Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
14:01
15.09.2019
Als junge Serbin bin ich bedingungslos für das Selbstbestimmungsrecht der Menschen in Kosova. Dies nicht nur weil ich mich demokratischen Prinzipien verpflichtet fühle, sondern weil ich glaube, dass der nationale Konflikt, das Elend in Serbien und Kosova zementiert. Sowohl in Serbien als auch in Kosova steigt die Arbeitslosigkeit, die Arbeiter werden extrem ausgebeutet und das Elend wächst in beiden Ländern. Die politische Kaste in Serbien, wie die UNMIK oder EULEX in Kosova betreiben in beiden Ländern, die gleiche neoliberale Politik. Durch die räuberische Privatisierung, ohne Rücksicht auf die

sozialen Interessen der einfachen Menschen wird unsere Zukunft dunkel und düster gestaltet. Anhand eines konkreten Beispiels will ich meine These untermauern.



Die Privatisierung der Kupferhütte RTB Bor

In der österreichischen Zeitung „ Die Presse“ ist zu lesen:- „ Der russische Oligarch Deripaska fordert Aufhebung aller Umweltauflagen. Nach dem gescheiterten Verkauf der serbischen Kupferhütte RTB Bor an die österreichische A-Tec von Mirko Kovats will die Regierung in Belgrad mit Oleg Deripaska verhandeln, der mit einem Angebot von 370 Mio. Dollar Kovats, der 514 Mio. Dollar bot, unterlegen war. Der russische Oligarch stellt allerdings beinharte Bedingungen, so dass die Wirtschaftszeitung „Biznis“ von „Erpressung“ spricht.-“ Der „Schatz“ der RTB besteht aus ihren Kupferlagerstätten, die hochgerechnet auf 30 Jahre 16 Mrd. Dollar repräsentieren. Der angebliche slawische Bruder will zudem wesentliche Abänderung der Privatisierungsbedingungen für die RTB ,so heißt es unter Berufung auf Unterlagen des Privatisierungsberaters, der sich aus CA IB, Deloitte & Touche sowie Harrison Solicitors and IMC zusammensetzt. Der Kapitalist und Oligarch Deripaska

fordert die Aufhebung aller Fristen für die Überweisung des Kaufpreises. Außerdem will er sämtliche Umweltschutzbestimmungen außer Kraft setzen. In der Zeitung „Die Presse“ ist dazu zu lesen: -„ Laut geltenden Gesetzen sollen sich alle in Serbien tätigen Betriebe bis 2015 an die in der Europäischen Union geltenden Umweltschutznormen anpassen. Die SMR will allerdings die Aufhebung der vierjährigen Frist, in der die Kupferhütte – einer der größten Umweltverschmutzer in der Region – modernisiert werden soll. Außerdem will sich Deripaska von jeglicher Verantwortung befreien lassen, sollte er den Verpflichtungen aus dem Umweltschutz-Aktionsplan nicht nachkommen.

Darüber hinaus verlangt er die unentgeltliche Nutzung des im Staatsbesitz befindlichen Areals der RTB. Wie die „Presse“ berichtete, besteht der „Schatz“ der RTB aus ihren Kupferlagerstätten, die hochgerechnet auf 30 Jahre 16 Mrd. Dollar repräsentieren.“-

 

Kosova und Serbien


In Serbien und in Kosova ist nicht die nationale Färbung des kapitalistischen Investors das Problem, sondern das Streben nach Maximalprofit. Die Privatisierung in Kosova und Serbien ist das Mittel um diese schnöden Interessen, gegen jegliche soziale Rechte der Arbeiter und der einfachen Menschen umzusetzen. Im „ deutschen „Handelsblatt“ ist zu lesen, dass das deutsche Automobilkapital perspektivisch auf den Standort Serbien setzt, wegen der geringen Löhne und der extrem niedrigen Steuerlast. Der Reichtum Kosovas wird gleichfalls unter diesem Aspekt behandelt. Der deutsche Energiegigant REW bewirbt sich um die Privatisierung der Elektrizitätsversorgung Kosovas. Er nimmt an der Ausschreibung bezüglich des Projektes KOSOVA- C teil. Die Gründe für die Bewerbung ist der geringe Kaufpreis , die niedrigen Löhne und der Hoffnung, in Kosova von jeglicher Steuerlast befreit zu sein. Wie ich hörte gibt es in Kosova Widerstand der Arbeiter gegen die brutale kapitalistische Privatisierung. Dies ist der richtige Weg. Die Menschen in Serbien müssen ebenfalls gegen die kapitalistische Catcherveranstaltung kämpfen. Die einfachen Menschen, die Arbeiter haben in der Realität überall die gleichen Interessen. Damit dies erkannt wird und damit sich die Arbeiter miteinander verbinden können ist es enorm wichtig jeglicher nationaler Unterdrückung entgegenzutreten. Deshalb bin ich für das Selbstbestimmungsrecht Kosovas und schreibe damit dies deutlich wird Kosova mit A und nicht mit O.



Jovanka S. -Serbische Studentin in Regensburg Deutschland-