Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
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19.07.2019

Noch vor einigen Jahren war eines klar, die Serben haben die Albaner vertrieben, verfolgt und getötet. Heute sieht das ganze etwas anders aus, denn heute trägt die serbische Propaganda Früchte. Dazu sind folgende Verdrehungen der Tatsachen seitens der serbischen Regierung festzuhalten: 1. Die Wiege des Serbentums- Kosova war und wird nie „die Wiege des Serbentums“ sein.

 

Diese Propaganda der Serben soll bewirken den Anspruch auf Kosova zu manifestieren. Die Schlacht auf dem Amselfeld 1389, welche paradoxerweise gefeiert wird, obwohl die Serben verloren haben, war keine serbische Heldentat, sondern eine Allianz der Völker des Balkans, unter ihnen auch die Albaner, welche sich zusammengeschlossen haben, um gegen die Osmanen zu kämpfen. Obwohl die serbische Version der Geschichte sehr nach einer Hollywood-Story klingt, sollte korrekterweise gesagt werden, dass dies ganz einfach eine Erfindung ist. 2. Sprachwissenschaftler konnten ganz klar feststellen, dass die albanische Sprache sich aus der illyrischen Sprache gebildet hat und somit die Albaner Nachkommen der Illyrer sind, welche bekanntlich vor dem Einmarsch der Slawen aus der heutigen Ukraine auf dem Balkan lebten. Im Buch „die Albaner der Republik Makedonien“, aus der „Wiener Osteuropa Studie“ ist der Einmarsch der Serben ersichtlich und wird als barbarisch und gewalttätig bezeichnet. Besonders auffällig wird, dass die Slawen ihre Opfer nicht nur töteten, sondern tagelang an Pfählen durchbohrt aufhingen. Dieses Volk, dessen Nachkommen heute die Serben sind, fingen beim Einmarsch in den Balkan an, die Region zu „serbisieren“, was am auffälligsten bei den Ortsnamen wird. Die Brutalität gegenüber den Einheimischen setzte sich durch die Jahrhunderte hinweg, bis hin zum „Genozid“ an den Albanern in den 90er Jahren fort.

3. Kirchen und Klöster

Die darauf folgende historische Epoche war vom Einmarsch der Osmanen geprägt. Durch die Besatzung konvertierten viele Albaner zum Islam, was teilweise aus Interessensgründen, aber auch teilweise aus Überzeugung geschah. Hierzu erwähnenswert ist, dass es einen beachtlichen Teil Kryptochristen in Kosova gibt, welche offiziell zum Islam übertraten, inoffiziell aber durch die Jahrhunderte Christen blieben. Der mehrheitliche Glaubensübertritt zum Islam geschah jedoch in einer Zeit als die von den Serben beanspruchten Kirchen und Klöster bereits in Kosova waren. Die einzig logische Schlussfolgerung aus dieser Tatsachen ist, dass die Kulturgüter Kosovas albanisch waren, da auch zu dieser Zeit die Mehrheitsbevölkerung albanisch war. Die Serben versuchen aber im Zuge ihrer chauvinistischen Propaganda Kosova als „Wiege des Serbentums“ zu bezeichnen, um dieses albanische Gebiet, welches Serbien nach dem Rückzug der Osmanen gewaltsam annektierte zu verankern.

4. Die Kriege der 90er

Rein oberflächlich gesehen steht fest, dass es nach dem Zerfall Jugoslawiens verschiedene Kriege gab. Bei diesen Kriegen war eine Konfliktpartei stets dabei, nämlich Serbien. Der serbische Staat führte Krieg gegen Slowenien, Kroatien, Bosnien und Herzegowina und Kosova. Wer sich nun, ohne die politischen Geschehnisse genau zu kennen fragt, wer welche Schuld trägt, sollte sich vor Augen führen, dass es eben dieses Serbien war, dass stets Kriege geführt hat. Von Srbenica bis Racak waren es serbische Paramilitärs die töteten und vertrieben, also sollte sich die Regierung Belgrads zuerst über ihre Fehler bewusst werden. Kosova steht nicht nur ein historisches Recht auf Selbstbestimmung zu, sondern auch ein moralisches. Natürlich will das kolonialistische Serbien seine „gestohlene Wiege“ nicht hergeben, aber die Zeit der Unterdrückung von diesem Staat ist für die Albaner in Kosova vorbei. Jedes Propaganda-Mittel, was von terroristisch-islamistisch bis hin zum Mafia-Staat geht wird Serbien schließlich nicht helfen, den Eifer der Albaner nach Gerechtigkeit und Selbstbestimmung zu stoppen.