten Zahlen belegen, dass Geld der Bürger wird den privaten Interessen der privilegierten kommunalen Spitze in den Rachen geworfen. Im vergangenen Jahr sind diese Kosten etwas gesunken. Im Jahr 2014 gab es nur noch 365 € pro Tag an Benzinkosten. Wenn die Benzinkosten zusammengerechnet werden kommt man zu folgendem Ergebnis:“ Die Spitzenbeamten könnten an einem Tag von Prizren nach Istanbul, und von dort weiträumig und ohne Kosova zu frequentierten nach Berlin reisen. Auf der Stadtratssitzung am 12. März wies ein Vertreter von VV daraufhin, dass diese Stadtregierung keinerlei Interesse an der Schaffung von Arbeitsplätzen und sozialen Einrichtungen hat. Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen.



Quelle 12. März 2015 VETËVENDOSJE!

http://www.vetevendosje.org/news_post/sundimi-i-krimit/

Foto Prizren


LIAM HOARE