Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
16:45
15.09.2019
Sehr geehrte Damen und Herren der Redaktion Kosova Aktuell Zunächst mal, danke ich Ihnen für ihre Arbeit, welche ich sehr Schätze auch wenn ich nicht immer gleicher Meinung bin. .Ich komme ursprünglich aus Kosova und lebe in der Schweiz, seit Ende der 90er und seit der Massenflucht haben sich die Albaner, in großem Stiel in der Schweiz organisiert. Die LDK und ihre Anhänger, die Anhänger von Rugova existierten auch in der Schweiz. LDK war nicht einfach die Diaspora Partei LDK, sondern eine Organisation worin eine breite Masse der Albaner aktiv an der gesellschaftspolitischen Situation

teilnahmen, es war mehr als eine Partei, es war eine Opposition im Ausland, diese Generation hatte in Bern auf dem Bundesplatz jährlich Demonstrationen organisiert, woran immer über 10 000 Menschen teilnahmen und für Menschenrechte, Beendigung der Diktatur, etc demonstrierten. Aus dieser Generation ging die albanische Schule "Naim Frasheri" Schweiz hervor. Fast jede zweite Gemeinde hatte albanischen Unterricht, der Kanton Aargau war wie immer in Sachen politische Aktivität Nr. 1 in der Schweiz, und der Motor. Die Gemeinden stellten uns die Räume für 2-4 Stunden in der Woche Gratis zur Verfügung.


Diese politische Aktivität hatte und hatte einen Geist, wir feierten zusammen in verschiedenen Orten den Tag des Alphabets, denn Tag unserer albanischen Flagge, etc. worin Kinder und jugendliche Gedichtet vortragen und Valle, Shota., tanzen und traditionelle Lieder singen. An diesen Veranstaltungen wurden meistens auch die Schulbehörde und Gemeinderat eingeladen.

Dieser ganze intellektuelle Geist, war nicht einfach nichts, er war groß und hat viele Beeinflusst und der jüngeren albanischen Generation den Weg gezeigt, motiviert etwas zu tun, die albanische Sprache und Kultur nicht zu vergessen, und sich bilden, etwas positives schaffen, Kulturaustausch betreiben.
Ich bin so aufgewachsen, als Kind waren diese Feier Treffpunkt mit allen albanischen Freunden die ich damals hatte und auch ich selbst trug mal ein Gedicht vor und sang.

Heute bin ich ein junger Mann, und heute feiern wir wie vorletztes mal mit der albanischem Studentenverein aus der Schweiz in einem Club, mit einer stilvollen Party, junger Menschen.
Oder unter dem kleinen Freundeskreis, aber er wird gefeiert, er ist in unserem Bewusstsein.

Und nun, hat nicht mal mein eigener Staat, diesen Tag als Feiertag, obwohl ich dachte, genau solche Dinge machen es eben aus, die Wertschätzung unserer Kultur, nicht die Ignoranz davor.

Was Thaci gesagt hat, war für mich wie ein Schlag ins Gesicht, als würde man die ganze Arbeit einfach so in Frage stellen, die ganze Vergangenheit, einfach den Sinn nehmen.

Nun steht man da und fragt sich wofür das alles? Ich fühle mich Fremd, die Bedeutung:"ich bin kein Kosovar, ich bin ein Albaner aus Kosova " macht heute mehr Sinn denn je

Thaci`s Aussage ist wie als hätte Sali Berisha am 17ten Februar. gesagt: "was sollen wir feiern? ist nicht unser Land, also geht uns das nichts an."

Liebe Grüße und macht weiter so.


F. J. Schweiz