Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
15:58
21.09.2019
Ich habe gehört in Prishtina, Kosovo geht es den Studenten schlecht. In  Belgrad kämpfen wir an der Uni gerade gegen Studiengebühren, kleine Universitäten und gegen zuwenig Personal. Nach meiner Meinung haben die Studenten in Beograd und Prishtina fast die gleichen Probleme. In beiden Städten gibt es immer mehr Privatuniversitäten für die Elitekinder, die Bildung wird privatisiert. Der kapitalistische Neoliberalismus triumphiert. Widerstand ist angesagt. Herr

Brym von Kosova-Aktuell erzählte mir in München viel über die Situation, der Studierenden in Kosova. Es ist ein Skandal, dass viele von euch mit leerem Magen den Unterricht an der Universität besuchen. Der Studentenkonvikt( Studentenwohnheim) in dem ihr wohnt ist menschenverachtend. Ihr zahlt 45 € im Monat pro Person Miete und haust mit 3 weiteren Studenten in einer Bude auf 17 Qm. Dies würde in Deutschland vom Tierschutzbund  wegen Tierquälerei an 3 Hunden angeklagt und unterbunden werden. Das Essen an der Mensa kostet pro Monat 35 €. Es soll so schlecht sein, dass man auf Schmerzensgeld klagen könnte. Grundsätzlich zahlt ihr für das Semester Studiengebühren in der HÖHE von 50 € Die Studentenorganisation "Studim Kritik Veprim" scheint als einzige dagegen aktiv zu sein. In Beograd und Prishtina ist die Situation der Studenten  nicht gleich aber vergleichbar. Objektiv haben wir dieselben Interessen. Bildung darf keine Ware sein, Bildung ist ein Menschenrecht. In Beograd wurde kürzlich die philosophische Fakultät besetzt. Alle Forderungen waren und sind fast dieselben wie in Prishtina. Wir müssen unsere Interessen verbinden. Das Haupthindernis dafür ist der serbische Nationalismus. Das Selbstbestimmungsrecht Kosovas muss bedingungslos akzeptiert werden. Nur auf diesem Weg können wir den kapitalistischen Neoliberalismus frei und entschieden bekämpfen.

Mira S. aus Beograd z.z. in München