Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
14:45
15.09.2019
Immer wenn das Jahr sich dem Ende zuneigt, wirft der Mensch dem abgelaufenen Jahr noch den letzten Blick zu, während er in der gleichen Zeit auch schon Pläne schmiedet für das kommende Jahr. Wenn der Bürger von Kosova (bitte die wenigen aber sehr reichen Politiker, Geschäftsleute... ausschließen) sich vom abgehenden Jahr verabschiedet,

aber auch wenn er schon Pläne schmiedet für das neue Jahr, kommt ihm nur ein Wort in den Sinn: Überleben!

Der Arbeitslose, der jeden Tag miterlebt wie keine neuen Arbeitsplätze geschaffen werden, sondern im Gegenteil wie mit extremer Geschwindigkeit die noch nicht privatisierten Unternehmen verkauft werden; hofft darauf, dass sein Verwandter der im Ausland arbeitet ihn auch weiterhin unterstützen kann um zu überleben!

Der Arbeiter ohne jegliche Arbeiterrechte, wundert sich wie er es bislang geschafft hat und macht sich Gedanken darüber wie er es schaffen wird seiner Familie das Essen zum Überleben zu besorgen.

Der Bauer schaut sich seine Äcker an und denkt sich was er wohl im nächsten Jahr anpflanzen soll um nicht wieder am Ende im Verlust zu liegen.

Der Hauptgedanke des Pensionisten ist, welchem seiner Kinder es wohl möglich sein wird, seiner Rente was draufzusetzen damit er irgendwie überleben kann.

Den Studenten halten zwei Fragen vom lernen ab: Was werde ich machen wenn ich zu Ende studiert habe und es “willkommen im Arbeitslosenclub” heißt und werden es wohl meine Eltern schaffen mich zu unterstützen um noch ein Semester als Student zu überleben...

Und hoch über diesen Überlebensversuchen, leuchtet die Frage, die sich die Politiker untereinander stellen: “Welche Sängerin wird uns wohl bei dieser Jahreswende und in welchem Luxushotel amüsieren...?

Bevor wir uns ein Frohes neues Jahr wünschen, sollten wir uns Fragen: wie lange wir noch so mitmachen...?


Arbënor Dehari

Pristina, 24 Dezember 2009