Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
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24.05.2017

Neun Jahre ist es her als das Kosovarische Parlament die Unabhängigkeitserklärung abgegeben hat. Das jüngste Land Europas hat eine sehr  eine junge Bevölkerung aber die jungen Kosovaren zeigen Misstrauen gegen die Politiker in Prishtina. Der Ausweg für ein besseres Leben ist für viele, die Flucht nach dem Westen. Die beliebtesten Ziele sind die Schweiz und Deutschland, wer weniger Geld in der Tasche hat ist auch zufrieden wenn er es schafft  Frankreich

zu erreichen . So reagiert eine Bevölkerung welche die Nase voll hat von den Lügen der korrupten Politiker in Kosova. Jeden Tag treffe ich junge Kosovaren in der Cafeteria, in denen es wimmelt von Jungs und Mädchen von 15 bis 30 Jahren. Oft spreche ich sie an und frage sie über ihre Pläne, die meisten sind unzufrieden und zeigen ihr Misstrauen in den Staat offen. „ Ich weiß nicht ich habe keine Pläne in diesem Land. Ich sehe hier nur Schwarz, ich würde am liebsten nur weg von hier“, ist eine typische Antwort von Besim. Ich fragte nach: Wie denn? Er antwortet schnell: „Heiraten mit einer Frau die Papiere hat“. Besim ist leider nicht der einzige Kosovare der so denkt. In Kosova haben nur wenige Kosovaren einen festen Job, oft arbeiten sie unter schlechten Bedingungen, meist  schwarz ohne einen Vertrag und auch ohne Rechte. Die Kosovaren schaffen es nur ein halbwegs normales Leben zu führen,  durch die Hilfe der Diaspora. Nach Angaben der nationalen Bank von Kosova hat   die Diaspora von Kosova in den letzten zehn Jahren mehr als 6 Milliarden Euro in ihre Heimat überwiesen. Diese  Zahl  spiegeln  nur den legalen Weg durch  Banküberweisungen wieder. Die jungen Kosovaren erwarten jeden Sommer ihre Verwanden aus verschiedenem Länder, die zum Urlaub nach Kosova kommen. Neue Autos und viel Geld locken die Jugend an und hypnotisieren sie. Geträumt wird  von einem besseren Leben, teile der Jugend geben sie ihr aktuelles leben in Kosova auf, in der Hoffnung etwas zu erreichen. Die Jugend sucht  ihre Chance in einem anderen Land. Dies geht  nicht nur durch legale Wege, viele  begeben sich auf  illegale Ruten in die Hände von Schlepperbanden, die viel verdienen. Nicht alle die ihr Geld für diesen Traum ausgeben erreichen ihr Ziel, die Meisten werden wider abgeschoben, da  Kosova als ein sicheres Herkunftsland eingestuft wurde. Durch die Abschiebung werden die  Leute  noch ärmer. Die Träume zerplatzen und dadurch steigt die Wut gegen die örtlichen  Politiker an. Nach Angaben des Staats leben in Kosova mehr als 1.6 Millionen Kosovaren. Die Einwohnerzahl der Menschen  die noch im diesem Land leben sinkt,  da viele in dem Westen geflüchtet sind. 

Im Kosova spricht man von mehr als 100.000 Kosovaren, de ihrem Land den Rücken gekehrt haben sollen. Nicht nur die Kosovarische Diaspora hat im Kosovo ihr Geld ausgegeben, auch die EU hat Milliarden investiert. Bis jetzt reicht dieses Geld nicht aus, um ein besseres Leben für die Kosovaren zu gestalten.

Foto Mustafë Mehmeti

 


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