Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
05:31
20.05.2019

Die EU- Für einige Staaten DAS ZIEL überhaupt, vor allem für die Balkanstaaten, die es darauf abgesehen haben Teil dieser Union zu werden. Sie hoffen dadurch, dass sie an politischer und wirtschaftlicher Stabilität, Entwicklung und Sicherheit profitieren. Aber was sind das eigentlich für Staaten, die über den EU-Beitritt verhandeln dürfen und sogar EU-Mitglieder sind?

Wir tendieren meistens dazu zu denken, dass es sich bei diesen EU-Mitgliedern und EU-Beitrittskandidaten immer nur um starke, stabile, gerechte und vor allem soziale Staaten handelt. Dabei gibt es Staaten bei denen diese Voraussetzungen überhaupt nicht zutreffen. Die gravierenden Schattenseiten dieser Staaten werden von der Europäischen Union ignoriert, wie zum Beispiel die der Staaten Griechenland, Mazedonien und Serbien.

Alle drei Staaten diskriminieren, unterdrücken und terrorisieren die albanische Minderheit systematisch. Während die albanische Minderheit versucht sich anzupassen, legen diese Staaten ihnen weiterhin Steine auf dem Weg.

Ist das nun die neue EU-Voraussetzung? 
Die Unterdrückung und Diskriminierung der Minderheiten? 
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+ Mutterland der Demokratie und Gerechtigkeit: Griechenland! +

In Griechenland leben rund 1.000.000 Albaner, die während der Kommunistenzeit in Albanien die Flucht nach Griechenland ergriffen haben. Als Albaner hat man es in Griechenland ganz und gar nicht leicht. Während sich die albanische Minderheit seit Jahren versucht anzupassen, schränkt Griechenland sie massiv ein. Zu sehr herrscht ein antialbanisches Klima vor und wird mit dem Bild des albanischen Flüchtlings das des ungebildeten und vermeintlich gefährlichen Einwanderers assoziiert.

Der griechische Staat fördert die albanische Minderheit nicht, sondern lässt sie für Dumpinglöhne arbeiten, obwohl die Albaner ihren geforderten Beitrag an den griechischen Staat leisten. Der griechische Staat greift tief in die Persönlichkeit und in das Erscheinungsbild der Albaner ein, sodass viele nicht den Mut besitzen sich öffentlich als Albaner zu outen.

Elbasan M. , den ich vor einigen Jahren in Griechenland treffen durfte, erzählte mir, dass mehr erwartet wird als nur Integration. Er könne nicht öffentlich mit jemanden albanisch sprechen oder gar zugeben, dass er ein Albaner ist. Die Nationailtäts- und Religionszugehörigkeit werden unterdrückt – Die Menschen haben keine andere Wahl als sich so hinzugeben. Das Wehren führt meistens dazu, dass die Albaner noch härter bestraft werden und es im Nachhinein aussichtslos für sie ist. Die Folge daraus ist die, dass die Albaner ihre eigentliche Identität ablegen und sich zu einem Griechen bekennen.

Griechenland ist schon seit 1981 Mitglied der EU und keiner geht auf dieses ernst zunehmendes Problem ein. Nein! Es werden sogar weiterhin Millionen Gelder in den griechischen Staat gepumpt und weiterhin toleriert, dass dort Menschen bewusst unterdrückt und diskriminiert werden!

+ Mazedoniens unbeweislichen Strafmaßnahmen +

Die meisten Albaner leben in der Hauptstadt von Mazedonien, Skopje. Laut vielen Analysten leben dort rund 40% Albaner und gilt somit als eher große albanische Minderheit.

Mazedonien fiel in der Vergangenheit schon mehrmals damit auf, dass mazedonische Bürger die albanischen Mitbürger regelrecht terrorisierten, indem sie die Albaner öffentlich angriffen und sie verletzten. Dies sind schon seit Langem keine Einzelfälle mehr, sondern Wiederholungsdelikte. Vor einiger Zeit ist eine albanische Familie auf ihrem eigenen Grundstück von Mazedoniern grundlos angegriffen worden. Die ältere Hausdame wurde schwer verletzt und auch weitere Familienmitglieder, darunter Kinder, kamen nicht unverletzt davon. Das Skurrile an dieser Sache ist, dass der mazedonische Staat nicht gegen die Täter vorgegangen ist.

Ein weiteres Beispiel ist auch der Fall "Monstra". 
Im Jahr 2012 wurden fünf Mazedonier in Skopje ermordet. Man untersuchte diesen Fall Jahrelang bis sechs Albaner daraufhin dieses Jahr zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt wurden. Die Problematik dahinter ist die, dass es an Beweisen gegen die sechs angeklagten Albanern mangelt. Tausende Albaner, egal woher sie kamen, gingen auf die Straßen und protestierten gegen diese Ungerechtigkeit. Passiert ist jedoch nichts.

Mazedonien ist seit 2005 ein offizieller EU-Beitrittskandidat. Die Ungerechtigkeit und Terrorisierung gegenüber der albanischen Minderheit scheint für die EU ein eher irrelevantes Problem darzustellen.

+ Keine Bildung, keine Perspektive, keine Zukunft: Et voilá Serbien! +

Den rund 80.000 Albaner, die in Serbien leben, ergeht es nicht anders. Neben der gnadenlosen Diskriminierung und Unterdrückung werden die Menschen terrorisiert und massiv unter Druck gesetzt.

Die Menschenrechte gegenüber der albanischen Minderheit in Serbien werden in jeder Hinsicht verletzt. Wie zum Beispiel das Recht auf Bildung.
In der Vergangenheit wurden mehrmals Bücher in den Schulen, in denen albanische SchülerInnen unterrichtet werden, weggenommen. Hinzukommt, dass die Studiumdiplome der Studenten, die in Kosova studiert haben und nach Serbien zurückkehren sind, mit dem "kosovarischen" Stempel nicht anerkannt werden. Die Absolventen verfallen, aufgrund der Arbeitslosigkeit und Perspektivlosigkeit, in ein tiefes depressives Loch. Viele sehen keine Zukunft mehr und wissen nicht mehr, was sie tun sollen.

Serbische Soldaten laufen mehrmals durch die Straßen die mehrheitlich bewohnten Albaner, um die Menschen dort einzuschüchtern. Ein weiteres Phänomen ist die Jobverteilung. Es wird grundsätzlich, gleichgültig wie gut die Fähigkeiten der Bewerber sind, ein Serbe eingestellt, als ein Albaner.

Der serbische Staat betreibt seit Jahren eine konsequente systematische Vertreibungspolitik gegen die albanische Minderheit. Trotz dieses Dilemmas wurde im Jahr 2012 Serbien als EU-Beitrittskandidat aufgenommen.

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Die Europäische Union weiß ganz genau, wen sie sich ins Haus holen und mit wem sie verhandeln. Ein schockierendes Ergebnis, das uns ein wenig spekulieren lässt. Ist die Europäische Union wirklich gegen Diskriminierung, Rassismus und Unterdrückung, wie man uns das vorkaut oder spielt man es uns einfach nur vor?
Eins sollte uns aber allen klar sein: Ein Armutszeugnis ist dies für die Europäische Union allemal!

 

 
Entwicklung von 1952 bis 2013