Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
07:05
19.10.2019

„Es ist peinlich und schandhaft wie die Masse der Politiker in Kosova leben . Die Politiker Kosovas bauen Villen und fahren Luxusautos, obwohl klar ist, dass sie diese Kosten nicht aus ihrem legitimen Einkommen bezahlen.“Dies erklärte nicht Albin Kurti und auch nicht der Bürgermeisterkandidat für Prishtina für VV Ahmeti, sondern der britische Botschafter. Ian Cliff fügte gegenüber der Zeitung Zeri hinzu: „ Eine gewisse Korruption ist

hinnehmbar aber nicht dieses Ausmaß. Es ist absurd wenn Politiker über Nacht zu Millionären werden und erklären, dass ihnen das Geld von einem Cousin, aus der Schweiz geschickt wurde.“ Tja der Herr Botschafter hat Recht er unterschlägt aber drei wichtige Faktoren. 1. Die internationale Staatengemeinschaft arbeitet genau mit diesen Politikern zusammen. Dabei muss der Eine den Anderen nicht unbedingt sympathisch finden. Letztendlich geht es immer um Klasseninteressen. 2. Die EU Mission EULEX ist oft selbst in kriminelle Machenschaften verwickelt. 3. Der entscheidende Faktor für illegale Bereicherung und Korruption ist der Privatisierungsprozess. Im gesamten ehemaligen Ostblock von Wladiwostok bis Prishtina sind die vom Herrn Botschafter beschriebenen Phänomene zu beobachten. Ohne Privatisierung, sowie ohne Anbetung des freien Marktes gäbe es keine Basis für Korruption und illegaler Bereicherung. Letztendlich kritisiert der Herr Botschafter sich selbst. Die „ Internationalen“ leiteten die Privatisierung der Reichtümer Kosovas ein. Der „ freie Markt“ wurde Kosova als angeblich einzige „ moderne Alternative“ angepriesen. Damit wurde die Basis für private Bereicherungsexzesse in Kosova geschaffen. Der britische Botschafter als Verfechter einer neoliberalen kapitalistischen Wirtschaftsordnung folgt dem Prinzip: Wasch mir den Pelz aber mach mich nicht nass.

 

Quelle

 

http://www.indeksonline.net/?FaqeID=2&LajmID=77592

 

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