Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
18:10
24.09.2018

Von Blerim A. Das Geschrei um den Doppeladler hört in der Schweizer Presse nicht mehr auf. Die Blocher Rechte, der SVP ledert nach dem 2:1 Erfolg gegen Serbien, gegen Shaqiri und Xhaka. Angeblich hätte Fußball nichts mit Politik zu tun meinen- die Liberalen- während die politische Rechten Shaqiri und Xhaka vorwirft, sich nicht genug mit der Schweiz zu identifizieren.

Ausgeblendet wird folgendes: Besonders Shaqiri und Xhaka waren währen und im Vorfeld des Spiels wüsten rassistischen Drohungen und Beschimpfungen ausgesetzt Beim Spiel wurden ununterbrochen rassistische Parolen, wie zum Beispiel „Tod den Albanern“ skandiert und bei jedem Ballkontakt kamen Pfiffe. Serbische Faschisten welche sich als Fußballfans tarnen hatten Bilder des Mörders Ratko Mladic dabei und zeigten permanent den Tschetnik- Gruß. Natürlich löst dies bei albanischen Flüchtlingskindern Emotionen aus. Die Eltern von Xhaka und Shaqiri, flüchteten einst vor dem serbisch nationalistischem Terror aus Kosova, in die Schweiz. In so einem Spiel von Fußballern zu erwarten ruhig und gelassen zu bleiben ist eine pseudoliberale Zumutung. Sie haben niemanden angegriffen oder beschimpft, sie haben sich einfach gefreut für die Schweiz Tore geschossen zu haben und zu gewinnen. Außerdem müssen sich die gegnerischen Fans fragen lassen warum sie sich durch das Symbol einer Flagge so provoziert fühlen? Bei wem liegt das Problem? Xherdan Shaqiri und Granit Xhaka sind nicht nur tolle Fußballer, sie sind auch Menschen mit Gefühlen, sowie Bezügen zu dem Land ihrer Eltern. Der Doppeladler Gruß war eine defensive emotionale Reaktion auf den wüsten und barbarischen serbischen Nationalismus im Stadion. Stephan Lichtsteiner, Captain der Schweizer Fußball-Nationalmannschaft erklärte dazu:

«Ich glaube nicht, dass die Schweizer ein Problem damit haben, wenn man so jubelt. Weil wir ja wissen, dass sie Doppelbürger sind. Ich glaube, sie hatten einen extremen Druck. Es war wichtig, dass wir ihnen geholfen haben und sie uns geholfen haben. Es gehört ein bisschen dazu, mit dieser politischen Geschichte. Im Vorfeld gab es sehr viele Provokationen. Für uns Schweizer war es schon schwer, und für die Doppelbürger war es noch viel schwerer. Ich habe auch als Captain kein Problem damit. Im Gegenteil. Ich habe viel mit ihren Vätern über das Thema geredet. Es ist ein extremer Druck, ein extremer Kampf. Da sind sehr viele Emotionen dabei, und ich finde es auch richtig, dass man das ausgiebig feiert.»

Blerim Dzemaili sagte: «Es ist schwierig zu kommentieren. Die Emotionen sind hoch. Für die Spieler, die aus dem Kosovo kommen, den Krieg miterlebt haben, sind die Emotionen noch höher. Da kann es schon vorkommen, dass man den Adlerjubel macht.»